Bravely Default: Weltweiter Erfolg bringt Square Enix zum Nachdenken

Annika Schumann 12

Yosuke Matsuda und sein Team von Square Enix waren sehr überrascht von dem westlichen Erfolg von Bravely Default, da es grundlegend für das japanische Publikum gedacht und auf dieses ausgerichtet war. Doch dass genau dieser Fakt den Fans des Genres auch außerhalb Japans gefallen könnte, hätten sie nicht erwartet. Dies lässt den Präsidenten des Unternehmens nun nachdenken, sodass dieser Erfolg sich in Zukunft auf andere Projekte auswirken könnte.

Bravely Default: Weltweiter Erfolg bringt Square Enix zum Nachdenken

Die Final Fantasy-Teile geraten mit jedem weiteren Ableger häufiger in das Schussfeld, denn besonders die Core-Fans bemängeln, dass nicht mehr viel vom eigentlichen Spielgefühl zu spüren sei. Der Fokus sei zu sehr auf neue Mechaniken und Action ausgelegt.

Doch diese Lücke konnte überraschenderweise ein kleines, feines Rollenspiel für den Nintendo 3DS namens Bravely Default schließen, das nicht nur in dessen Heimatland Japan wie eine Bombe einschlug. Innerhalb der ersten drei Wochen verkaufte sich das Spiel alleine in Nordamerika über 200.000 Mal und war hierzulande sogar einige Zeit ausverkauft.

Dieser Erfolg kam für Square Enix allerdings sehr überraschend, denn das Spiel sei nicht für den Massenmarkt ausgerichtet gewesen, wie Matsuda bestätigte. Es hätte sich eigentlich nur an japanische Spieler richten sollen, doch die Tatsache, dass es sich weltweit so gut verkaufen konnte, ist für das Unternehmen ein Zeichen, dass die Entwickler vielleicht wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren sollten. Als Beispiel nannte er dafür auch Hitman Absolution, welches durch viele Mechaniken mehr die breite Masse bedienen sollte und nicht nur die Fans des Genres. Die Verkaufszahlen blieben dann jedoch hinter den Erwartungen.

Deshalb könnte es sein, dass zukünftige Spiele - insbesondere die JRPGs - von Square Enix nicht mehr nur auf die breite Masse ausgerichtet werden und somit wieder die ursprünglichen Fans mehr erfreuen könnten.

Quelle: Siliconera

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