Sollte man die Auslagerungsdatei von Windows 7 verändern?

Marco Kratzenberg

Die Auslagerungsdatei von Windows 7 erfüllt eine wichtige Aufgabe. Sie ist kein riesiger Mülleimer, in dem sich unnötiger Kram ansammelt, sondern sie erweitert den Speicher unseres Rechners, wenn es eng wird.

Sollte man die Auslagerungsdatei von Windows 7 verändern?

Als Speichererweiterung ist diese Datei sehr nützlich und man sollte sich dreimal überlegen, etwas an den Standardeinstellungen zu ändern oder die Funktion zu deaktivieren. Nur manchmal macht sie echte Probleme und dann bleibt und nichts anderes übrige, als sie gnadenlos zu löschen und bei Null anzufangen.

Tipp: Auslagerungsdatei in Windows 10, 7, 8 ändern & deaktivieren.

Wie arbeitet die Auslagerungsdatei von Windows 7?

Wenn wir von der Auslagerungsdatei reden, dann meinen wir tatsächlich eine Datei. Sie heißt pagefile.sys und findet sich im Hauptverzeichnis der Start-Festplatte. In den üblichen Ordnereinstellungen von Windows ist sie dummerweise gar nicht zu sehen, da sie als Systemdatei ausgeblendet wird und Windows zudem „bekannte Dateiendungen“ weglässt.

Wie groß diese Datei ist, hängt u.a. vom vorhandenen Hauptspeicher ab. Und wie sie verwendet wird auch. Denn sie ist, wie schon erwähnt, eine Hilfe für unseren Speicher und das muss man sich so vorstellen: Trotzdem in moderne Rechner immer mehr und mehr Speicher eingebaut wird, hat man anscheinend nie genug davon. Windows-Programme fressen diesen Speicher, als würde er nie zu Ende gehen. Wenn wir mehrere Programme gleichzeitig geöffnet haben, etwa mehrere Browserfenster, ein Officeprogramm, im Hintergrund ein Chatprogramm sowie mehrere Utilities, dann reicht der Hauptspeicher einfach nicht aus! Und dann fängt Windows an, Speicherinhalte auszulagern…

Dabei entscheidet eine ausgeklügelte Automatik, welche Programme im Hauptspeicher gehalten werden müssen, weil man schnell auf sie zugreifen muss. Die „unwichtigeren“ Programme werden in die Auslagerungsdatei geschrieben. Dadurch kann Windows weiterarbeiten, wenn der Speicher eigentlich schon gar nicht mehr reichen würde. Und braucht man die Speicherinhalte der ausgelagerten Anwendungen, dann greift Windows 7 auf die Auslagerungsdatei zu, holt sie dort raus und schreibt den Inhalt eines anderen Programm in die Datei.

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25 Situationen, in denen Windows vollkommen versagt hat.

Wie kann man die Größe der Auslagerungsdatei in Windows 7 beeinflussen?

Die Automatik der Speicherverwaltung arbeitet eigentlich verdammt gut. Mein genereller Tipp würde lauten, von der Auslagerungsdatei lieber die Finger zu lassen und bei wirklich dauerhaft hohem Speicherbedarf den Hauptspeicher aufzurüsten. Windows bietet uns die Möglichkeit, die Größe der Auslagerungsdatei selbst einzustellen. Wir können sie sogar ganz abschalten. Nun mögen einige Experten denken „Hey, wenn ich die abstelle, dann schreibt Windows keine Speicherinhalte mehr auf die langsame Festplatte und mein Rechner wird schneller!“ Leider ist das Gegenteil der Fall. Denn wenn der Speicher voll ist, verweigert Windows einfach den Dienst und teilt uns lakonisch mit, dass wir nichts mehr laden können, irgendwelche Programmausführungen nicht möglich sind und wir Programme schließen müssen. Alternativ stürzt das Betriebssystem auch einfach mal ab.

In der Systemsteuerung finden wir unter „System“ links im Menü die Option „Erweiterte Systemeinstellungen“. Dort befindet sich unter dem Kartenreiter „Erweitert“ die Möglichkeit, visuelle Effekte oder auch die Speichernutzung zu manipulieren. Ein Klick auf „Einstellungen“ öffnet das obige Fenster, wo wir wiederum unter „Erweitert“ nun die Möglichkeit bekommen, die Auslagerungsdatei von Windows 7 zu verstellen. In der Standardeinstellung ist eine automatische Verwaltung aktiviert. Und es ist durchaus vernünftig, es dabei zu belassen. Bestenfalls sollte man den Maximalwert erhöhen, aber ausschalten oder verkleinern sollte man die Auslagerungsdatei nicht.

Was war dein erstes Betriebssystem? (egal ob Desktop oder Mobile)

Mein erstes Betriebssystem war Windows 3.1. Danach kam Windows 98, ME, XP und 7. Vista, Windows 8 oder Windows 10 sind nicht meine Betriebssysteme. Mittlerweile bin ich bei Linux Mint Cinnamon gelandet. Wie sehen eure Erfahrungen aus? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare.

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