Xiaomi Mi Mix 3 zerlegt: Einzigartiger Slider-Mechanismus des Smartphones enthüllt

Simon Stich 1

Xiaomi hat mit dem Mi Mix 3 ein ganz besonderes Smartphone vorgelegt. Die Frontkamera ist hinter einem Slider versteckt – doch wie funktioniert dieser Mechanismus eigentlich? Ein neues Video beantwortet genau diese Frage.

Xiaomi Mi Mix 3 zerlegt: Einzigartiger Slider-Mechanismus des Smartphones enthüllt
Bildquelle: JerryRigEverything.

Xiaomi Mi Mix 3: Slider mit einfachsten Mitteln

Handys mit einem Slider waren vor der Smartphone-Ära recht populär. Jetzt sind sie wieder da – wenn auch aus einem anderen Grund. Da das Display so vollflächig wie möglich sein soll, bleibt kaum mehr Platz für weitere Bauteile wie zum Beispiel die Frontkamera. Während viele Hersteller heutzutage auf einen Notch setzen, also auf eine Aussparung am oberen Displayrand, oder gleich ein Loch in das Display stanzen, geht Xiaomi mit dem Mi Mix einen anderen Weg. Die Selfie-Kamera verbirgt sich hinter einem Slider und ist nur dann sichtbar, wenn sie auch wirklich gebraucht wird.

Wie genau der chinesische Hersteller den Slider im Mi Mix 3 implementiert hat, zeigt ein neues Video von JerryRigEverything. Wie gewohnt nimmt Zack das Smartphone komplett auseinander und zeigt uns das Innenleben im Detail. Es stellt sich heraus, dass die Ingenieure von Xiaomi ganze Arbeit geleistet haben. Statt auf eine komplizierte Lösung mit einem Motor zu setzen, erledigen Magnete die ganze Arbeit. Im geschlossenen Zustand ziehen sie sich an – wird das Smartphone nach oben geschoben, um die Frontkamera zu öffnen, stoßen sich die Magnete ab. Mehr dazu hier im Video:

Auch von den Magneten abgesehen macht das Innenleben des neuen Xiaomi-Flaggschiffs einen guten Eindruck. Die beweglichen Teile sind bestens geschützt durch Gummi und Klebestreifen. Nach Angaben des Herstellers wurde der Slider in der Entwicklungsphase 300.000 mal geöffnet und wieder geschlossen, ohne Schaden zu nehmen.

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Slider statt Notch: Lösung für die Zukunft?

Xiaomi hat mit dem Mi Mix 3 bewiesen, dass sich alternative Herangehensweisen für altbekannte Probleme durchaus lohnen können. Smartphones brauchen eine Frontkamera, doch in den meisten Fällen muss sie einfach nicht zu jeder Zeit sichtbar sein. Der Schiebemechanismus garantiert ein Smartphone mit besonders dünnen Rahmen, die viel Platz für das Display lassen. Ein Notch oder ein Kameraloch wird so nicht benötigt. Auf die Dicke des Handys wirkt sich der Slider auch nicht aus. Das Mi Mix 3 kommt hier auf 8,5 mm, was der exakt gleiche Wert ist wie beim Samsung Galaxy S9.

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Auch andere Hersteller experimentieren mit Slidern und Pop-ups. Die Nex-Reihe von Vivo hat zum Beispiel eine Pop-up-Kamera, die auf Knopfdruck aus dem Smartphone fährt. Hier ist allerdings anders als beim Xiaomi Mi Mix 3 ein kleiner Motor verbaut. Auch das kommende OnePlus 7 könnte eine solche Kamera einsetzen. Dass ein Motor aber auch zu Problemen führen kann, hat zuletzt das Oppo Find X gezeigt. Beim Xiaomi Mi Mix 3 kann diesbezüglich aber Entwarnung gegeben werden. Im Bend-Test hat es eine gute Figur gemacht und ist nicht zerbrochen.

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