Android 4.4 KitKat: Warum die Statussymbole weiß und statisch sind

Amir Tamannai 18

Mit Android 4.4 hat sich auch visuell Einiges getan auf dem Homescreen von Smartphone und Tablet — eine der augenscheinlichsten kosmetischen Maßnahmen ist die Statusleiste am oberen Rand, die nunmehr transparent ist und nur noch weiße Symbole zeigt, statt wie zuvor blaue oder graue. Warum sich Google für diesen Minimalismus entschieden hat, wurde nun von einem der Android-Entwickler auf Google+ erklärt.

Android 4.4 KitKat: Warum die Statussymbole weiß und statisch sind

Alles so schön weiß hier! Androids neue Statusleiste besticht unter KitKat vor allem damit, transparent, einfarbig und, verglichen mit vorherigen Versionen, statisch zu sein — die Symbole für WLAN- und die mobile Netzwerkverbindung sind dort oben immer gleichfarbig, egal, ob eine Verbindung zu den Google-Servern besteht, oder nicht. Auch die kleinen Pfeilchen, die zuvor Down- oder Uploadaktivitäten anzeigten, sucht man am oberen Rand des Homescreen unter Android 4.4 vergebens.

Dan Sandler, seines Zeichens Software-Ingenieur bei Google hat in einem Kommentar auf Google+ nun kompakt erklärt, warum man sich bei der aktuellsten Android-Version für die Farbe der Unschuld und die Statik der Symbole entschieden hat:

So wurde Weiß neben ästhetischen Erwägungen tatsächlich gewählt, weil es sich mit der neuen Transparenz der Statusleiste optimal verträgt. Andere Farben, allen voran das ICS- und Jelly Bean-Blau (hexadezimaler RGB-Farbcode: #33B5E5), machten je nach Wallpaper Probleme hinsichtlich der Lesbarkeit.

Noch unter Android 4.3 zeigte die Farbe — entweder Blau oder Grau — des WLAN- und des Netzwerkverbindungs-Symbols an, ob Konnektivität mit den Google-Servern besteht … das war den meisten Nutzern aber gar nicht bewusst und hat sie eher verwirrt (im Netz gibt es tausende Einträge mit der Frage, was denn nun der Unterschied zwischen blauen und grauen Symbolen sei). In KitKat sind die Icons also immer weiß, die Signalstärke wird natürlich weiterhin mit Anzahl der ausgefüllten Balken angegeben. Der Status der Verbindung zu Google kann aber von Hardcore-Nutzern weiterhin schnell eingesehen werde: Einfach mit zwei Fingern die Statusleiste herunterziehen — in den Quick Settings werden sowohl WLAN- als auch mobile Netzwerkverbindung noch einmal angezeigt und im Falle von mangelnder Konnektivität orange eingefärbt (statt zuvor grau).

KitKat-connectivity-icons

Gleiches gilt auch für die kleinen Blinkepfeilchen, die zuvor in der Statusleiste darüber Auskunft gaben, ob das Smartphone gerade Daten ins Netz sendet oder empfängt. Laut Sandler war dies ebenfalls eine Information, die die wenigsten User wirklich interessiert hat, die vor allem aber — man glaubt es kaum — Ressourcenfresser war. Tatsächlich hat das ständige Generieren der Indikatoren sowohl an CPU und GPU als auch am Akku gezehrt und eigentlich nur für „visual noise“ gesorgt. Und somit ist auch dieses Feature in die Quick Settings-Ansicht gewandert, wo sich Nutzer, die ganz genau Bescheid wissen wollen, weiterhin darüber informieren können, ob Up- und Download aktuell stattfinden.

Hier die Ausführungen von Dan Sandler im Original (leider ist er recht tief in den Kommentaren zu diesem Post vergraben und somit hier nicht einbindbar):

Seems like this is as good a place as any to explain the changes to the system status icon colors in KK.

  1. Whiten ALL the status bar icons! Aesthetic concerns definitely factored into this (as has been mentioned elsewhere, a more neutral SystemUI allows apps to manage their own color palettes a bit better), but also keep in mind that with the new translucent bars feature, the color became a usability problem. Good old 33b5e5 doesn’t pop as well on top of random wallpapers, even with the background protection.
  2. What about the MCS GCM indicator? +Liam Spradlin basically called it: “Overall, network connectivity has been made strangely more opaque in KitKat, though for many average users this isn’t a huge concern.“ In fact, most users find the colors confusing, if they notice them at all. Even the vanishingly small fraction of users who understood what the gray meant only really looked for it when things weren’t working right; now you and I just have to remember to actually pop into quick settings to look for things like GCM liveness (orange is the new gray) and in/out indicators. Which brings me to…
  3. B—BUT MY BLINKENLIGHTS?! So this (the removal of the little in/out data traffic arrows from the RSSI) was mostly a performance consideration, believe it or not. The way the data bits are bubbled up and drawn was not only causing a ton of extra rendering work, but actually forcing a layout (!) in the status bar as well. We could have more aggressively cached the bitmaps (rather than creating new BitmapDrawables from resource IDs every time, which was causing the relayout) but that would still have left all the drawing—multiple times per second in some cases—sucking away precious CPU and GPU from your game or Launcher animations or whatever. In the end it seemed like a lot of work (and battery) for what was effectively visual noise, so this too was booted to Quick Settings where it would be available for us nerds.

Quelle: Dan Sandler bei G+ [via Android Police]

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