Die Hinweise auf die Features der kommenden Android-Version 4.4 KitKat mehren sich und zeichnen inzwischen ein immer klareres Bild dessen, was wir wohl bis Ende des Monats erwarten dürfen. Jüngste Informationen stammen von einem Insider-Informanten der Android Police und deuten auf überarbeitete Standorteinstellungen und eine Übersicht der Dienste hin, die den Standort abfragen.

 

Android 4.4 KitKat

Facts 

Auf der vergangenen Google I/O wurde eine neue Methode vorgestellt, mit der Apps stromsparend auf den ungefähren Standort des Smartphones zugreifen können. Dieser Fused Location Provider, der die Ortung mittels GPS, WLAN und Mobilfunknetz bündelt und einer App den genauen Standort (High Accuracy) oder aber den letzten bekannten, ungefähr ermittelnden Standort (Battery Saving) über eine einfache API zur Verfügung stellt, wird mit Version 4.4 KitKat auch Eizug in Androids Einstellungsmenü halten. So können Benutzer zukünftig noch einfacher bestimmen, ob Apps auf die genaue, die ungefähre, oder aber gar keine Position zugreifen können. Bislang mussten die einzelnen Methoden mit Checkboxen aktiviert werden, deren Kombination mitunter etwas verwirrend war.

jellybean-standorteinstellungen
kitkat-standorteinstellungen

Als Beweis für dieses neue Menü liefert Android Police ein Foto, das ein Google-interner Informant von einem Gerät mit KitKat schießen konnte. Ein weiteres Foto deutet auf einen einsehbaren Ortungsverlauf hin. Ist die Ortung per GPS auf dem Gerät erlaubt, ist bislang nicht erkenntlich, welche App eine GPS-Anfrage stellt — in den Benachrichtigungen taucht lediglich der Hinweis auf die Nutzung auf. Ab Android 4.4 zeichnet das System mit, welche Apps eine solche Anfrage stellen. So können Batteriefresser zukünftig leichter ermittelt und ihnen per App Ops — so es denn tatsächlich Einzug in das System halten wird — der GPS-Zugriff entzogen werden.

kitkat-standortverlauf-crop

Android Police selbst hält die Fotos für recht legitim, weißt aber darauf hin, dass es sich noch nicht um finale Software handelt. Gut möglich also, dass sich das Benutzer-Interface bis zur Veröffentlichung noch verändert oder dass die hier gezeigten Neuerungen nur auf Entwicklergeräten zur Verfügung stehen.

Quelle: Android Police [via PhoneArena]

Lukas Funk
Lukas Funk, GIGA-Experte.

Ist der Artikel hilfreich?