From Softwares Bloodborne: Ein erster Eindruck

Anne Wernicke 3

Ich hatte kurz vor der bevorstehenden Veröffentlichung die Ehre, die ersten Spielstunden von Bloodborne, dem neusten Streich der Souls-Erfinder From Software, anzuspielen. Ich war leicht nervös. Eingeschüchtert von der Souls-Reihe, deren Ableger ich allesamt angespielt habe und irgendwann aus Zeitgründen und wachsendem „Spielestapel der Schande“ nicht weiterspielen konnte. Doch meine Angst war unbegründet. Ich fühlte mich überraschend heimisch und geborgen.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich der Stil und die Spielmechanik klar an die Souls-Spiele orientieren. So habt ihr beispielsweise ein Hub, das dem Nexus aus Demon’s Souls sehr ähnelt, Laternen, die wie Leuchtfeuer fungieren, und Blutphiolen, die eure Gesundheit auffüllen. Eure Aktionen verbrauchen weiterhin Ausdauer und anstatt der Seelen sammelt ihr nun sogenannte Echos, um euch aufzuleveln und neue Ausrüstung zu kaufen. Klingt alles ziemlich nach „more of the same“, oder?

Das ist es mitnichten. Das fängt schon bei der großartig düsteren Atmosphäre und der viktorianisch anmutenden Epoche an. Ich konnte mich an die Architektur und der Detailfülle Yharnams sowie den Gefahren, die mich dort erwarteten, nicht satt sehen. Die Gegner sind cleverer, sodass sie jetzt auch patrouillieren und in Gruppen Jagd auf euch machen. Ich konnte den Oger beispielsweise äußerst schwierig einschätzen, da er viele Angriffsanimationen aufweist und trotz seiner Masse recht flott unterwegs ist. Das Gameplay ist dementsprechend schneller, ihr seid nicht mehr von Anfang an mit einem Schild ausgerüstet, dafür könnt ihr aber durch geschicktes unterbinden von gegnerischer Angriffen Lebensenergie zurück erlangen.

Bloodborne Ersteindruck
Bloodborne: Artstyle und Gegnerdesign sind aller erste Sahne.

Begeistert haben mich zudem die Kombinationsmöglichkeiten meiner Waffen. Ich bin mit einer Axt und einer Art Schrotflinte gestartet, die für sich genommen bereits super funktionieren und verschiedene Angriffstaktiken ermöglichen. Allerdings könnt ihr die beiden Schmuckstücke per Knopfdruck auch zu einem Zweihänder vereinen, der es in sich hat. Sollte das alles euren Tod nicht verhindern, verliert ihr wie gewohnt eure Echos. Es kann aber sein, dass der verantwortliche Übeltäter diese auch über weitere Tode hinaus bei sich trägt.

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Bloodborne Ersteindruck- Fazit

Zu meiner Nicht-Schande muss ich nicht gestehen, dass ich dem ersten Boss in meiner Anspiel-Session relativ hilflos ausgeliefert war. Jeder der schon mal einen Souls-Titel gespielt hat, weiß, dass das keine Schande ist. Nach den zwei Stunden blicke ich nun gespannt auf die kommende Woche und freue mich riesig Bloodborne mit all seinen Schönheiten und Grausamkeiten zu entdecken. Fans der Souls-Reihe können sich auf was gefasst machen!

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