Activision: Publisher hat 4,4 Milliarden Dollar Schulden

Constantin Krüger

Der kürzlich veröffentlichte Investorenbericht von Activision brachte ein überraschendes Ergebnis ans Tageslicht: Anscheinend hat der Call of Duty-Publisher über die Jahre Schulden in Höhe von circa 4,4 Milliarden Dollar angehäuft.

Call of Duty: WW2 – Die ersten 11 Minuten.

Trotz der extravaganten Höhe des Schuldenberges ist es jedoch für Firmen dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich, über einen langen Zeitraum Schulden zu machen und dann abzuarbeiten. Zudem ist die Summe eine Verbesserung im Vergleich zu den vorherigen Jahren, in denen noch von Schulden in Höhe von 5,9 Milliarden Dollar die Rede war.

Allerdings könnte der Schuldenberg trotzdem negative Auswirkungen auf Activisions Geschäft haben. Wie PlaystationLifestyle berichtete, heißt es im betreffenden Abschnitt des Berichtes:

„Zum Ende des Jahres 2017 hatte die Firma Langzeitschulden in Höhe von circa 4,4 Milliarden Dollar. Unsere Schuldlast könnte wichtige Konsequenzen haben. (…) Unsere Fähigkeit in Entwicklung und Forschung zu investieren wird begrenzt werden (…) ebenso wie unsere Fähigkeit, sich an Veränderungen des Marktes anzupassen.“

Was könnte das also für die Zukunft von großen Franchises wie beispielsweise der Call of Duty-Serie bedeuten? Die Tatsache, dass der Bericht explizit die Veränderungen des Marktes erwähnt lässt darauf schließen, dass die Firma weniger flexibel sein wird und Ausbrecher aus Seriensettings wie Call of Duty: WW2 unwahrscheinlicher werden.

Mit ihren umstrittenen Marketingpraktiken machte sich Activision in der Vergangenheit bei Fans unbeliebt.

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Außerdem könnte es bedeuten, dass in nächster Zeit keine Änderungen an Finanzierungsmodellen wie Mikrotransaktionen und Lootboxen vorgenommen werden können, selbst wenn der Markt sich von solchen Praktiken entfernen sollte. Die verringerte Investition in Forschung und Entwicklung lässt auch grundlegende Veränderungen an Spielmechaniken wie dem Gameplay oder der Grafikengine unwahrscheinlicher werden.

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