Airheart - Tales of broken Wings: Ein Spiel mit Höhen und Tiefen

Daniel Nawrat

Fische, Piraten und Flugzeuge? Hört sich erstmal nach einer ungewöhnlichen Mischung an. Airheart vereint aber alle diese Elemente und noch viel mehr. Wir haben die neuste Schöpfung der Blindflug Studios vorab angespielt.

Airheart - Tales of broken Wings - Release Trailer.

Die Geschichte von Airheart: Tales of broken Wings baut auf dem vorangegangen Spiel Cloud Chasers: A Journey of Hope auf. Dort war ein Vater zusammen mit seiner Tochter noch verzweifelt auf der Suche nach einem Weg aus der Wüste. Inzwischen sind aber zehn Jahre vergangen und aus der kleinen Tochter ist eine junge Frau herangewachsen.

Ihr Name ist Amelia. Sie lebt jetzt in Granaria, einer fliegenden Stadt hoch in den Wolken. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich mit dem Fischen, doch muss sie stets auf der Hut sein, da Piraten die Lüfte unsicher machen. Als sie ihren Vater damals in der Wüste verlor, hat sie es sich nun zur Aufgabe gemacht den sagenumwobenen Himmelswahl zu finden. Der hält sich aber nur ganz oben in der Stratosphäre auf.

Mach dir dein Flugzeug, wie du es willst

Dein Ziel als Spieler ist es also, dich in dein Flugzeug zu schwingen und dich auf die Suche nach Fischen zu begeben. Diese stellen mit die wichtigste Ressource im Spiel dar und werden benötigt, um dir neue Flugzeugteile zu kaufen oder dir selber welche zu craften. Dabei ist erwähnenswert, dass Airheart in dieser Hinsicht erstaunlich realistisch ist. Jedes Level verfügt nämlich über einen begrenzten Fischbestand. Solltest du es also mal übertrieben haben, werden die Fische von anderen Arten verdrängt, was somit auch deine Einnahmen drastisch reduzieren kann.

Neben Fischen sind andere Materialien ebenso wichtig. Diese verstecken sich entweder in den Leveln selbst oder du erhältst sie, wenn du Gegner besiegst. Was machst du jetzt also genau mit all diesen Ressourcen? Du kaufst dir entweder Upgrades für dein Flugzeug oder stellst selbst welche her. Beim Crafting-System ist jedoch stets Kreativität gefragt, da jedes der Rezepte entdeckt werden muss. Insgesamt gibt es über 40 verschiedene Flugzeugteile und Waffen, die hergestellt werden können.

Kreativität wird belohnt

Hast du dich für eine Kombination entschieden geht es ab in die Lüfte. Die Twin-Stick-Steuerung erfordert bei ungeübten Spielern anfangs zwar ein wenig Übung, spielt sich aber sehr flüssig. Das Besondere an Airheart sind die zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten mit deiner Harpune. Diese ist eigentlich dafür gedacht, um besonders große Fische an Land zu ziehen, kann aber auch deutlich vielseitiger eingesetzt werden.

In Airheart wird Kreativität stets belohnt. Du kannst beispielsweise deine Harpune auf gegnerische Flugzeuge schießen und sie dann ganz gemütlich mit deinem Maschinengewehr zerstören. Alternativ schmetterst du sie einfach gegen das nächste Hindernis.

Einige der Flugzeuge verfügen über zusätzliche Schilde. Diese kannst du mit Hilfe deiner Harpune loslösen, was sie dann angreifbarer macht. Ebenfalls ist es möglich, dass du dir ihren Treibstofftank schnappst, um ihn dann für massiven Schaden gegen sie zu schleudern. Solltest du außerdem mal einen kleinen Geschwindigkeitsschub benötigen, feuerst du einfach dein Maschinengewehr nach hinten ab. Das Spiel steckt voll von solchen verstecken Mechaniken und sorgt dadurch oft für Freudenmomente, wenn du sie zufällig beim zocken entdeckst.

Wenn du abstürzt, ist alles vorbei

Der Weg bis zur Stratosphäre und somit zum Himmelswahl ist definitiv kein leichter. Insgesamt warten 14 verschiedene Level auf dich, die alle aufeinander aufbauen und somit eine 3D-Welt bilden. Je höher du aufsteigst desto mehr Gefahren lauern aber auf dich. Die Piraten oder aber High-Tech-Drohnen werden immer mehr zum Problem aber auch die Fische werden immer exotischer und lassen sich deutlich schwieriger fangen. Alle paar Level wartet außerdem ein Boss auf dich.

Was passiert also, wenn du mal abstürzt? Das Spiel ist jedenfalls nicht direkt vorbei, denn du hast eine letzte Chance eine Bruchlandung auf deiner Basis hinzulegen. Je nachdem wie weit oben du warst, kann das aber wirklich zur Herausforderung werden. Auf deinem Sturzflug nach unten musst du nämlich jeder bisherigen Insel ausweichen. Sollte dir die Landung gelingen, fallen im schlimmsten Fall einige deiner Bauteile ab. Wenn du es jedoch nicht schaffst, bedeutet das leider Game Over und du musst komplett von vorne beginnen.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass Fans von Rogue-like-Spielen hier definitiv auf ihre Kosten kommen werden. Das Crafting-System ist simpel aber dennoch fordernd, da jede Komponente erst eigens entdeckt werden muss. Die Steuerung funktioniert gut und präzise, wobei eine kurze Eingewöhnungsphase definitiv notwendig ist. Optisch macht Airheart wirklich was her und besticht durch seine originelle Grafik. Ebenso die einzelnen Passagen nach den Bosskämpfen, in denen du mehr zu den Hintergründen der Story erhältst, sind schön inszeniert.

Ein kleines Problem könnte jedoch das sich wiederholende Gameplay darstellen. Zu Beginn des Spiels wirst du dich primär auf die Suche nach Ressourcen begeben und musst somit regelmäßig zurück in deine Basis fliegen, um deinen Fang in Sicherheit zu bringen. Das macht spielerisch zwar durchaus Sinn, jedoch tritt irgendwann eine gewisse Ermüdung ein. Einerseits, weil du auf deinem Weg nach unten durch alle bisherigen Level hindurchfliegen musst. Andererseits, weil du dich bei deinem nächsten Start wieder durch alle vorherigen Ebenen durchkämpfen musst. Für so manchen Spieler macht das aber womöglich genau den Reiz aus.

Airheart ist definitiv kein Zuckerschlecken was den Schwierigkeitsgrad angeht. Es gibt aber noch andere fordernde Spiele. Wir haben die härtesten für dich in der Übersicht.

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Das sind die schwierigsten Spiele aller Zeiten.

Airheart: Tales of broken Wings erscheint am 24. Juli 2018 für die PS4 und PC. Später soll es außerdem noch für Xbox One und Nintendo Switch erscheinen. Bist du Fan von derartigen Rogue-like-Spielen? Welches Feature von Airheart hört sich für dich am interessantesten an? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.

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