Ubik Uno: (Fast) randloses Smartphone mit High-End-Hardware sucht nach Kickstarter-Backern

Tuan Le

Das Start-Up Ubik macht aktuell mit einem neuen Crowdfunding-Smartphone auf sich aufmerksam: Mit dem Uno haben die Entwickler vor, ein nahezu randloses Smartphone mit starken Spezifikationen zu einem vergleichsweise günstigen Preis auf den Markt zu bringen. Langfristig soll sogar eine Community entstehen, die an der Mitgestaltung der Hardware von Nachfolge-Geräten mitwirken kann.

Ubik Uno Crowdfunding.

Vox populi, vox dei: Das Ubik Uno soll in Zukunft endlich dafür sorgen, dass die Kunden in ihrem Smartphone genau die Komponenten erhalten, die sie sich wünschen. Nicht selten wird bei dem einen oder anderen Flaggschiff-Smartphone lamentiert, der Hersteller hätte beim Display oder der Kamera besser eine andere Entscheidung getroffen. Ubik versucht derzeit auf Kickstarter das erste eigene Smartphone per Crowdfunding zu finanzieren, doch langfristig möchte man eine Fangemeinde aufbauen, die sich aktiv an der Entwicklung des Smartphones beteiligt und dadurch erheblichen Einfluss auf die zum Einsatz kommenden Komponenten erhalten soll.

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Dementsprechend ist das Uno als erstes Projekt des Unternehmens insgesamt nicht unbedingt als bahnbrechend zu bezeichnen – auch wenn Ubik tatsächlich behauptet, das Uno sei „das beste Android-Smartphone, dass man in absehbarer Zukunft kaufen kann.“ Die Frontseite wird zwar von einem nahezu randlosen 5,5-Zoll-Display mit Full HD-Auflösung geschmückt, doch ansonsten halten sich die Besonderheiten des Smartphones im Rahmen. Das Design wirkt trotz Aluminiumrahmen nicht unbedingt hochwertig, die Spezifikationen sind zwar durchaus im High-End-Bereich anzusiedeln, allerdings nicht spektakulär. So kommt der MediaTek 6795 zum Einsatz, ein 64 Bit Octa Core-Prozessor mit einer Maximaltaktung von 2,2 GHz, der in etwa auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 810 ist. Darüber hinaus gibt es 3 GB RAM und 16 GB internen Speicher, die sich via microSD erweitern lassen.

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Ansonsten gibt es noch einen 3.100 mAh starken Akku, der Quick Charge unterstützt, sowie eine 20 MP-Kamera mit f/2.2-Blende und dem recht neuen Sony IMX 230-Sensor. Bei der Frontkamera setzt man offenbar, so berichten es einige Kollegen, auf eine 8 MP-Knipse. Die recht verwirrende Präsentation auf Kickstarter gibt darüber aber keinen konkreten Aufschluss. Als Software kommt Android 5.1 Lollipop zum Einsatz und zwar völlig frei von Bloatware, wie die Entwickler versichern. Das Ubik Uno ist somit zwar insgesamt ein durchaus ansprechendes High-End-Gerät, doch für den finalen Preis von umgerechnet 318 Euro gibt es so einige starke Alternativen auf dem Markt, darunter etwa das OnePlus One beziehungsweise dessen Nachfolger.

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Nur ein OnePlus One-Imitat?

Überhaupt erinnert das Konzept und die Zielsetzung, ein erschwingliches Smartphone mit Flaggschiff-Spezifikationen auf den Markt bringen zu wollen, an das chinesische Start-Up. Auch bei OnePlus ist das Feedback der Nutzer in den Foren durchaus von Relevanz für die Entwicklung der Smartphones, zudem konnte man sich hier durch zahlreiche Internetkampagnen schon einen großen Hype aufbauen. Das Ubik Uno setzt jedoch auf Crowdfunding als Mittel zur risikofreien Finanzierung, was vielen Nutzern lieber sein dürfte als das Invitesystem von OnePlus. Es bleibt abzuwarten, ob das Ubik Uno sich erfolgreich finanzieren und wie es sich auf dem Markt neben anderen Wettbewerbern platzieren wird. Derzeit sind, mit 44 verbleibenden Tagen, bereits mehr als 75.000 von den 200.000 benötigten US-Dollar aufgebracht worden.

Quelle: Kickstarter via The Verge

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