Call of Duty: Familie eines Rebellenführers verklagt Entwickler

Marvin Fuhrmann

Die Familie eines verstorbenen angolanischen Rebellenanführers verklagt Activision Blizzard. Grund dafür ist die Darstellung des Kämpfers in Call of Duty: Black Ops 2. Als Entschädigung für den Schaden an der Familie sollen eine Million Euro fällig werden.

Call of Duty: Black Ops 2 - Video-Review.

Für die Darstellung eines angolanischen Rebellenführers im 2012 erschienen Spiel Call of Duty: Black Ops 2 werden die Entwickler jetzt vor Gericht zitiert. Die Familie des Kämpfers Jonas Savimbi hat dies durch ihren Anwalt klar gemacht. Genauer gesagt, geht die Klage von den drei Kindern Savimbis aus, die mittlerweile in Frankreich leben.

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Savimbi war über Jahrzehnte lang in den Bürgerkrieg in Angola verwickelt und kämpfte gegen die Regierung und die vorherrschende Partei Popular Movement for the Liberation of Angola (MLPA). Er wurde 2002 von den Regierungstruppen getötet. Obwohl er von Ronald Reagan als Freiheitskämpfer gefeiert wurde, war Savimbi eine kontroverse Figur im Bürgerkrieg.

In der ersten Mission von Black Ops 2 kämpft die Spielfigur an der Seite Savimbis gegen die MLPA. Der Anwalt der Familie bringt nun hervor, dass Savimbi im Spiel als „Großer Halbstarker, der jeden töten will“ dargestellt wird. Die Anklage wird sich darauf berufen, dass er zu Lebzeiten ein „politischer Anführer und Stratege“ war. Als Entschädigung sollen eine Million Euro fällig werden.

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Activision Blizzard hat bereits durch ihren Anwalt auf die Klage reagiert. Etienne Kowalski sagt, dass Savimbi als „Guter“ dargestellt wird und fair porträtiert wurde. „Dafür, wer er war…Eine Person der angolanischen Geschichte, ein Guerilla Anführer, der gegen die MLPA kämpfte.“

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