Dreamhack: MTG landet den nächsten Coup!

Mike Koch

Der Medienkonzern MTG macht sich im eSport-Geschäft immer breiter, nachdem sie durch den Kauf von Turtle Entertainment Aufsehen erregten und der daran hängenden ESL. Nun kauft der Konzern das zweite große Unternehmen, das im eSport tätig ist. Was könnte das für den eSport bedeuten?

Dreamhack: MTG landet den nächsten Coup!

Im Juli haben wir ja berichtet, dass ein schwedischer Medienkonzern die größte eSport-Liga mit Hauptsitz in Deutschland aufgekauft hat. Sie besitzen nun 74% der Aktien von Turtle Entertainment, der Mutterfirma der ESL. Gespannt sind die eSport-Begeisterten, welchen Einfluss der Medienkonzern auf den eSport haben wird. Hoffnungen auf eSport im Fernsehen wachsen stetig, denn vor allem im skandinavischen Raum besitzt der Konzern einige TV-Sender.

Die Dreamhack veranstaltet jährlich in Jönköping die größte Lan-Party der Welt und hat mit vielen neuen Events in diesem Jahr groß expandiert. Neue Turniere der Dreamhack, verteilt über den ganzen Globus, starten in diesem und nächsten Jahr. Darunter auch die Dreamhack Leipzig 2016. Nun gab MTG in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Dreamhack von dem Konzern zu 100% aufgekauft wurde.  Ausgegeben hat der Konzern etwa 244 Millionen Schwedische Kronen! Das entspricht etwa einem Wert von 26 Millionen Euro.

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Dumm gelaufen – Spieler, die beim Cheaten erwischt wurden.

Was bedeutet das für den eSport, wie wir ihn kennen?

Es bleibt abzuwarten, inwiefern sich der eSport dadurch weiterentwickelt. Die anfängliche Euphorie für den Eintritt von MTG verwandelt sich langsam in Zweifel. Schon jetzt entstehen Gerüchte, dass die ESEA, als größtes eSport-Unternehmen Amerikas, als nächstes auf dem Plan von MTG steht. Eine Monopol-Stellung könnte vielleicht den eSport fördern, denn zu viele Köche verderben ja bekanntlich den Brei! Außerdem hat MTG viel Erfahrung mit Medien und könnte dem eSport vielleicht den letzten Funken Seriösität bringen, den der Sport braucht, um sich endlich durchzusetzen.

Auf der anderen Seite könnte MTG den eSport auch zum Stagnieren zwingen, denn gerade der Konkurrenzdruck, der verschiedenen Organisationen, hat die Preisgelder in den letzten Monaten in die Höhe getrieben und damit auch das Spiel interessanter für Außenstehende gemacht. Wir können nur abwarten und Tee trinken.

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