Es gibt realistische Spiele wie ArmA 2, es gibt überdrehte Blockbuster wie Call of Duty und es gibt völlig übertriebene Uber-Action wie Bayonetta. Das alles ist jedoch gar nichts verglichen mit dem Action-Feuerwerk, das Asura's Wrath abfeuert – ein Spiel, in dem ihr riesige Elefanten, planetengroße Götter und hunderte Raumschiffe gleichzeitig bekämpft. Wer schon immer mal sein liebstes Anime selber nachspielen wollte und mit den offiziellen Lizenzspielen nicht ganz zufrieden war, könnte hier sein Glück gefunden haben.

 

Asura's Wrath

Facts 
Asura's Wrath

Die Hintergrundgeschichte ist schnell erzählt: Asura war einst einer von acht Generälen des Götterreiches Shinkoku. Nachdem sie eine zerstörerische Kraft namens Gohma zerstört haben, tötet General Deus den Kaiser von Shinkoku, übernimmt die Herrschaft und macht Asura für den Angriff verantwortlich. Asuras Frau wird ermordet, seine Tochter entführt und er wird seiner göttlichen Kräfte beraubt auf die Erde verbannt. 12.000 Jahre später erwacht er wieder und startet seinen Feldzug gegen die sieben ehemaligen Generäle, die nun als Gottheiten über Shinkoku und die Erde herrschen. Diese Story wurde in ein Setting gepackt, das Sci-Fi, verschiedene asiatische Religionen, Cyborgs und Anime-Action wild durchmischt.

Wenn ihr euch „Asura's Wrath“ kaufen solltet, muss euch eines klar sein: Hier erwartet euch anspruchsloseste Blockbusterunterhaltung. Der japanische Entwickler CyberConnect2 (entwickelt z.B. auch die „Naruto: Ultimate Ninja Storm-Serie) zeigt in etwa was dabei rauskäme, wenn Michael Bay einen Dragonball Z-Film drehen würde. Asura schleudert Götter ins Weltall, zerstört eine ganze Armada an Sternenkreuzern mit Laserstrahlen, die aus seinen Händen kommen und lässt sich regelmäßig vier zusätzliche Arme wachsen.

Spielmechanisch ist das ähnlich anspruchslos: Jede Zwischensequenz ist voll mit Quick-Time-Events, die allerdings dynamisch auf euren Input reagieren. Es ist also nicht nur ein automatisch ablaufendes Video, während dem ihr ab und zu ein paar Knöpfe drücken müsst – stattdessen haut Asura auch wirklich genau dann zu, wenn ihr auf den gewünschten Button drückt.

GIGA GAmeplay - Asura\'s Wrath

Zwischen den Quick-Time-Events seid ihr meistens damit beschäftigt, kleineres Fußvolk zu erledigen. Wobei „kleiner“ hier relativ zu sehen ist. Ihr bekommt es nicht mit Skeletten oder sonstigen Standardgegnern zu tun. Stattdessen stellen sich Asura etwa fünf Meter große Cyborgbuddhas mit ebenso großen MGs in den Weg. Die beharkt ihr dann mit leichten, schweren und Fernangriffen und erledigt sie schließlich mit einem spektakulären Finishingmove, der bei anderen Spielen für einen Bossgegner gereicht hätte. Dank der Fähigkeit, aus seinen Armen Lasergeschosse abzufeuern, warten auch einige Shoot  ‘em Up-Sequenzen auf euch, in denen ihr dann etwa besagte Raumschiffe zerstört.

Schon die „Naruto Ultimate Ninja Storm“-Reihe beeindruckt regelmäßig durch unglaublich hübsche Cel-Shading-Grafik, die oft sogar besser als der Anime selbst aussieht. Mit „Asura's Wrath“ entfernt sich CyberConnect 2 wieder von diesem Stil und setzt stattdessen auf knackscharfe Texturen und extrem detaillierte Gesichtsausdrücke. Durch seinen stark überzeichneten Stil und gelegentliche schwarze Pinselstriche auf den Figuren macht das Spiel ab und zu fast schon den Eindruck eines Ölgemäldes.

Ausblick

„Asura's Wrath“ sieht wahnsinnig gut aus, hört sich dank guter Synchronsprecher sowohl auf englisch als auch auf japanisch toll an und spielt sich verdammt schnell. Hier gibt es keine ellenlangen Combos auszuführen und es muss auch nicht zur richtigen Zeit geblockt werden, damit ihr euren Gegner in einem Konterangriff Saures geben könnt. Stattdessen gibt es konstant auf die Fresse, egal welchen Knopf ihr drückt. CyberConnect2 will nichts anderes präsentieren, als ein spielgewordenes Anime im Geiste von Dragonball Z und Naruto – und genau das scheinen sie auch geschafft zu haben.

Ersteindruck: Sehr gut

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