BioShock: So steht es um die Verfilmung

Richard Benzler 1

Der ein oder andere mag sich noch erinnern: Im Jahre 2010 sollte eine Verfilmung des ersten BioShock-Teils auf die große Leinwand gehievt werden, doch das Projekt wurde aufrund künstlerischer Differenzen eingestampft. Nun äußert sich der anfangs engagierte Regisseur zu den Chancen eines zweiten Anlaufs.

Bioshock Infinite - Der Test.

Während eines Ask Me Anythings (AMA) auf Reddit, anlässlich seines neuen Films A Cure For Wellness, wurde Gore Verbinski (Fluch der Karibik) auch nach seiner Beteiligung am stillgelegten BioShock-Film gefragt. Darauf angesprochen, ging er recht ausführlich auf die damaligen Querelen mit Universal, dem finanzierenden Studio, hinter den Kulissen ein:


„Nun, auf diese Frage gibt es keine kurze Antwort, aber wir befanden uns acht Wochen vor Beginn der Dreharbeiten, als der Stecker gezogen wurde. Es sollte ursprünglich ein Film ab 18 werden, und ich wollte dafür sorgen, dass es auch so bleibt, da ich der Ansicht war, dass dies sehr angemessen sei. Und es wäre ein teurer Film geworden. Es ist eine riesige Welt, die wir von Grund auf hätten hochziehen müssen, weshalb wir zum Dreh nicht einfach nur irgendwelche real-existierenden Schauplätze aufsuchen konnten. Für „A Cure For Wellness“ konnte wir einige Orte nutzen, um unsere Welt zu kreieren.“

Für BioShock hätte das nicht funktioniert, da wir ein gesamtes Unterwelt-Universum kreieren mussten. Und ich denke, dass die Kombination aus finanziellem Aufwand und der Altersbeschränkung letztlich dafür sorgte, dass Universal vom Projekt absprang. Zur damaligen Zeit gab es außerdem einige teure Filme mit einer Altersbeschränkung ab 18, die an der Kinokasse scheiterten.

Ich denke, dass sich die Zeiten mittlerweile geändert haben und eventuell eine weitere Chance auf uns zukommt, aber es ist sehr schwierig, wenn Du acht Wochen vom Dreh eines Films entfernt bist, der in deinem Kopf bereits manifestiert hat: Du bist emotional genau am dem Punkt des Übergangs vom Architekten zum Erbauer und es dürfte schwierig sein, diesen Punkt wieder zu erreichen.“


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Seine Äußerungen lassen darauf schließen, dass die Filmindustrie BioShock noch nicht vollends abgeschrieben hat; auch wenn Verbinski im Moment den Eindruck erweckt, als würde er es sich zweimal überlegen, ob er – im Falle eines Angebotes – erneut im Regiestuhl Platz nehmen würde. Vielleicht hilft es ja, wenn wir Hollywood ganz lieb fragen: Wärst Du so freundlich, eine (zur Abwechslung gute) Videospiel-Verfilmung umzusetzen?

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