Counter-Strike - Global Offensive: Transgender-Team aus ESL-Turnier ausgeschlossen

Luis Kümmeler 4

Ein Team von Transgender-Frauen ist bei einem kürzlich abgehaltenen ESL-Turnier in Counter-Strike: Global Offensive nicht zur Teilnahme zugelassen wollen, weil sie ihr Geschlecht nicht nachweisen konnten. Von offizieller Seite will man sich in Frauen-Turnieren nämlich gegen männliche Trolle schützen, so heißt es vom Veranstalter.

Counter-Strike-Global-Offensive-Trailer.

Transgender-Menschen sehen sich tagtäglich Widrigkeiten wie Diskriminierung in der Gesellschaft ausgesetzt – und auch das Online-Gaming gestaltet sich alles andere als unkompliziert. Das musste ein Team aus Transgender-Frauen kürzlich am eigenen Leib erfahren, als es aus einem ESL-Turnier in Counter-Strike: Global Offensive ausgeschlossen wurde, wie Buzzfeed berichtet. Das 5on5-Turnier „Female Open Summer 2017“, das von „Munich Finest Gaming“ organisiert wurde, sollte nämlich ganz klar nur für Frauen zugänglich sein. In einer Email erfuhr das Team, Männer seien nicht erlaubt, und „das Fälschen des Geschlechts kann bestraft werden.“

Counter-Strike: Behinderter Spieler wird erst gemobbt & dann zum Star

Das Problem dabei: Die italienische Teamkapitänin Sly Buehl Rigilio und ihre Mitstreiterinnen sind inzwischen Frauen, haben nur teilweise eben noch nicht die entsprechenden Maßnahmen vorgenommen, um sich auch ausweisen zu können. Das verlangte der Veranstalter „Munich Finest Gaming“ aber, um sich laut eigener Aussage vor Männern zu schützen, die sich fälschlicherweise als Frauen ausgeben und sich als Trolle in das Turnier zu schleichen versuchen.

Counter-Strike - Global Offensive: Profi-Spieler für ein Jahrtausend gesperrt

Die ESL-Sprecherin Anna Rozwandowicz soll dazu gesagt haben, das „Female Open“ sei eine deutsche Veranstaltung, die in Deutschland stattfindet und von einem deutschen Unternehmen organisiert wird, weswegen man sich klar an deutsche Gesetzgebung halten müsse. Und die sieht eben vor, dass jenes Geschlecht Gültigkeit hat, das auf einem Ausweis steht. „Ich verstehe die Frustration des Teams vollkommen“, so Rozwandowicz außerdem. „Aber unsere Administratoren haben sich in ihrer Arbeit an die Regeln gehalten.“

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung