Arrrr! Assassin's Creed: Pirates ist endlich für Android verfügbar. Anders als es der Name impliziert, handelt es sich um kein Meuchelmörder-Game im Stile der sonstigen Serienteile, sondern um eine Seeschlacht-Simulation in der Karibik des 18. Jahrhunderts. Die kostet zwar mit 4,49 Euro nicht eben wenig, macht aber jede Menge Spaß.

 

Assassin’s Creed Pirates

Facts 

Fröhlich ist das Freibeuterleben: Da schippert man über die sieben Weltmeere, stellt sich eine Crew aus wilden Haudegen zusammen, überfällt Fregatten und kapert Galleonen, macht sich nach und nach einen Namen als ruchlosester Pirat der Welt, versteckt Schätze auf verlassenen Eilanden und tritt in Wortduellen gegen etwas trottelige Nachwuchspiraten an.

Ungefähr das (abgesehen von den Wortduellen) ist der Spielinhalt von Assassin's Creed: Pirates – einem heute veröffentlichten Mobilspiel für Android und iOS von UbiSoft. Angenehmerweise trägt das nicht zum momentan grassierenden Trend von A-Titeln bei, die sich über In-App-Käufe finanzieren, sondern ist mit dem recht üppigen Kaufpreis von 4,49 Euro „durchfinanziert“. Aber lohnt sich dieser stolze Preis auch? Auf jeden Fall.

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Aber von vorne: zum Spielinhalt. Man wechselt zwischen einer Taktikkarte, in der man sein Schiff aus der Draufsicht per Fingerwischbewegungen auf einer Karte zwischen Inseln und Patrouillenschiffen herummanövriert – und einer enorm hübschen 3D-Ansicht. In dieser findet das eigentliche Spiel statt.

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So fährt man zwischen malerischen Riffen in schönster karibischer Umgebung bei wechselnden Wetterverhältnissen und zu unterschiedlichen Tageszeiten umher, steuert sein Schiff mithilfe stilechter Bewegung des Steuerrades per Wischbewegung nach links und rechts. Per Pinch-to-Zoom-Geste kann man das Schiff aus einer drehbaren „Third Person View“ betrachten oder direkt vom Kapitänsstand aus mit Blick auf das Deck steuern – per First Person View, wenn man so will.

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Von hier aus initiiert man auch Seeschlachten mit feindlichen Schiffen, per Tap, sobald man sich in unmittelbarer Nähe befindet. Dabei handelt es sich im Kern um ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem es gilt, abwechselnd auf den gegnerischen Kahn (beziehungsweise mehrere davon) zu zielen und dessen Kanonenschüssen auszuweichen. Das ist herausfordernder, als es klingen mag, gutes Timing und Reaktionsschnelligkeit ist dabei Pflicht.

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Neben der eigentlichen Beute, die man sich nach dem erfolgreichen Gefecht etwas mühselig aus dem Ozean fischen muss, gibt es auch feindliche Schiffe zu übernehmen. Zudem kann man seine Schiffe aufrüsten, etwa um Boni bringende Galionsfiguren oder indem man neue Schiffsjungen anheuert.

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Die Spielgeschichte wird in Sprechblasen-Sequenzen von nicht animierten Figuren als Overlay erzählt. Das ist etwas schade, hier hätte Ubisoft noch etwas mehr Aufwand wagen können. Immerhin ist der Titel aber komplett eingedeutscht. Ansonsten beeindruckt das Spiel aber mit seiner Liebe zum Detail und seiner tollen Grafik: So fangen beispielsweise die Schiffsjungen an Deck irgendwann an, Seemannslieder zu singen und wenn die Sonne niedergeht und das wohl schönste in einem Android-Spiel bislang zu bestaunende Wasser einfärbt, wähnt man sich beinahe echt in der Karibik.

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Nach einer Stunde Piraterie kann ich, zumindest wenn mich mein erster Eindruck nicht komplett täuscht, dass das Spiel sein Geld wert ist. Die Suchtspirale greift ziemlich schnell und man fiebert, sobald eine überstanden ist, schon der nächsten Seeschlacht entgegen. Ganz nebenbei gibt's auch noch native Unterstützung von Google Play Games. Fazit: Gut gemacht Ubisoft – so muss ein komplexeres Mobile-Game aussehen.

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Assassin's Creed: Die Geschichte aller Assassinen und Spiele

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Frank Ritter
Frank Ritter, GIGA-Experte.

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