Aufrufe selbst generiert? & Strafanzeige gegen die Kanzlei

Am 16. Dezember berichteten wir: Die Kanzlei Urmann + Collegen ist sich sicher, dass die Abmahnungen vor Gericht standhalten würden. Mittlerweile geht man davon aus, dass die Aufrufe durch eigenes Zutun generiert wurden. Außerdem kündigte man an, auch andere Portale im Visier zu haben.

Am 17. Dezember schrieb Kollege Kamal: Johannes Rüden stellte gegen die Rechtsanwaltskanzlei Strafanzeige. Der Anwalt geht davon aus, dass seine Kollegen „Auf die Schnauze fliegen“.

Auch RedTube selbst soll tätig geworden sein & Fehler in der Rechtekette

Der 23. Dezember 2013: Müller | Müller | Rößner stellt ebenfalls Strafanzeige gegen die Rechtsanwaltskanzlei. Auch RedTube soll zu diesem Zeitpunkt rechtliche Schritte eingeleitet haben.

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Am 30. Dezember berichteten wir über Fehler in der Rechtekette der Filmeverwerterfirma Archive AG. Die Anwaltskanzlei hätte womöglich gar keine Abmahnungen aussprechen dürfen.

7. Januar 2014: Rechtsanwalt Müller beschäftigt sich mit der Frage, ob Streaming legal ist - oder nicht.

14. Januar: Die Rechtsanwaltskanzlei Urmann + Collegen räumt erstmals Zweifel ein und stellt fest, dass bei Fehlern in der Rechtekette sogar Schadensersatzklagen fällig werden könnten. Außerdem beklagt sich der Anwalt über mehrere Morddrohungen, die täglich bei diesem eingehen.

16. Januar: Die Filmeverwertefirma Archive AG ist umgezogen und es fand ein Führungswechsel statt.

17. Januar: Ein Gutachten der Software GLADII 1.1.3 wurde veröffentlicht, welches allerdings weitere Fragen aufwirft. Vor allem erhält man keine Antwort auf die Frage, wo die Daten erfasst wurden.

24. Januar: Mittlerweile räumt das Landgericht Köln erhebliche Zweifel an der Herausgabe der Adressdaten ein und erste Abmahnungen wurden zurückgenommen. Das Ende der Abmahnwelle scheint in Sicht: Die Anwälte dürfen keine Abmahnungen mehr verschicken.