Anthem: Wir fliegen, schießen und erleben die große Freiheit

Lisa Fleischer

Nach Mass Effect: Andromeda hat Entwickler BioWare keinen guten Stand und auch Electronic Arts hat mit dem eigenen Image-Problem zu kämpfen. Dabei haben die Entwickler große Pläne für ihr neues Spiel Anthem – und die sehen zumindest auf den ersten Blick gar nicht schlecht aus.

Unser Fazit zu dem, was wir auf der E3 2018 zu Anthem zu sehen bekamen, fiel noch skeptisch aus: 

Anthem: Das kannst du vom neuen BioWare-Spiel erwarten.

Bislang stand Redakteur Matthias Kreienbrink Anthem eher kritisch gegenüber. Zu sehr erinnerte ihn das Spiel an andere Genre-Vertreter wie Destiny, etwas eigenes konnte er in den Trailern nicht finden. Nachdem er Anthem auf der gamescom 2018 20 Minuten angespielt hat, hat sich diese Skepsis aber wieder ein bisschen gelegt.

Freiheitlich durch die Lüfte gleiten

Das liegt vor allem an der gefühlten Freiheit, die dir das Spiel vermittelt und die auch den Entwicklern ein großes Anliegen ist. Es fühlt sich gut an, in die Luft springen und losfliegen zu können – in welcher Geschwindigkeit, entscheidest du. Es ist sowohl möglich, schnell zu fliegen, um dich von einem zum nächsten Ort zu bewegen, als auch still auf der Stelle zu schweben, um aus einer flexiblen Position aus zu schließen.

Gleichzeitig musst du darauf achten, dass dein Jetpack nicht überhitzt. Du kannst also nur eine begrenzte Zeit damit durch die Gegend fliegen, wird es zu warm, stürzt du ab – zum Glück verhindert dein gepanzerter Javelin-Anzug, dass du dich beim Aufprall verletzt, du kannst anschließend nahtlos weiterspielen. Willst du einen Absturz verhindern, musst du mit deinem Jetpack durch Gewässer gleiten, um den Motor ordentlich abzukühlen. All das fühlt sich ziemlich organisch an.

Wie viel Freiheit Anthem wirklich für Spieler bietet, konnten wir leider nicht testen, wurden wir in der spielbaren Demo doch dazu angehalten, stets den vorausfliegenden Entwicklern zu folgen, die Teil unseres Teams waren. Immer noch stellt sich uns die Frage: Gibt es wirklich viel zu entdecken oder ist die Welt abseits der Hauptstory doch eher leer?

Zahlreiche Optionen im Kampf

Wie schon im Voraus bekannt wurde, stehen dir verschiedene Javelin-Anzüge in Anthem zu Verfügung, die du alle individualisieren kannst. Hinzu kommt, dass dein Charakter über mehrere Attacken verfügt, die du variabel einsetzten kannst. Du schießt entweder aus dem Stand oder in der Luft, zusätzlich standen uns in der Demo Thermal-Bomben zu Verfügung, die Gegner kurzzeitig einfrieren. Dadurch steigt der Schaden, den du mit Schüssen anrichtest.

Mit deinem Jetpack kannst du auch im Kampf zwischen kurzen, schnellen Bewegungen, längeren Flügen und dem Schweben hin- und herwechseln. Dadurch kannst du auf jede Situation passend reagieren und hast das Gefühl, die Situation unter Kontrolle zu haben. Genau dieses Gefühl der Kontrolle bei gleichzeitig vielfältigen Optionen, zwischen denen du wählen kannst, macht Anthem aus und hat uns bei der Demo besonders begeistert.

Nur im Multiplayer stehen dir wirklich alle Erfahrungen offen

Auch Anthems Game Director Jon Warner erzählt, dass dieses durch die Lüfte gleiten zentral für die Atmosphäre in Anthem ist. „Das Spiel glänzt vor allem dann, spielst du mit Freunden. Wenn du dich auf der Oberfläche des Planeten bewegst und auf einmal fliegt einer deiner Freunde in seinem Javelin über dich hinweg, ist das ein großartiges Gefühl.“ Genau das ist der Grund, warum uns Warner empfiehlt, Anthem im Multiplayer zu spielen. Zwar macht das Spiel auch alleine Spaß, wichtig für eine ganzheitliche Erfahrung sind jedoch die Interaktionen mit deinen Mitspielern.

Trotzdem bleibt bei uns nach der 20-minütigen Demo ein Rest Skepsis. Immer noch wissen wir nicht, wie Anthem auf lange Sicht motivieren will. Zur Geschichte gibt es bislang kaum handfeste Informationen, außerdem fehlen umfangreiche Informationen zum Skill- und Level-System. Stattdessen wollen die Entwickler bald ihren Plan zur Zukunft von Anthem öffentlich machen. Aktuell gehen sie davon aus, dass regelmäßig neue Inhalte und Aktivitäten zum Spiel hinzu kommen, außerdem soll sich die Welt von Anthem stetig verändern.

Zu hoffen bleibt auch, dass in Anthem ähnlich viele popkulturelle Easter Eggs versteckt sind. Dafür dürfen sich die Entwickler gerne auch an ihrem letzten Spiel Mass Effect: Andromeda bedienen, das diese tollen Anspielungen für dich bereithielt:

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Wenn alles perfekt läuft, sollen Spieler auch noch 20 Jahre nach dem Release von Anthem das Spiel nicht vergessen können. „Wenn sie sich an Anthem erinnern, sollen sie in Gedanken haben ‚Das war das erste Spiel, dass mir wirklich das faszinierende Gefühl von Freiheit vermitteln konnte’“, wünscht sich Jon Warner.

Anthem erscheint am 22. Februar 2019 für den PC, die PlayStation 4 und Xbox One. Wie stehst du zu Anthem: Wirst du Bioware noch einmal eine Chance geben oder bleibt deine Skepsis gegenüber Bioware auch weiterhin bestehen?

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