Sony Ericsson Xperia ray: Test zum Smartphone-Winzling

Frank Ritter 9

Das Sony Ericsson Xperia ray versucht mit kleinem Form- aber großem Style-Faktor zum Kampfpreis neue Zielgruppen anzusprechen. Unser ausführlicher Test klärt, ob das Xperia ray ein lohnenswertes Gerät ist.

Sony Ericsson Xperia ray: Test zum Smartphone-Winzling

Sony Ericsson hat 2011 viele Branchenkenner überrascht: Nach dem eher bescheidenen 2010 und dem Multitouch-Desaster im Xperia X10 und anderen Modellen, gab der schwedisch-japanische Mischkonzern die rote Laterne der Kundenunfreundlichkeit ab und wandelte sich zum Musterknaben – schnelle Updates, gute Software und Android-Hardware, die performanceseitig zwar nicht mehr ganz zeitgemäß war, aber in Sachen Preis und Verarbeitung größtenteils (das misslungene „PlayStation Phone“ Xperia PLAY mal ausgenommen) zu überzeugen wussten. In dieser Tradition sieht sich auch das Sony Ericsson Xperia ray. Mit einer 1 GHz-Single Core-CPU ist heute kein Benchmark-Blumentopf mehr zu gewinnen, dafür besitzt das Gerät ein markantes Design, welches Sony Ericsson in einem hübschen YouTube-Video erläutert. Mit einem Straßenpreis von rund 250 Euro bereits kurz nach der Einführung ist das ray dazu relativ günstig. Aber wie macht sich das Smartphone im Alltag? Unser Test gibt Aufschluss.

| |

Design, Verarbeitung & Haptik

Das Sony Ericsson Xperia ray ist in verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Wir haben das schwarze Modell als Testgerät erhalten. Dieses verfügt über eine Rückseite aus mattem Plastik, andere Farbvarianten sind aber aus Metall. Das Xperia Ray ist – entgegen dem Design-Zeitgeist – recht kantig geformt. Es hat Maße von 53 mm × 111 mm × 9,4 mm und wiegt 100 Gramm. Wenn man von den reinen Daten Abstand nimmt, erhält man ein ungewöhnlich kleines, flaches und schmal wirkendes Gerät, das sich trotz harter Kanten wirklich gut in der Hand anfühlt. Das ray mag klein für ein Smartphone sein, aber es gemahnt an „die guten alten Zeiten“, als die Hersteller von Featurephones versuchten, sich gegenseitig in der Größe ihrer Produkte zu unterbieten.

sony ericsson xperia ray

Betrachtet man das Xperia ray im Detail, wird die Front vom Display mit 3,3 Zoll-Diagonale sowie dem abgesetzten „Home“-Button – einer echten Drucktaste – in der unteren Mitte dominiert. Dieser ist halbkreisartig geformt und ergänzt somit die etwas kleinere halbkreisförmige Aussparung am oberen Rand für die Hörmuschel. Der Rand zwischen Home-Button und Gerät ist beleuchtet und informiert über neu eingegangene Mails, verpasste Anrufe und so weiter.

Bild

In silberner Schrift prangt oben am Gerät der Firmenname, unten sind die nicht selbst leuchtenden kapazitiven Buttons mit Symbolen versehen, die den mindestens angeforderten Funktionen von Android 2.x entsprechen: Links die „Zurück“-Taste, rechts „Menü“. Dass die Tasten nicht illuminiert sind, stört im Vergleich zum Huawei Ideos X3 in weitaus geringerem Maße, da die Buttons eine relativ große Berührungsfläche besitzen und „Home“ als deutlich fühlbare Abgrenzung dient. Fans der „Suchen“-Taste müssen die Zähne zusammenbeißen und auf dem puristischen Gerät länger „Menü“ drücken. Das Glas auf der Front ist wie bei anderen Sony Ericsson-Smartphones aufgesetzt und nicht abgeschliffen; wenn man mit dem Finger an der seitlichen Kante „abrutscht“, fühlt man das deutlich. Nicht weiter schlimm, nur ungewohnt, wenn man zum Beispiel HTC- oder Samsung-Geräte gewohnt ist.

sony ericsson xperia ray vs. samsung galaxy s ii

Links: Sony Ericsson Xperia ray – Rechts: Samsung Galaxy S II

Der obere und untere Rand des Geräts besteht aus glänzendem Plastik und ist anfällig für „bleibende Eindrücke“ von fettigen Fingern. Oben befindet sich neben dem Stecker für Headset respektive Kopfhörer zudem die Power-Taste, die schon bei leichtem Druck betätigt wird. Aufgrund dieser ungünstigen Position wird somit häufig ohne Grund das Display eingeschaltet; hat man das Smartphone in der Hand und will es weglegen, muss man eine eher unnatürliche Bewegung zum Ausschalten in Kauf nehmen. An der linken Seite befindet sich der MicroUSB-Port, rechts die schmale, aber druckfeste Laustärkewippe. Die Rückenschale sitzt fest auf dem Gerät und macht, obwohl sie in der schwarzen Version des Xperia ray aus Plastik besteht, einen stabilen Eindruck.

sony ericsson xperia ray

Auf der hinteren Seite oben, aber leicht nach links versetzt, befinden sich die Kamera und die LED-Leuchte. Unter dem abgesetzten Sony Ericsson-Logo unten existiert noch die halbkreisförmige Lautsprecheröffnung. Hält man das Smartphone in der hohlen Hand, dient diese als akustischer Verstärker, wobei der Ton trotzdem etwas blechern klingt.

Rein haptisch kann man dem Sony Ericsson Xperia ray bereits ein recht gutes Zeugnis ausstellen – zumindest wenn man keine überdurchschnittlich großen Hände hat. Das Smartphone bringt das Kunststück fertig, absolut hosentaschenkompatibel und trotzdem ein „echtes“ Smartphone zu sein. Auch optisch weiß das schmale Gerät zu gefallen – es wirkt nicht billig, sondern ganz im Gegenteil relativ hochwertig.

Display

sony ericsson xperia ray display

Der Bildschirm des Xperia ray besitzt wie erwähnt eine Diagonale von 3,3 Zoll, bei der von Sony Ericsson häufig verwendeten, jedoch etwas skurril anmutenden Auflösung von 854 × 480. Setzt man Displaygröße und -Auflösung ins Verhältnis, kommt man zu dem Schluss, dass die Pixeldichte recht hoch sein muss. Diese liegt tatsächlich auch bei 297 ppi – knapp unter der des iPhone 4(S) mit 327 ppi. Auch wenn das bloße Auge nicht unbedingt einen Unterschied zu weniger pixeldichten Screens erkennen mag, kann man dem Bildschirm des ray ohne falsche Bescheidenheit unterstellen, knackscharf zu sein. Der Teufel steckt hier allerdings im Detail: Dank der hohen Auflösung, werden viele Bedienelemente, viele Apps und Seiten im Standardzoom des Browsers ziemlich klein dargestellt. Menschen mit Sehschwäche sollten das Xperia ray also meiden, ständige Belastung und Ermüdung fürs Auge wären andernfalls die traurige Konsequenz.

sony ericsson xperia ray

Auf voller Helligkeitsstufe ist das Sony Ericsson Xperia ray geradezu gleißend hell und stellt jedes AMOLED-Derivat in den Schatten. Die Schwarzwerte sind bei nicht voll eingestellter Helligkeit gut, Kontrast und Farbwiedergabe wissen – vermutlich auch dank der Sony-eigenen bildoptimierenden Mobile BRAVIA Engine – zu überzeugen. Auch im Sonnenlicht ist das Display noch gut abzulesen – sofern es auf die richtige Helligkeit eingestellt ist. Irritierenderweise hat Sony jedoch eine automatische Anpassung der Bildschirmhelligkeit weggelassen – es scheint schlicht an einem solchen Sensor zu fehlen. So muss man entweder mühselig jedes Mal von Hand nachjustieren, wenn sich die Sichtverhältnisse ändern oder auf ein Widget zur schnellen Helligkeitseinstellung bauen. Ein solches liefert die Sony Ericsson-Software mit, dieses funktioniert aber nur zweistufig. In Bewegungen ist das Bild dankenswerterweise völlig schlierenfrei. Das Display besitzt eine eher geringe Blickwinkeltreue – das optimale Bild erhält nur, wer frontal auf das Display schaut.

Insgesamt ist auch das Fazit zum Display positiv. Die Vorteile und der Spaß, den man etwa beim Spielen oder dem Betrachten eines Videos auf YouTube hat, wiegen die kleineren Mankos auf.

Software

Wir haben das Xperia ray bereits mit installiertem Android „Gingerbread“ 2.3.4 erhalten. Das heißt die diversen Goodies, die Sony Ericsson allen 2011er-Modellen der Xperia-Reihe mit dem Update 2.3.4 spendiert hat, sind bereits enthalten.

Die Herstelleroberfläche darf man unumwunden als gelungen bezeichnen: Sie besitzt nette grafische Effekte und reichhaltigen Funktionsumfang. Was uns im Test besonders gut gefallen hat:

  • Trotz der geringen Geräte-Performance und der semitransparenten Optik vieler grafischer Elemente läuft der Sony Ericsson-Launcher fast durchgehend flüssig – sogar bedeutend flüssiger als so mancher Konkurrent.
  • Im App-Drawer gibt es eine Schaltfläche rechts unten, nach deren Betätigung man in einen Deinstallationsmodus wechseln kann. Dadurch kann man per Tap auf das entsprechende Icon eine App schnell deinstallieren
  • Zieht man ein App-Icon auf ein anderes, erstellt man so schnell einen Ordner.
  • Die von Sony Ericsson mitgelieferten Widgets sind nicht an die Benutzeroberfläche gebunden, sondern können auch mit Go Launcher und Co. verwendet werden.

Wer die Oberfläche nicht mag, kann natürlich immer noch problemlos auf einen alternativen Launcher zurückgreifen.

Der App-Drawer besitzt bereits im Auslieferungszustand vier Seiten mit je zwölf Symbolen. Die Tendenz ist klar: Sony Ericsson stattet sein Gerät schon vom Startweg mit Software für jede Lebenslage aus – schießt damit aber leider etwas über das Ziel hinaus: Nur drei der vorinstallierten Apps lassen sich deinstallieren, die vorinstallierten Programme wie Datenmonitor, QR-Scanner, PDF-Reader, Musikidentifizierer und Navigationssoftware muss man auf dem Gerät belassen, selbst wenn man sie nicht benötigt. Die bekannte Bloatware-Problematik macht also auch vor dem ray nicht Halt, auch wenn mancher Einsteiger vielleicht sogar froh ist über die mitgelieferte Software. Immerhin sind die meisten Apps keine Totalabstürze und mit der Kombination Root/Titanium Backup lassen sich auch vermeintlich unlöschbare Applikationen entfernen – dennoch hätten wir eine Deinstallationsmöglichkeit, die kein Herummodifizieren auf Systemebene erfordert, bevorzugt.

Zwei Aspekte sind dann aber deutlich positiv herauszuheben bei der Software: Das eine ist die Screenshot-Möglichkeit, die sich exakt wie in der CyanogenMod 7 per längerem Druck auf die Powertaste und einen entsprechenden Menüpunkt im „Herunterfahren“-Menü auslösen lässt – einfach und elegant. Zum anderen die Tastatur: Da auf dem kleinen Bildschirm im Portraitmodus ein reguläres Soft-Keyboard keinen Sinn ergeben würde, haben die Software-Entwickler dort einfach eine klassische T9-Tastatur eingebaut, wie man sie vom Featurephone kennt. Dreht man das Xperia ray in den seitlichen Modus, wird eine Wischtastatur eingeblendet, die Swype recht stark ähnelt und ebenso gut funktioniert – pfiffig!

Sony Ericsson ersetzt einige Standard-Apps von Android durch eigene Varianten, etwa die Kamera-App und den Musik-Player. Das macht im Großen und Ganzen keinen signifikanten Unterschied aus, soll hier also keine weitere Beachtung finden.

Gesprächsqualität

An der Qualität beim Telefonieren ist nichts auszusetzen. Der Gesprächspartner war in unserem Test klar und deutlich zu verstehen, auch die eigene Stimme wurde verzerrungsfrei übermittelt.

Speicher

sony ericsson xperia ray

Das Xperia ray verfügt über rund 420 MB internen Speicher für Anwendungen. Das ist nicht gerade großzügig, vor allem wenn man dazu neigt, viele Apps zu installieren. Die interne SD-Karte fasst immerhin 4 GB, die für Apps2SD-fähige Anwendungen und App-Daten zur Verfügung stehen. Eine externe 4 GB-Speicherkarte wird mitgeliefert und findet im SDHC-Slot Platz, der Karten bis zu 32 GB schluckt.

Konnektivität

Alle relevanten WLAN-Standards versammeln sich im Xperia ray: Während unseres einwöchigen Testzeitraums wurde das Xperia ray in drei verschiedene Router eingebucht – nur einmal trat ein Fehler auf, bei dem trotz angezeigter WiFi-Balken kein Empfang von Daten über das Netz möglich war. Ob der Fehler hier beim Smartphone oder Router lag, ist nur schwer festzustellen; ein Punktabzug ist hier nicht nötig. Unterwegs nimmt das Xperia ray über HSDPA/HSUPA Kontakt mit dem Internet auf.

Der GPS-Chip funktionierte im Test passabel, ein Fix mit mehreren Satelliten kam innerhalb weniger Sekunden zustande, ging aber gelegentlich auch wieder verloren. In Verbindung mit A-GPS konnte uns Google Maps jedoch in jeder Situation zuverlässig und schnell orten. Per DLNA kann das Xperia ray Filme und Medien an kompatible Geräte wiedergeben.

Kamera

sony ericsson xperia ray kamera

Die Kamera im Xperia ray enttäuschte im Test ein wenig, wenn auch auf hohem Niveau. Zwar ist das Gerät mit Sonys hochgelobtem Exmor R-Sensor in der Lage, 8 MP große Bilder zu schießen. Bei guten Lichtverhältnissen sind diese zwar farbintensiv und scharf, allerdings leiden sie unter leichten Farbverfälschungen – Rot- und Blautöne sind leicht überpräsent. Bei mittelmäßigem bis schlechtem Licht muss man mit Bildrauschen in dunklen Bereichen und allgemein ausgewaschen wirkenden Farben rechnen. Seltsam: Statt eines herkömmlichen LED Blitzes, der bei Aufnahme eines Fotos leuchtet, muss man die Kameraleuchte in der Foto-App separat an- und ausschalten. Die App besitzt dafür eine zuverlässige Gesichtserkennung und löst recht schnell aus. Das Fehlen eines dezidierten Kamerabuttons könnte, wenn man denn darauf Wert legt, für lange Gesichter sorgen.

Videos nimmt das Xperia ray in einer Auflösung bis zu 720p (1280×720 Pixel) auf. Diese sind gut, scharf und werden allenfalls bei schnellen Schwenks leicht instabil.

Die VGA-Frontkamera des Xperia ray geht in Ordnung und sorgt für flüssige Bilder bei Videochats über Google Talk und Co..

Erwähnenswert ist noch, dass das Xperia ray über einen 3D-Panorama-Aufnahmemodus verfügt. Dieser erzeugt mithilfe einer Schwenkbewegung bei der Aufnahme ein Panorama-Bild, das über einen Fernseher mit entsprechender Technik auch in 3D angezeigt werden kann. Diese Funktion wusste im Test nicht zu überzeugen: Die Panoramabilder waren in 2D eher lau, die Güte der 3D-Funktion konnten wir mangels entsprechender Hardware nicht einschätzen.

Performance

Hier die Ergebnisse der wichtigsten Benchmarks, jeweils in drei Durchläufen:

  • Antutu: 2898 / 3009 / 2887
  • Quadrant: 1368 / 1520 / 1574
  • cF-Bench: 2934 (Native 4673, Java 1776) / 2986 (Native 4557, Java 1940) / 3112 (Native 4864, Java 1945)

Damit ist das Sony Ericsson Xperia ray leistungsmäßig etwas höher angesiedelt als Nexus S und Samsung Galaxy S im Auslieferungszustand und pari mit den anderen Sony Ericsson-Devices von 2011.

Im Einsatz kann man das Sony Ericsson Xperia ray als ausreichend performant bezeichnen, auch wenn es von gelegentlichen Hängern geplagt wird, insbesondere direkt nach dem Aufwecken aus dem Standby. Spiele wie Cut the Rope und Fruit Ninja laufen zwar, allerdings machen sie aufgrund der geforderten Präzision auf dem kleinen Bildschirm nicht so rechten Spaß. Fruit Ninja hat zudem das Problem, dass manche Fingerwische offenbar vom Gerät nicht registriert werden. Im Webbrowser macht sich die fehlende Performance ebenso bemerkbar: Beim Zoomen und Scrollen ruckelt er relativ stark. Wer das Problem in den Griff bekommen will, sollte lieber Opera Mobile verwenden.

Hardwareseitig ist das Xperia ray kein Gerät von 2011, da gibt es kein Vertun: Eine 1 GHz Snapdragon-CPU und 512 MB Arbeitsspeicher besaß schon das Nexus One, das im Januar 2010 erschien. Entsprechend reißen weder Benchmarks noch die Performance im Alltagsgebrauch vom Hocker, zumindest wenn man an Geräte der Dual Core-Klasse gewöhnt ist. Diesen Anspruch erhebt das Xperia ray aber auch nicht, auch wenn ein Gerät mit diesem Formfaktor und der doppelten Menge an Arbeitsspeicher und CPU-Kernen definitiv interessant sein würde. Wer an mehr Leistung auf seinem Xperia ray interessiert ist, sollte die Nachrichten rund um die CyanogenMod verfolgen, die bald auf die 2011er-Geräte von Sony Ericsson flashbar sein soll. Mit einem schlankeren Android und deutlich weniger vorinstallierten Apps könnte das Gerät noch einmal signifikant an gefühlter Performanz hinzugewinnen. Das Potenzial fließt freilich nicht in unsere Wertung ein, sondern nur der Ist-Zustand.

Zubehör

Neben der mitgelieferten 4 GB-Speicherkarte stecken noch USB-Verbindungskabel sowie ein Adapter für ebenjenes Kabel zum Anschluss an die Steckdose bei. Das mitgelieferte Headset ist von nicht allzu hoher Qualität. Summa summarum: Pflicht erfüllt, Kür ausgelassen. Mehr zum Zubehör in unserem Unboxing zum Sony Ericsson Xperia ray.

Alltagstauglichkeit

Der wechselbare 1500 mAh-Akku in Verbindung mit dem kleinen Bildschirm verleiht dem Gerät eine im Vergleich zu anderen Smartphones enorm lange Lebensdauer. Bei regulärem Einsatz mit etwa 75% Displayhelligkeit, häufiger Benutzung und diversen im Hintergrund laufenden Diensten hielt das Sony Ericsson Xperia ray etwa 30 Stunden am Stück durch. Zum Vergleich: Mit einem ähmlichen Nutzungsprofil kommt das Samsung Galaxy S II nur auf etwa 18 Stunden. Unterwegs erweist sich das Xperia ray dank des der hellen Bildschirms und der handlichen Bauform als treuer und zuverlässiger Begleiter – auch wenn man sich gelegentlich an dem kleinen Display und der geringen Performance stößt.

Fazit

Zugegeben: Das Sony Xperia ray hat kleine Mängel. Am schwersten wiegt dabei wohl die Tatsache, dass das Gerät leistungsmäßig nicht an Smartphones der aktuellen Generation heranreicht (ohne dabei freilich auf demselben Low-End-Level wie die chinesischen Konkurrenten Huawei Ideos X3 und ZTE Skate zu sein). Wer Wert auf hohe Performance legt, wer große Hände oder schlechte Augen hat oder wer sein Smartphone gerne zum Spielen nutzen möchte, sollte die Finger vom ray lassen.

Für alle anderen ist das Xperia ray durchaus interessant, denn weit wichtiger als Benchmark-Ergebnisse ist, wie sich ein Smartphone anfühlt. Und das Xperia ray fühlt sich gut an. Es ist schmal und elegant, besitzt ein markantes Design und ist aus wertigen Materialien gefertigt. Dazu begeistert es mit einem superhellen und scharfen Display, das beim Anschauen von Filmen und Fotos großen Spaß macht. Außerdem passt es problemlos in jede Hosentasche – eine Eigenschaft, die kaum ein aktuelles Smartphone für sich in Anspruch nehmen kann. Schlussendlich ist der Preis zu nennen: Die derzeit rund 250 Euro Straßenpreis sind ein absolut fairer Preis. In einem Satz: Das Xperia ray kostet nicht viel macht Spaß in der Benutzung – und das ist schließlich das Wichtigste.

| |

Wertung

Display: 4/5
Verarbeitung und Haptik: 5/5
Software: 4/5
Performance: 3/5
Telefonie: 5/5
Kamera: 3/5
Konnektivität: 3/5
Alltagstauglichkeit: 4/5

Gesamt: 3,9/5
Preis/Leistung: 5/5

Pro

  • Kleines, aber sehr gutes Display
  • Tolles Design
  • Lange Akkulaufzeit

Contra

  • Geringe Performance
  • Nicht für große Hände geeignet
  • Sehr kleine Schrift in diversen Apps

Galerie

| |

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA ANDROID

  • Samsungs neue Galaxy-A-Reihe im Video: Alle Modelle im Vergleich

    Samsungs neue Galaxy-A-Reihe im Video: Alle Modelle im Vergleich

    Bei Samsungs neuer A-Klasse soll für jeden Nutzer etwas dabei sein: Vom Einsteiger-Handy bis zur Fast-Oberklasse möchte der Konzern mit dem Galaxy A20e, A40, A50, A70 und A80 zeigen, wie breit sein Portfolio für 2019 ausfällt. Was von den neuen Smartphones zu halten ist, erfahrt ihr in unserem Video.
    Simon Stich 1
  • Huawei P30 Pro im Test: Mehr als nur eine überragende Smartphone-Kamera?

    Huawei P30 Pro im Test: Mehr als nur eine überragende Smartphone-Kamera?

    Beim Huawei P30 Pro liegt der Fokus ganz klar auf der Leica-Quad-Kamera, die beeindruckende Fotos macht. Doch was für ein Smartphone bekommt man sonst noch bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von immerhin 999 Euro? Genau dieser Frage geht GIGA im Testbericht vom Huawei P30 Pro nach.
    Peter Hryciuk
* Werbung