Wem gehört die Domain? So findest Du es heraus!

Marco Kratzenberg

„Wem gehört die Domain?“ In Deutschland gilt für Webseiten eine Impressumspflicht - zumindest für kommerzielle Domains. Theoretisch sollte man dort feststellen können, wem eine Domain gehört. So findet man den besitzer sicher heraus.

Wem gehört die Domain? So findest Du es heraus!

Wenn ich das wissen will, muss ich bei einem entsprechenden Registrierungsdienst oder einer der zahlreichen Whois-Seiten nachsehen. Dort wird mir dann zumindest angezeigt, wem eine Domain angeblich gehört. Denn während in Deutschland für DE-Domains strenge Regeln gelten, sieht das bei internationalen Domains oft ganz anders aus. Doch auch in Deutschland kann man sich als Domaininhaber vor neugierigen Blicken verstecken.

Wem gehört die Domain - in Deutschland?

Die Deutschen sind gründlich und teilweise auch sehr umständlich. Hier herauszubekommen, wem eine Domain mit der Domainendung DE gehört, ist keine Sache von nur einem Klick. Überall auf der Welt wird bei einer Domainanmeldung zwischen dem „Domaininhaber“ und dem „administrativen Ansprechpartner“ (Admin-C) unterschieden. Das muss nicht identisch sein. Und was dort eingetragen wird, unterliegt verschiedenen internationalen Regeln.

In Deutschland gilt die Regel, dass entweder der Domaininhaber oder zumindest der Admin-C eine postalisch erreichbare Adresse in Deutschland haben muss. Nur wenn es einen Ansprechpartner auf deutschem Boden gibt, darf man eine DE-Domain registrieren. Wie man oben, am Beispiel von ebay.de, sieht, kann der Besitzer also durchaus in einem anderen Land sitzen. Im Impressum wiederum muss keine dieser Firmen oder Personen stehen.

Zumeist trifft einer von zwei Gründen zu, wenn jemand herauskriegen will, wem gehört die Domain? Entweder will man sie kaufen, oder man will den Verantwortlichen wegen irgendwelcher missliebigen Inhalte zur Rede stellen. Doch wenn man das bei manchen seltsamen Domains versucht, läuft man ins Leere. Entweder nutzen solche Webseiten gleich eine internationale Domainendung, wie etwa COM oder NET, oder sie verstecken sich hinter dubiosen Rechtsanwälten, die solche Dienste anbieten. Hier kommen wir zumindest im Falle eines Rechtsstreites an den wirklichen Domaininhaber. Doch dafür ist dann ein Auskunftsersuchen eines Staatsanwaltes notwendig.

Übrigens ist es vor deutschen Gerichten durchaus nicht eindeutig, inwiefern ein Admin-C für Rechtsverletzungen auf Webseiten verantwortlich ist. Sollten sich auf einer Webseite also Inhalte finden, die strafrechtlich relevant wären, so ist der Admin-C nicht zwangsläufig derjenige, der seinen Kopf hinhalten muss. Es ist nicht leicht, da zu seinem Recht zu kommen. Man braucht einen cleveren, sachkundigen Anwalt und außerdem Geld oder einen gute Rechtsschutzversicherung. Und auch dann hängt es noch davon ab, ob sich das Gericht der Meinung anschließen will.

Wem eine deutsche Domain gehört, kann nur eine einzige Webseite beantworten. Der DENIC verwaltet alle DE-Domains und stellt die Regelungen für deren Registrierung auf. Damit nicht jeder einfach über automatisierte Programme Inhaberdaten abgreifen kann, hat der DENIC seit geraumer Zeit eine Art Abfragesperre eingebaut. Bevor man die Registrierungsdaten angezeigt bekommt, muss man zuerst ein Captcha-Bild lösen und in das Abfrageformular eingeben. Erst dann bekommen wir die Daten präsentiert.

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