Counter-Strike GO: Valve wegen Unterstützung illegaler Wettgeschäfte verklagt

Lisa Fleischer 2

Wegen der angeblichen Unterstützung illegaler Wettgeschäfte verklagt ein Spieler von Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) in den USA den Publisher und Steam-Entwickler Valve. Im Zentrum stehen dabei die Skins, die auf diversen Seiten als Wetteinsatz dienen können. Valve billige es, so der Vorwurf, dass man sich mit seinem Steam-Account auf diesen Seiten einloggen könne und sei somit Teil der illegalen Geschäfte werde.

Counter-Strike-Global-Offensive-Trailer.

Der US-amerikanische Counter-Strike-Spieler Michael John McLeod verklagt Valve. Der Vorwurf: Valve ermögliche mit den Waffenskins in CS:GO illegale Wetten. Der Klageschrift zufolge soll die Valve Corporation bewusst toleriert haben, dass um den E-Sport-Shooter ein illegaler Markt entstanden sei, auf dem Spieler und Dritt-Unternehmen mit Waffenskins „wie mit Casino-Chips“ handeln und diese indirekt als Wetteinsätze verwenden würden.

Vor allem geht es dabei um die Third-Party-Seiten CSGO Diamonds, CSGO Lounge und OPSkins, die durch McLeod ebenfalls verklagt wurden. Auf diesen ist es nicht nur möglich, Waffenskins zu tauschen und mit ihnen zu handeln, sondern auch Wetten damit abzuschließen.

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Valve habe an dem illegalen Treiben der Websites mit Schuld, da das Unternehmen erlaubt, auf den Seiten der Drittanbieter den eigenen Steam-Account zu verlinken. So haben diese einen direkten Zugriff auf die eigenen Skins und könnten auf den Seiten Dritter als Wetteinsatz verwendet werden. „In dem Geschäft mit E-Sport-Wetten können Skins wie Casino-Chips verwendet werden und haben auch einen monetären Wert außerhalb des Spiels, da es möglich ist, sie direkt in Echtgeld umzuwandeln“, heißt es in der Anklage. Da für solche Wetten oftmals Skins gekauft werden, können die Spieler wie bei anderen Wetten auch echtes Geld verlieren.

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Valve, so die Anklage, würde von diesen Wetten direkt profitieren, da sie bei Geschäften mit diesen einen Anteil bekommen. „Dass die meisten Leute im CS:GO-Wettgeschäft Teenager und unter 21 sind, macht das (illegale) Unternehmen von Valve und den Drittanbietern noch skrupelloser.“ Schließlich hätten die meisten dieser Seiten keine Altersabfrage. McLeod selber habe sowohl als Minderjähriger als auch Erwachsener immer wieder an solchen Wetten teilgenommen und Geld verloren.

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Vom Kläger wurde beantragt, eine Sammelklage zuzulassen. Wenn dies zugelassen werden sollte, können noch weitere betroffene Personen Schadensersatz von dem Unternehmen fordern. Auf Valve könnten so hohe Schadensersatzforderungen zukommen, sollte der Klage stattgegeben werden.

Counter-Strike: Global Offensive wurde im August 2012 für den PC und Konsolen veröffentlicht. Ein Jahr später wurde das „Arms Deal Update“ released, das mehr als 100 neue Skins enthielt, die entweder im Spiel droppen oder in Steam gekauft werden können. Laut Valve hat CS:GO im letzten Monat über zehn Millionen aktive Spieler verzeichnen können.

Die gesamte Klage von McLeod könnt ihr bei Scribd einsehen.

Quelle: Polygon

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