Gotham City Impostors Test - Bats gegen Jokerz

Nezdad Hurabasic 2

Uff! Knall!! Peng!!! Krach!!!! Aua!!!!! %&!§! - So ungefähr lässt sich meine Erinnerung an die amerikanische Batman-TV-Serie der 60er Jahre zusammenfassen. Der Produktionsaufwand war gering, das Ergebnis häufig unfreiwillig komisch, oft aber auch bewusst selbstironisch inszeniert. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Monolith mit dem Download-Shooter Gotham City Impostors, der sich selbst nicht so richtig ernst nimmt und den schrägen Humor prominent in den hektischen Multiplayer-Ablauf integriert. Wir sagen euch, warum der teuflische Plan der „Jokerz“ nur teilweise aufgeht.

Gotham City Impostors Test - Bats gegen Jokerz

„Das heißt Joker und nicht Jokerz“, mögt ihr nun vielleicht denken. Faaaalsch! Denn dabei handelt es sich um eine von zwei Fraktionen dieses Mehrspieler-Ballergames, in dessen Mittelpunkt nicht die beiden berühmt-berüchtigten Protagonisten der Batman-Comics stehen. Sondern verrückte Hochstapler, die sich in aberwitzige selbst gebastelte Kostüme hüllen, um dann anschließend mit Bleipusten aller Art aufeinander loszugehen. Auf der einen Seite bunt bepinselte grün-pinke Joker-Kopien, denen die Schreckensfratzen mehr als nur ins Gesicht gezeichnet wurden. Ihre Gegenstücke: die Bats. Die Möchtegern-Fledermäuse treten mit Masken aus Karton, kurzen Hosen, T-Shirts, Mini-Capes und aufgenähten Brustemblemen an - und verleiten eher zum Grinsen denn zum Fürchten. Auch hier dominieren grelle Farbkombinationen in blau-gelb.

Die Spielgestaltung ist überhaupt sehr gelungen. Nicht nur das abwechslungsreiche Design der Spielfiguren setzt sich wohltuend vom militaristischen Stil-Einerlei vieler aktueller Shooter ab. Monolith hat vielmehr die gesamte Kulisse, also hübsche Comicgrafik, Interface, Infotexte, Kurz-Videos, Waffen und Gadgets sowie Maps auf die irren Nachahmungstäter ausgerichtet. Immer und überall werde ich dementsprechend mit Inhalten konfrontiert, die das eine oder andere witzige Zwinkern transportieren.

Meine ersten Eindrücke hole ich mir aber zunächst im Herausforderungsmodus, in dem man allein unterwegs ist und einige Erfahrungspunkte und Auszeichnungen abstaubt. Der Grund: das verhunzte Matchmaking von Gotham City Impostors. Vor allem die PC-Version krankt beim offiziellen Start daran, dass kaum Spielsessions zustande kommen. Entweder schmeißt das System die Spieler kurz nach Matchbeginn raus, oder die Suche nach Mitspielern dauert ewig (und drei Tage) und bleibt ohne Ergebnis. Ob das jetzt eine Folge der Mischung von Steam UND Games for Windows ist oder schlicht eine schlampige Programmierung? Besser stellte sich die Situation glücklicherweise bei der Konsolen-Variante dar, wo ich mehrere Gefechte hintereinander absolvierte. Auch hier kam es aber gelegentlich zu starken Lags und Spielabbrüchen.

Diese Problematik ist nicht nur deshalb bedauerlich, weil die Online-Partien bei diesem für knapp 15 Euro erhältlichen Download-Game im Mittelpunkt stehen. Es ist vor allem schade, weil Gotham City Impostors eigentlich ein ziemliches unterhaltsames Produkt sein kann. So überzeugt das Schießmichtot-Spielchen beispielsweise mit einem astreinen Gunplay - das Ballern, die Ausrichtung des Fadenkreuzes, das Nachladen, das Verhalten der Wummen  - diese Mechaniken hinterlassen einen sehr sauberen Eindruck, zumal die Pad-Belegung vorbildlich ausfällt.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA GAMES

* Werbung