Battlefield 1: Community würdigt im Spiel das Weihnachtsfest 1914

Sandro Kreitlow

Mit dem Waffenstillstand der ersten Weihnachtsfeiertage im Ersten Weltkrieg hat der Multiplayer von Battlefield 1 endlich die Gelegenheit, der Geschichte seinen Respekt zu erweisen.

Battlefield 1 Revolution Edition Trailer.

Am 25. Dezember 1914, dem ersten Weihnachten des Ersten Weltkriegs, wagten sich französische, britische und deutsche Truppen aus ihren Schützengräben über die Westfront, um sich im Niemandsland zu treffen, dem Gelände zwischen den Gräben. Sie hatten die letzten Tage, Wochen und Monate damit verbracht, sich gegenseitig mit Befehlen zum Töten zu beschießen, aber an diesem Tag war es anders.

Die Männer tauschten Geschenke aus, begruben die Toten, fotografierten und spielten sogar Fußball auf genau dem Land, das nur Tage zuvor von Kugeln und Blutvergießen gezeugt war. Es gab schon früher Waffenstillstände, aber dies war das einzige Mal, dass beide Seiten Weihnachten miteinander verbrachten und sich kurz mit Empathie statt mit Aggression gegenüberstanden. Nach unermesslichen Konflikten und Gewalt gab es also endlich etwas Menschlichkeit und Hoffnung.

Battlefield 1 handelt vom Ersten Weltkrieg. Die Kampagne will von Ehre und Menschlichkeit erzählen und dabei den gefallenen Männern und Frauen Tribut zollen, während Krieg im Multiplayer zu einem Wettbewerb gemacht wird. Ob das angemessen ist, ist eine andere Debatte, aber Tatsache ist, dass die beiden unterschiedlichen Teile von Battlefield 1 in ihrem Umgang mit dem Ersten Weltkrieg völlig unterschiedliche Ansätze verfolgen. Nun hat Entwickler DICE erstmals die Chance, auch im Multiplayer feinfühliger mit dem Thema umzugehen.

Denn Weihnachten stellt eine Gelegenheit dar, den Multiplayer von Battlefield 1 zu nutzen, den Ersten Weltkrieg so zu würdigen, wie es die Kampagne wohl nie konnte. Die Online-Community hatte schon im letzten Jahr versucht, dem historischen Weihnachtstag des Jahres 1914 im PvP-Modus Respekt zu zollen:

Spieler diskutierten auf Reddit und anderen Foren, allerdings scheiterte das Vorhaben. Entwickler DICE selbst startete zwar ein offizielles Festtagsevent, allerdings gab es dabei letztendlich nur eine Weihnachtsfrieden-Erkennungsmarke bei der Anmeldung, zwei Skins für schwere Panzer und ein Gratis-Battlepack. Für dieses Jahr wurden Battlepacks, Missionen und Giveaways angekündigt, die dazu animieren, noch mehr zu spielen.

Das hat die Spieler von Battlefield 1 jedoch nicht davon abgehalten, wieder im Spiel zusammenzuarbeiten. Die diesjährige Saison hat bereits viele dazu inspiriert, über den Zaun zu greifen und friedlich mit denen zu interagieren, die eigentlich die Feinde sind. Zum Beispiel hat DICE kürzlich eine Holiday-Community-Mission veröffentlicht, bei der eine bestimmte Anzahl von Spielern jeweils 100 Fahrzeuge in einem bestimmten Zeitraum zerstören musste. Das Ziel zu erreichen war nicht einfach, sodass die Community sich gegenseitig unterstützte.

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Battlefield 1: Waffen-Liste plus beste Waffe und Kolibri freischalten

Innerhalb weniger Tage wurden ganze Server eingerichtet, um die Zusammenarbeit zwischen den gegnerischen Teams zu fördern. Das Zerstören eines gegnerischen Mörsers gilt in Battlefield 1 als Fahrzeugzerstörung. Daher wollten beide Seiten in diesen Servern „Mörsermärkte“ einrichten - ein konzentriertes Gebiet, das mit Dutzenden von Mörsergranaten bestückt ist. Diese erlauben es jedem gegnerischen Team, abwechselnd mit der eigenen Mörserartillerie auf den Markt zu schießen und dadurch die benötigte Anzahl an zerstörten Fahrzeugen zu erreichen.

Es gab zwar Misskommunikation und allerlei Probleme bei der Abstimmung, aber die Bemühungen werden trotzdem bereits als inoffizieller Battlefield-1-Weihnachtsfrieden 2017 bezeichnet, da beide Armeen ihre Differenzen beiseite legten, um im Geiste der Gemeinsamkeit zusammenzuarbeiten. Einige behaupteten sogar, dass DICE die Herausforderung - in der Hoffnung, einen solchen Waffenstillstand zu fördern - bewusst schwierig gemacht habe.

Es ist zweifelhaft, ob weitere Pläne wie Schneeballkämpfe oder Fußballspiele umgesetzt werden. Aber wäre es nicht schön, wenn die Entwickler von DICE darauf eingehen würden und den Frieden im Weihnachtsfest 1914 auch offiziell unterstützen würden?

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