Kostenlose Office Programme für alle: Unsere Empfehlungen

Marco Kratzenberg

Microsoft-Office ist ein weltweiter Standard. Da gibt’s gar keine Diskussionen. Aber es gibt auch eine Reihe von Alternativen und die machen MS mächtig Konkurrenz!

Mehrere Officepakete, die von vornherein als Alternativen gedacht waren, sind mittlerweile kostenlos und so weit entwickelt, dass man selbst als Power-User nichts vermisst. Word, Excel und Powerpoint haben leistungsstarke Mitbewerber und selbst die kommerziellen Konkurrenten müssen sich nicht verstecken, sind aber dennoch wesentlich günstiger. Hier mal ein Überblick über die MS-Office-Clones.

Gratis Office-Programme sind up-to-date

Auch wenn die kostenlosen Officepakete technisch auf dem neusten Stand sind, haben sie doch eins nicht mitgemacht: Da es sich um Eigenentwicklungen und nicht um Kopien handelt, verzichten sie alle auf das Ribbon-Layout der Menüs. Diese seltsame Menüstruktur, die eigentlich nirgends anders zu finden ist, hat Microsoft für all seine Officeprogramme und den Browser eingeführt – zum Unverständnis seiner Benutzer. Was soll eine Menüsteuerung, die sich nicht nur von Langgewohntem unterscheidet, sondern auch von allen anderen Programmen auf der Welt?

Doch wie gesagt: Diese „Neuerung“ machen die kostenlosen Office-Programme zum Glück nicht mit. Wer MS-Office schon länger kennt, wird sich sofort zurecht finden. Und Einsteiger wissen zumindest schon mal, wo sie gucken müssen.

Doch auf allen anderen Gebieten zeigen sich die kostenlosen Officeprogramme dem Vorbild gewachsen. Die Bedienung erinnert an die älteren MS-Office Versionen und sogar die meisten Hotkeys sind die gleichen. Doch viel wichtiger ist, dass der Datenaustausch funktioniert. Denn wenngleich sicher der Anteil der kostenlosen Officepakete steigen wird und der Marktanteil von Microsoft abnimmt: Wenn man heutzutage seine Dokumente nicht im MS-Format öffnen oder speichern kann, dann ist man aufgeschmissen. Und so kann ich all jene beruhigen, die da Probleme befürchten: Die modernen Ausweichmöglichkeiten unter den Office-Programmen beherrschen alle gängigen Dateiformate sowohl schreibend als auch lesend. Der Datenaustausch mit anderen ist also kein Problem! Was das angeht sind die kostenlosen Officeprogramme sogar besser als das kommerzielle Vorbild. Und auch der PDF-Export ist bereits eingebaut.

Kostenlose Office-Programme: OpenOffice oder LibreOffice?

Diese Frage ist ein bisschen so wie Coke Light oder Coke Zero? Kaum ein Mensch ist in der Lage, hier auf Anhieb einen Unterschied zu sehen. Allerdings gibt es solche Unterschiede. OpenOffice und LibreOffice haben nämlich dieselben Wurzeln und zwar einen MS-Office-Konkurrenten aus den 80ern. Der wurde weltweit erfolgreich und dann von einem Großkonzern aufgekauft. Daraus entstand OpenOffice. Dieses Paket wurde lange Jahre als OpenSource weiterentwickelt, bis es nach einem weiteren Besitzerwechsel zu einem Streit kam. Daraufhin spaltete sich eine Gruppe ab, nahm den bisherigen Arbeitscode mit und nannte ihre Version fortan LibreOffice.

Während OpenOffice eine gewisse Zeit stagnierte, wurde LibreOffice weiterentwickelt, was sich vor allem auf Bugkorrekturen sowie kleine Neuerungen bezieht. Vor allem aber ist das Setup wesentlich besser gelöst. Denn OpenOffice kopiert seinen gesamten Code auf die Festplatte und installiert sich dann an einer anderen Stelle. Will man das Programmpaket später deinstallieren, so müssen die Installationsdaten noch auf der Platte sein – So ein Unsinn! Im Gegensatz dazu verhält sich LibreOffice wie jedes normale Programm – platzsparend.

Beide kostenlosen Office-Programme bestehen aus sechs unterschiedlichen Modulen mit den gleichen Namen. Writer heißt hier wie da die kostenlose Textverarbeitung, die als Pendant zu Wort gesehen werden kann. Calc heißt der Ersatz für Excel. Und Impress heißt hier das, was sich bei Microsoft Powerpoint nennt. Zusätzlich gibt es noch einen Formeleditor mit dem Namen Math, eine Datenbank namens Base sowie das Grafikprogramm Draw. Sie alle sind bei Bedarf einzeln installierbar und es gibt von beiden Paketen auch portable Versionen, die man auf einen USB-Stick packen kann.

Beide Pakete lassen sich durch verschiedene Extensions auch einfach erweitern und anpassen. Außerdem bieten sie viele Gratisvorlagen, die aus diesen kostenlosen Office-Programmen noch mehr herausholen können.

Microsoft Office oder eine kostenlose Alternative?

Microsoft Office war lange Zeit die unangefochtene Nummer Eins bei Büro-Software. Inzwischen gibt es aber zahlreiche Alternativen, die man sich kostenlos herunterladen kann. Was nutzt ihr lieber? Nehmt an unserer Umfrage teil und erfahrt, wie die anderen Leser abgestimmt haben!

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