Skully ist der Name des Projektes, welches im Moment auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo die Massen begeistert: Auf den ersten Blick handelt es sich um einen Motorradhelm im schicken Design, welcher allerdings bei genauerem Hinsehen zahlreiche technische Raffinessen wie ein transparentes Display, Sprachsteuerung und eine rückwärtige Kamera mit 180-Grad-Blickwinkel offenbart. Der revolutionäre Helm schaffte es innerhalb von kürzester Zeit, die vorgegebene Zielsumme um das Dreifache zu übertreffen.

Bei Google Glass sind viele Nutzer nach wie vor skeptisch, ob man mehr als 1.000 US-Dollar für eine Brille mit technischem Schnickschnack ausgeben sollte. Ganz anders hingegen das begeisterte Feedback der Community zum Motorradhelm Skully, ebenfalls im weitesten Sinne ein Wearable Device, welches die Zukunft des Motorradfahrens maßgeblich prägen könnte. Die Entwickler von Skully haben sich eingehend mit den Problemen und Herausforderungen von Motorradfahrern beschäftigt und den Helm entsprechend dahingehend konzipiert, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu befriedigen. So findet sich auf der Rückseite des Helms eine Kamera mit 180-Grad-Blickwinkel, der dem Fahrer stets einen Blick auf die Verkehrslage hinter ihm erlaubt. Angezeigt wird das Bild auf einem kleinen, transparenten Display hinter dem Visier, ähnlich wie es auch bei Google Glass der Fall ist.

Nicht nur die Verkehrslage hinter dem Fahrer, sondern auch die Navigation lässt sich durch das kleine Display im Auge behalten. Mittels eingebauter Kopfhörer werden dem Fahrer zudem nicht nur die Anweisungen für die Fahrt mitgeteilt, sondern auch eingehende Anrufe und andere Benachrichtigungen signalisiert.

Heads-up-skully

Hierzu wird der Helm mittels Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, auch die Internetverbindung kann durch Skully auf diesem Wege mitverwendet werden, wobei man den Motorradhelm nach etwa 9 Stunden Nutzung mittels eines microUSB-Kabels wieder aufladen muss. Die Software des Helms basiert auf Android, sodass Entwickler zukünftig noch zahlreiche weitere Anwendungen für den intelligenten Helm erstellen können, um Motorradfahrern das Leben zu erleichtern.

skully-Android-helm-Technologie

Ganz abgesehen von all den pragmatischen Vorteilen sieht der Motorradhelm auch sehr ansprechend aus - wenig verwunderlich, dass die Community sich von dem Projekt begeistert zeigt und innerhalb weniger Stunden die Zielsumme von 250.000 US-Dollar um mehr als das Dreifache von Unterstützern übertroffen worden ist. Vermutlich besitzt das Unternehmen aber auch anderweitig Investoren und nutzt die Indiegogo-Plattform lediglich dazu, um auf sich aufmerksam zu machen und Vorbesteller für sich gewinnen zu können. Die einzige Möglichkeit, aktuell bei Indiegogo einen Beitrag zu dem Projekt zu leisten, besteht nämlich im Erwerb eines Helms. Der Preis ist dabei im Vergleich zu Google Glass aber gar nicht mal so utopisch, wie man es vielleicht erwarten würde: Ab 1.400 US-Dollar können Interessenten Skully ihr eigen nennen, eine Auslieferung findet ab Mai 2015 weltweit für einen Aufpreis von weiteren 100 US-Dollar statt.

Quelle: Skully, Indiegogo [via Android Police]