Wer die Grafik in Battlefield 5 ändert, wird gebannt

Marina Hänsel 4

Es gibt genau zwei Dinge, über die sich Spieler bei kompetitiven Online-Shootern den Kopf zerbrechen: FPS und Sichtbarkeit. Während beides ziemlich variable und abhängig von unterschiedlichsten Bedingungen ist, gibt durchaus eine eigentlich sehr legale Möglichkeit, an ihnen zu schrauben – die Grafikeinstellungen. Ganz unter den Motto: „Hässlich macht dich besser.“

Du bist bei deinen Wanderungen durch das Internet womöglich schon auf das ein oder andere PUBG-Video gestolpert, bei dem alles irgendwie doof aussah – das aber lag sehr wahrscheinlich nicht daran, dass jemand aus Versehen an den Einstellungen gedreht hat, sondern war absolut intendiert. Denn unser allerorts geliebtes (oder auch gehasstes) PlayerUnknown’s Battlegrounds funktioniert besser für dich, wenn es hässlich ist.

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Dafür gibt’s sogar Guides, wie eine Mach-deine-Grafikeinstellungen-dir-Untertan-Anleitung von Eurogamer. Hierbei gehen FPS vor Grafik, der Schönheitsbarometer wird also heruntergestellt, damit die FPS in die Höhe schießen und das Spiel flüssiger läuft. Dazu gibt’s etliche kleinere Details, wie Motions Blur-Effekte, die ausgeschaltet oder Texturen, die ebenso nach unten gedrückt werden.

Was in PUBG zum guten Ton unter Streamern und Pro-Spielern gehört, erkennt der Anti-Cheat-Algorithmus in Battlefield 5 allerdings als böse an. Wie die GameStar berichtet, kann es kurioserweise zu einem Bann führen, wenn du an deiner Grafik schraubst. Nun ist die Frage natürlich: Ist das wirklich gerechtfertigt? Ein Cheat oder Exploit ist es definitiv nicht, eher ein Entlangschlängeln an den legalen Parametern, um das eigene Gameplay zu verbessern. PUBG hat sich nie groß darum gekümmert, Battlefield 5 vielleicht auch nicht – je nachdem, ob es ein Fehler in der Software oder ein intendiertes Vorgehen ist. Aber hey – zumindest entgeht uns hierdurch nicht der Blick auf Battlfield 5 Light:

Ein YouTube-Video von Jackfrags zeigt dir, wie das Ganze in Bewegung aussieht. Übrigens: Die Grafik in Battlefield 5 ist auch ein Thema, wenn es darum geht, dass Spieler sich auf einigen Maps ein wenig zu gut verstecken können. Jackfrags konnte sich im Spiel auf unterschiedlichen Maps einfach auf den Boden legen und wurde nicht gesehen. Mit normalen Grafikeinstellungen, natürlich – das kuriose Video kannst du hier sehen:

Ein bisschen unfair ist das Ganze natürlich schon: Über ein Herabsetzen der Grafikeinstellungen in diesem Ausmaß sind die Unterschiede in der Sichtbarkeit erheblich. Mit Battlefield 5 Light kannst du andere Spieler sehr viel besser ausmachen, und sie können sich sehr wahrscheinlich auch lange nicht so gut vor dir verstecken. Dazu kommt, dass für Battlefield 5 Light nicht an den inGame-Einstellungen geschraubt wird, sondern an der Nvidia-Treibereinstellungen: Jene, die du auf dem PC für jedes Spiel einzeln ändern kannst. Hierbei wurde das eigentliche Minimum der Grafik für Battlefield 5 weit unterboten, und das – nun, das könnte an eine Art Cheating vielleicht herankommen.

Glaub mir, die Grafik in Battlefield 5 ist sehr viel schöner, als in der Light-Version – falls du Interesse hast, das .
Was lernen wir daraus? Spielst du Battlefield 5 auf deinem PC, solltest du vielleicht nicht sofort an den Treibereinstellungen herumschrauben. Die inGame-Settings kannst du aber getrost nutzen, um dir einen kleinen Vorteil zu verschaffen, wenn du kompetitiv glänzen willst. Letztendlich wirst du mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht der einzige sein, der im nächsten Match auf diese Idee kommt.

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