Catherine

Jonas Wekenborg

Vincent Brooks, merkt euch diesen Namen, denn er hat sicherlich ähnliche Charakterzüge wie ihr. Mit 32 Jahren und wenig Planung für die Zukunft befindet er sich in einer Langzeitbeziehung mit der hübschen, ambitionierten, wenn auch etwas frustrierten Katherine. Die streut in der letzten Zeit zunehmend Anspielungen auf eine gewünschte Heirat. Puh, wenn das nicht vom Leben geschrieben wurde. Der arme Vincent kann allerdings nicht sonderlich gut mit romantischen Anbandelungen umgehen und flüchtet sich mehr und mehr in seine Stammkneipe, um dort seine Sorgen wegzuspülen.

 

Just zu der Zeit, da Vincent angestrengt versucht, mit den enormen Anforderungen seines bevorstehenden Lebenswandels zurecht zu kommen, spaziert die junge, zielstrebige und äußerst liebreizende Catherine in den Stray Sheep Pub und wirft Vincents Welt total aus der Bahn. Frustration, Ängste und Zweifel machen sich in Vincent breit und qaälen ihn fortan jede Nacht in seinen Träumen.

 

Atlus versuchte mit ihrer radikalen Werbekampagne, die viel nackte Haut zeigte, einen Fuß in die Türen der Spieler zu bekommen. Daher fällt auch einiges, was das Spiel ausmacht unter die Mature-Ratings, also nichts für Kiddies. Dass die Trailer bislang keine Gameplay-Szenen enthielten ist auf die ausgeklügelte Handlung zurückzuführen, die alleine die Zwischensequenzen ausmachen.

 

Während „Catherine“ mit fantastisch inszenierten Zwischensequenzen glänzt, fällt beim Schauen der Trailer nicht wirklich auf, dass es sich um ein Puzzlespiel handelt. In abstrusen Leveln muss Vincent optisch anspruchsvolle Puzzles lösen, die keine Langeweile aufkommen lassen.

 

Dabei machen die gewählten Schwierigkeitsgrade ihrem Namen alle Ehre. Während Leicht tatsächlich keine große Herausforderung darstellt, doch gut für Einsteiger und Gelegenheitsspieler darstellt, beißt man sich am höheren Schwierigkeitsgrad die Zähne aus.

 

Wer die gesamte Geschichte mühelos auf Leicht gemeistert hat, kämpft vielleicht vergebens bereits in der zweiten Nacht. Da sprechen wir ja etwas an: Wie die skurrilen Träume zu Stande kommen, fragt ihr? Vincent verarbeitet jede Nacht die Probleme, die sich zwischen ihm, Katherine und Catherine ergeben. Wahrlich eine Begebenheit, wie man sie nicht zweimal erleben will, vor allem, da Catherine ein düsteres Geheimnis hegt.

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