Bloodborne - The Old Hunters Test: Hart, brutal und wunderschön

Christopher Bahner

Nach Blut dürstende Bestien und wahnsinnige Jäger treiben im Albtraum des Jägers, dem neuen Gebiet des Bloodborne-DLCs „The Old Hunters“ ihr Unwesen. Warum dieser zu den besten Erweiterungen seid „Atorias of the Abyss“ gehört, lest ihr im Test.

Bloodborne The Old Hunters Erweiterung.

Unser Video-Test zu Bloodborne

Wie es sich für ein Spiel von From Software gehört, ist das Finden des neuen Gebiets die erste Herausforderung. Wir zeigen euch, wie ihr Zugang zum Add-On erlangt. Dabei präsentiert sich Bloodborne: The Old Hunters als unglaublich guter DLC mit verstörendem Gegnerdesign, imposanten Levels und serientypisch hartem Schwierigkeitsgrad.

The Old Hunters Test: Der Wahnsinn regiert

Das neue Gebiet Albtraum des Jägers ist bevölkert von Peitschen schwingenden Jägern und den entstellten Bestien, auf die sie Jagd machen. Hier kommt gleich eine erste Neuerung ins Spiel. Nicht nur ihr kämpft gegen die Feinde, sondern auch die Bestien und NPC-Jäger tragen unter sich Gefechte aus.

Dabei häufen sich nun auch eure Konfrontationen mit den Jägern, die schon im Hauptspiel zu den schwierigsten Herausforderungen gehörten. Und sie sind keinen Deut leichter geworden, sondern ziehen eher noch etwas im Schwierigkeitsgrad an. Sie tragen Peitschen, Hämmer oder gar Gatling-Guns und erfordern die richtige Taktik zum Erfolg.

Atmosphäre pur

Im Albtraum des Jägers besucht ihr den Kathedralenbezirk des Hauptspiels bei Tageslicht. Jedoch ist alles von verrotteten Pflanzen und Bäumen überwuchert und bildet nur den Auftakt für einen Ausflug in neue Gebiete wie etwa einem astralen Uhrenturm. Dabei ist das Leveldesign wie immer über jeden Zweifel erhaben. Flüsse aus Blut, an denen sich deformierte Spinnenwesen laben, jämmerliche Gestalten, die sich am Boden krümmen und aufbäumen oder die Sonne, die beinahe zugewuchert mit fahlem Licht die verwinkelten Passagen der Level erhellt. Kaum ein anderes Spiel schafft es mit Hilfe der Levelarchitektur solch ein Gefühl von Beklemmung und Dichte zu erreichen.

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Durch den Verzicht von Musik (außer bei Bosskämpfen) hört man nur die eigenen Schritte und das Stöhnen der Bestien an der nächsten Ecke. Zudem kommen die typischen weiten Panoramen, bei denen ihr schon von Weitem seht, was euch alles erwarten wird, voll zur Geltung. Es sind immer wieder ganz besondere Momente in der Erweiterung, wenn ihr ein neues Tor aufstoßt oder einen Hügel erklimmt, worauf sich vor euch die ganze Architektur Yharnams auftut.

Knackige Bosskämpfe

Bei den serientypischen Bosskämpfen gibt sich The Old Hunters keine Blöße und überzeugt mit gewohnt abwechslungsreichem Gegnerdesign und knackigen Movesets, die ihr als Spieler erst einmal kennenlernen müsst, um eine passende Taktik zu entwickeln. Allein der erste Boss Ludwig der Verfluchte, der korrumpiert von seinen eigenen Entscheidungen zu einer entstellten Kreatur deformiert ist, verlangt euch bereits alles ab. Nach wie vor sucht das Glücksgefühl, nachdem man nach zahlreichen Versuchen einen Boss endlich besiegt hat, seinesgleichen.

In Sachen Schwierigkeitsgrad muss sich der DLC also keineswegs vor dem Hauptspiel verstecken. Dabei erwarten euch im Kampfverlauf einige Überraschungen, auf die wir jetzt nicht weiter eingehen wollen. Auch begegnet ihr wie gewohnt mysteriösen NPCs, die euch in kryptischen Monologen mehr über die Geschehnisse in dieser Welt erzählen.

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Unser Test-Fazit zu Bloodborne: The Old Hunters

The Old Hunters führt eines der besten Spiele dieses Jahres würdig fort und setzt sogar einige neue Akzente. Großartige Bosskämpfe mit Überraschungen und die abwechslungsreichen Level überzeugen vollends. Dabei kommt The Old Hunters sogar an die Qualität eines Atorias of the Abyss, den bisher besten DLC für Dark Souls, heran.

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In Zeiten von skrupelloser DLC-Politik liefert das Add-On würdig ab und zeigt wie sich eine Erweiterung gut und stimmig in ein Hauptspiel integrieren kann. Wer Souls-Spiele mag, für den führt eh kein Weg am DLC vorbei. Für diejenigen, die Bloodborne bis jetzt verpasst haben, bietet sich nun die Gelegenheit zuzuschlagen, da The Old Hunters wohl die einzige Erweiterung für Bloodborne bleiben wird.

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