Project Svelte: Beendet Google mit KitKat die Android-Fragmentierung ein für alle Mal?

Johannes Kneussel 1

Erinnert ihr euch noch an Project Butter? Das „Projekt“ war ein Teil von Android 4.1 und hatte zum Ziel, dass System schneller und verlässlicher zu  machen. Mit Android 4.4 hat jetzt Project Svelte Einzug gehalten und soll dabei helfen, die Android-Fragmentierung zu verringern.

Project Svelte: Beendet Google mit KitKat die Android-Fragmentierung ein für alle Mal?

OK, so viel gleich vorneweg: Komplett beenden wird Project Svelte die Android-Fragmentierung sicherlich nicht. Aber es könnte dabei helfen, sie etwas zu reduzieren. Ebenso war es ja auch bei Project Butter. Android ist manchmal immer noch nicht komplett flüssig (kommt natürlich stark auf das jeweilige Gerät an!), aber schon ein gutes Stück besser als vorher:

Mit Project Svelte war es das Ziel von Google, die neuesten Features und Designs (also die neusten Android-Versionen) auch für ältere Android-Geräte verfügbar zu  machen, indem man den „Memory Footprint“ reduziert. Das bedeutet, dass man die Systemanfordernungen reduzieren wollte, genauer gesagt die Anforderungen an den Speicher und die CPU.

So soll Android 4.4 dann auch auf Geräten laufen, die nur 512MB RAM zur Verfügung haben. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Dave Burke (der auch hinter Project Butter steht) und sein Team ein Nexus 4 beschnitten: Es hatte nur noch 512MG RAM zur Verfügung und lief mit einem langsam getakteten Dual-Core-Prozessor. Und trotzdem wollte man erreichen, dass Android 4.4 auf diesem Gerät flüssig läuft.

Wenn das eigene Gerät allerdings älter als zwei Jahre ist oder einfach nicht mehr vom Hersteller unterstützt wird, hat man natürlich trotzdem Pech gehabt, es sei denn, man möchte sein Gerät rooten.

Die genauen Änderungen

Hauptsächlich vier Dinge wollte Google mit Project Svelte verändern:

  • Reduce the footprint of the system.
  • Reduce the footprint (memory usage) of the apps that run on a Google Experience (Nexus) device.
  • Fix how apps react and crash during bad memory situations.
  • Provide better measurement and instrumentation of how apps are running in Android so developers can see how memory-conscious their apps are.

Der (Speicher-)Fußabdruck von Android im Allgemeinen ist also angepasst worden, dann die Apps für Nexus-Geräte, aber auch das Verhalten von Apps und wie sie sich bei einem Crash oder Speichermangel verhalten. Schlussendlich sollte es Programmierern erleichtert werden, ihre Apps bezüglich des Speicherverbrauchs zu optimieren.

All die Änderungen werden wahrscheinlich nicht sofort ins Auge fallen und ihre Auswirkungen sind auch von Herstellern und Programmierern abhängig. Google war aber sicherlich in der Lage, das System etwas schlanker zu machen und den Herstellern eine Ausrede zu nehmen, wieso es keine Updates für etwas ältere Geräte gibt. Wie sich Project Svelte tatsächlich auswirkt, werden wir wohl erst feststellen, wenn es Low-End-Geräte mit Android 4.4 KitKat gibt.

Quelle:  readwrite, via Talk Android, Phandroid

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