Sony Xperia Z: Farbkalibrierung in Japan per Update nachgeliefert, bald auch bei uns?

Sven Kloevekorn 3

Es ist nicht sicher, aber wahrscheinlich: Die vom Sony Xperia ZL bekannte Funktion für die Farbkalibrierung hält Einzug in das nächste Update des aktuellen Sony-Spitzenmodels Xperia Z. Zumindest deutet das die Tatsache an, dass das japanische Xperia Z diese Funktion jüngst per Update erhielt.

Sony Xperia Z: Farbkalibrierung in Japan per Update nachgeliefert, bald auch bei uns?

Das Display des Sony Xperia Z ist einer der wenigen wirklich relevanten Kritikpunkte, die auch bei unserem Test zutage getreten sind. Dass viele Käufer des Smartphone-Flaggschiffs von Sony die Qualität des Bildschirms in den einschlägigen Foren völlig unterschiedlich bewerten, mag den Gerüchten über eine gewisse Serienstreuung Nahrung geben, unterstreicht aber vor allem den Bedarf an einer Funktion, mithilfe derer jeder User das Display – im Rahmen der technischen Möglichkeiten – nach eigenem Geschmack einstellen kann.

Japan-Version des Xperia Z erhält Farbkalibrierung

Bisher konnten nur Besitzer eines gerooteten Xperia Z, die dazu APK-Datei vom Xperia ZL über Recovery bei sich installieren mussten, Einfluss auf die Farbdarstellung ihres Smartphones nehmen. Die für den japanischen Markt vorgesehene Variante des Xperia Z mit der alternativen Herstellerbezeichnung SO-02E hat bereits ein Update erhalten, das die Funktion nachrüstet. Das ist ein starker Hinweis darauf, dass demnächst weltweit lokal angepasste Updates ausgerollt werden. Der Patch hilft auch dem sogenannten Sudden Death Bug ab, über den wir schon berichtet hatten.

Kalibrierung

Die Farbjustierung basiert auf dem sogenannten HSL-Farbmodell, mithilfe dessen jede Farbe über die drei Parameter Farbton (Hue), Sättigung (Saturation) und Helligkeit (Luminance)vollständig beschrieben werden kann. Während die Helligkeit gesondert eingestellt wird, findet sich nach dem Update im Menü des Sony Xperia Z ein zusätzlicher Eintrag, der nicht ganz korrekt „Weißabgleich“ heißt. Dort findet man eine rudimentäre Grautreppe sowie Regler für Sättigung und Farbton an. Sättigung ist selbsterklärend, der Farbton wird wie bei der Farbkalibrierung allgemein üblich zwischen den Polen grün und magenta justiert. Die Farbtreppe hilft dabei, das Smartphone so einzustellen, dass sehr helle Bereiche noch Zeichnung aufweisen, was der Fall ist, wenn man möglichst alle Helligkeitsabstufungen der Grautreppe voneinander unterscheiden kann.

Justierung bewirkt keine Wunder

Abschließend müssen wir noch darauf hinweisen, dass das Ganze natürlich nur innerhalb der durch das Display definierten, technischen Grenzen funktioniert. Wer mit der Farbdarstellung seines Xperia Z komplett unglücklich ist und etwa die Farben etwa viel zu blass findet, dem wird auch eine Farbkalibrierung nicht helfen. Grundsätzliche Eigenschaften wie maximaler Kontrastumfang, maximale Sättigung der Farben, Schärfe und Blickwinkelstabilität sind hardwarebedingt und lassen sich durch Betriebssystemeinstellungen nur in Grenzen anpassen.

Hier ein (etwas unscharfes Video) vom Kalibrierungsbildschirm:

[via xperiablog.net]

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