Anno 2205 im Test: Wir nehmen den Aufbau-Simulator genauer unter die Lupe

Mike Koch 5

Am 3. November kam mit Anno 2205 der sechste Teil der beliebten Aufbau-Simulation aus dem Hause Blue Byte Mainz auf den Markt. Wir haben uns den Nachfolger von Ann0 2070 angeschaut und zeigen euch in diesem Test, ob der neue Teil sich lohnt oder ob ihr die Finger davon lassen solltet.

Anno 2205 im Test: Wir nehmen den Aufbau-Simulator genauer unter die Lupe
Anno 2205 - Launch-Trailer.

Albert Einstein sagte vor einiger Zeit: “ Ich denke niemals an die Zukunft. Sie kommt früh genug.“ Mit dieser Aussage hat er natürlich Recht! Und in diesem Fall kommt sie früher als erwartet. Dank des neuen Aufbau-Simulators von Blue Byte Mainz können wir uns schon jetzt mit dem Jahr 2205 beschäftigen. Das ist nun der zweite Teil nach der Übernahme durch Ubisoft, der in der Zukunft spielt. Nachdem wir in Anno 2070 in die Nahe Zukunft gereist sind, können wir uns jetzt anschauen wie unsere Ur-Ur-Urenkel in ferner Zukunft leben werden.

Außen hui, innen auch hui?

Da können wir nur sagen: Mann, sieht das schön aus! In Anno wurde wirklich an viele Kleinigkeiten gedacht. Während wir in Anno 2070 schnell die Übersicht verlieren konnten wegen der komplexen Produktionsstränge, ist das in der ferneren Zukunft doch simpler. Wer trotzdem seine Probleme hat, sich in die verschiedenen Produktionen von Molybdän, Silizium oder der Algenproduktion einzuarbeiten, wird getröstet. Die verschiedenen Fabriken und Produktionsstätten sind so schön detailreich aufgebaut, dass es schon Freude genug bereitet, bei der Produktion zuzuschauen. Mit der Zeit versteht da jeder die verschiedenen Produktionswege. Konzentrieren wir uns zuerst einmal auf die Grafik. Auch Anno 2070 war schon ein schönes Spiel und der neue Ableger tritt dort erfolgreich in die Fußstapfen. Vor allem weil es im neuen Anno möglich ist, eine freie Kamera zu wählen, kann man viel Zeit damit verbringen, sich jedes Detail und sonstige schöne Element anzuschauen. Natürlich schlägt sich sowas auch in den System-Anforderungen für das Spiel wieder. Diese sind leider sehr hoch und vielleicht auch zu hoch für einen Aufbau-Simulator. Dazu können wir aber gleich anmerken, dass das Spiel auch auf mittleren Einstellungen noch immer unglaublich gut aussieht, so dass es auch Besitzer von Mitteklasse-PCs verschmerzen lässt, wenn sie nicht in Ultra spielen können. Zumal die Grafik bei einem Aufbau-Simulator nur zweitrangig sein sollte.

Immer weiter in die Zukunft und doch wie 1602!

Anno bleibt sich treu. Wie schon im ersten Anno, als wir einen Kontor bauen mussten, ist nun unsere Aufgabe ein Lagerhaus für den Start unseres baldigen Imperiums zu errichten. Der Aufbau von Straßen und den ersten Wohngebäuden wirft uns direkt in diese Anno-Welt, die wir schon so viele Jahrhunderte verfolgen. Doch gleich zu Beginn wartet schon eine der größten Veränderungen auf uns, die der neue Ableger mit sich bringt. Anno 2205 verbindet den Endlosspiel-Modus mit der Kampagne zu einem gemeinsamen Modus. Wir können nun also beruhigt die Kampagne spielen und müssen dann nicht von vorne anfangen, sondern können gleich an dem bestehenden Imperium weiterwerkeln.

Wie schon in Anno 2070 fehlen auch in diesem Spiel Computer-Konkurrenten, die uns das Arbeiten an unserer Siedlung erschweren oder uns in den Krieg treiben. Wir bauen unser Unternehmen als kleiner Firmenchef ganz alleine auf und treffen nur am Rande auf andere Unternehmen oder Gruppen in Nebenmissionen, zu denen wir gleich noch kommen. Unsere doch sehr langweilig konstruierten Assisstenten erzählen uns, ob uns Firmen im Ranking überholen oder ob wir sie hinter uns lassen. Wir sind der Meinung, dass Blue Byte sich diese faden, kurzen Anmerkungen der Assisstenten, getrost hätte sparen können. Weder machen sie die Story spannend noch helfen sie wirklich weiter im Spielverlauf.

Wie wir die Story und das Spiel bewerten, seht ihr auf der nächsten Seite. 

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