ZIP-Datei erstellen mit Freeware - so geht's ganz leicht!

Marco Kratzenberg

Das ZIP-Format ist nach wie vor der weltweite Packerstandard. Es ist wunderbar bequem, damit komprimierte Archivdateien herzustellen, die jeder öffnen kann. Doch wie wird das gemacht?

ZIP-Datei erstellen mit Freeware - so geht's ganz leicht!

Erstaunlicherweise gehört auch nach Jahrzehnten Windows ein Packer für das Format noch nicht zum Betriebssystem. Dafür gibt es aber reichlich kostenlose und kommerzielle Programme, die sich dem Thema widmen. Mit allen kann man eine ZIP-Datei erstellen und noch viel mehr…

Zip-Dateien erstellen – packen und entpacken

Eine ZIP-Datei ist im Grunde mit einem Karton zu vergleichen, in den man viele verschiedene Dinge packen kann. Doch bevor sie in den Karton kommen, werden die Dinge stark zusammengepresst. Dadurch passen in diesem „ZIP-Karton“ auch Dinge, die eigentlich größer als der Karton selbst sind. Und jeder kann diesen Karton aufmachen und die Sachen wieder herausholen. Vorausgesetzt, er hat das nötige Werkzeug, die zusammengepressten Dinge wieder aufzublasen. Und wenn man will, kann man den Karton sogar verriegeln und mit einem Passwort schützen.

Diese Metapher beschreibt recht passend den Vorgang des „Zippens“ und was man dafür braucht: Um eine ZIP-Datei zu erstellen, zu bearbeiten und auch zu entpacken, benötigt man ein entsprechendes Spezialprogramm. Während es in der Anfangszeit des ZIP-Formats nur ein kommerzielles Programm gab, können wir heute aus einer Vielzahl guter Anwendungen wählen. Eins der besten Programme ist mit Sicherheit 7-Zip.

Das Programm integriert sich hervorragend in die Windows-Oberfläche und kann so ziemlich jedes gepackte Format auch entpacken. Tatsächlich kann man damit sogar eine ISO-Datei öffnen, wie CD-Brennprogramme sie als Abbild anlegen. 7-Zip wird fester Bestandteil von Windows und steht, im Kontextmenü von Windows, das man mit einem rechten Mausklick erreicht, für alle möglichen Pack- und Entpackoperationen zur Verfügung. Um also eine Datei, mehrere Dateien oder ganze Ordnerstrukturen zu packen, muss man lediglich die Dateien mit der Maus markieren und dann mit der rechten Maus draufklicken. Im nachfolgenden Kontextmenü gibt es einen Menüpunkt 7-Zip, der mehrere Unterpunkte anbietet. Beispielsweise „Zu einem Archiv hinzufügen“. Dieser Menüpunkt öffnet ein Fenster, in dem wir noch verschiedene Einstellungen vornehmen können. Dazu zählen z.B. das Packerformat, die Kompressionsstärke und natürlich der Dateiname. Und wie schon erwähnt, bietet das Tool auch einen Passwortschutz.

Eine passwortgeschützte ZIP-Datei erstellen

Gerade wenn man Dateien nicht nur aus Platzgründen packt, sondern um sie weiterzugeben, sollte man auch über einen Passwortschutz nachdenken. Mit fast allen Packprogrammen kann man eine ZIP-Datei erstellen und sie dann mit einem Passwort versehen. Dieser Passwortschutz gehört zum ZIP-Standard und wird auch beim Entpacken von allen Programmen berücksichtigt.

Im Optionsfenster von 7-Zip finden wir rechts unten die Möglichkeit, der zu erstellenden Datei ein Passwort hinzuzufügen. Wahlweise sogar im hochsicheren AES-256-Standard. Allerdings sollte man wissen, dass man ZIP-Passwörter mit Hilfe der sogenannten Brute-Force-Methode knacken kann. Dabei teste ein Programm einfach nacheinander blitzschnell alle erdenklichen Kombinationen aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen durch. Wenn der Inhalt wichtig genug ist, man genug Zeit hat und einen schnellen Rechner, kann man so ein Passwort knacken. Das dauert allerdings umso länger, je komplexer das Passwort ist! Es sollte nach Möglichkeit etwa 20 Zeichen haben und aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen in Groß- und Kleinschreibung bestehen. Dann ist der Versuch, so eine Datei zu knacken, nahezu aussichtslos.

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