eSport wird zum offiziellen Sport in Frankreich!

Mike Koch

eSport wächst und wächst. Aber die Diskussion, ob er ein „echter“ Sport ist oder nicht, reißt nicht ab. Große Turniere, viel Geld und eine riesige Steigerung der Professionalität führen dazu, dass eSport auch außerhalb der Szene größer wird. Frankreich ist nun das erste europäische Land, dass eSport zu einem offiziellen Sport macht. Welche Folgen könnte das für den Sport haben? Mehr dazu erfahrt ihr in den News.

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Große Turniere, wie die League of Legends Weltmeisterschaften oder das The International 2015 in Dota zeigen uns, dass eSport immer größer wird. Angefangen als kleine LAN-Partys in Kellern, sind es mittlerweile Massen-Events, die ganze Stadien füllen. Doch eine Diskussion scheint in Europa immer noch auf dem gleichen Stand zu sein. Sollte eSport ein offizieller Sport werden? Der Deutsche Olympische Sportbund gibt dazu sein eindeutiges Nein. Der DOSB verweist dort auf die Aufnahmeordnung des DOSB. Darunter sind Punkte geführt, wie: „Einhaltung ethischer Werte“ oder „eigenen, sportartbestimmenden motorischen Aktivität“. Kann der eSport diese Kriterien nicht erfüllen? Sind Schach und Schießübungen motorisch aktiver in ihrer Ausübung? Vertreten Boxen und Fechten gewaltfreie, ethische Werte besser  als eSport?

Mittlerweile gibt es für Deutschland sogar eine Petition zur Anerkennung des eSports in Deutschland als offizielle Sportart. 1.700 Personen beteiligten sich schon an der Petition, die bis Samstag geht. In unserem westlichen Nachbarland ist dieser Versuch schon ein paar Stufen weiter. Die französische Regierung beschäftigte sich mit dem Thema Internet und Rechte im Internet intensiv, auch die französische Bevölkerung wurde gefragt. Aus diesem Grund kam unter anderem eSport als offizieller Sport in die Diskussion der Regierung. Die Antwort erfreut die vielen leidenschaftlichen Gamer, denn Frankreich entschied sich anders als der DOSB. Dort ist nun eSport ein offizieller Sport. Aber was sind die Folgen?

 

Durch die Anerkennug als Sport, bekommen Titel, wie Counter-Strike:Global Offensive, Dota 2 oder LoL eine staatliche Überwachung. Abläufe der professionellen Spieler und Sponsoren werden an andere Sportarten angepasst und vereinfacht.  Spielern ist es nun in Frankreich möglich als Unternehmer ihre eigenen rechtlichen Rahmenbedingungen festzulegen. Ausbeutung durch Organisationen wird dadurch erheblich verringert. Viele Unternehmen, wie beispielsweise Valve oder Riot Games, versuchen, die Professionalität durch Produktion und Rahmenbedingungen massiv zu erhöhen. Eine offizielle Anerkennung und die Gründung von eSport-Verbänden könnten die letzten Stufen zu einer vollständigen Professionalisierung des eSports sein. Wir können also nur hoffen, dass sich andere Regierungen und Verbände Frankreich zum Vorbild nehmen!

Hier könnt ihr das letzte Counter-Strike Major noch einmal nacherleben!*

 

 

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