Smarter Ring: Was wurde aus dem „Smarty Ring“? (Crowdfunding)

Martin Malischek

Vielleicht doch zu schön um wahr zu sein: Im Dezember letztes Jahres berichteten wir über das Crowdfunding-Projekt „Smarty Ring“. Der Ring soll ähnlich wie eine Smartwatch fungieren. Vor allem in puncto Design aber auch bei der Funktionalität überzeugte er. Doch mit den knapp 300.000 eingenommenen US-Dollar ist bis dato scheinbar nicht viel passiert.

Crowdfunding-Projekte sind toll: Entwickler, die keinen interessierten Hersteller finden, können der Internet-Community ihre Idee schmackhaft machen und so womöglich doch das gewünschte Produkt produzieren. Neben verschiedenen Goodies wie vergünstige Preise für Unterstützer, die schnell zuschlagen, ist auch eine Einbindung der Interessierten nicht selten.

Doch neben den Vorteilen haben Crowdfunding-Projekte auch einen entscheidenden Nachteil: Häufig werden die Plattformen ausgenutzt, um so schnell an Geld zu kommen, dass die Unterstützer unter Umständen nie wieder sehen. Auch werden des Öfteren Projekte in den Sand gefahren und die finanziellen Mittel hierbei komplett ausgereizt. Hier ist natürlich ebenfalls nicht damit zu rechnen, dass die sogenannten „Backers“ (Gönner) ihr Geld wiedersehen.

Smarty Ring: Bekommen Crowdfunder das Wearable?

Wie sich das bei der Indiegogo-Kampagne „Smarty Ring“ verhält, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Bei dem „Smarty Ring“ handelt es sich um einen Ring, der über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden wird. Er soll sich kabellos laden lassen und auch verschiedene Smartphone-Steuerungsoptionen, wie beispielsweise für das Überspringen eines Musiktitels, beherbergen. Eigentlich sollte der „Smarty Ring“ bereits im April dieses Jahres ausgeliefert werden.

Smarty Ring.
Smarty Ring (01:06)

„Wollten wir mit eurem Geld abhauen, würden wir euch nicht mit Updates versorgen“

Doch obwohl das Ziel von 40.000 US-Dollar mit knapp 300.000 US-Dollar weit übertroffen wurde, bekamen die Unterstützer bis dato keine funktionstüchtigen Prototypen zu Gesicht. Des Weiteren vertrösten die Entwickler immer wieder ihre Interessenten mit häufigen Verschiebungen des Versanddatums. Mittlerweile klingen die Updates auf der Indiegogo-Seite von Smarty Ring weniger positiv:

„Wollten wir mit eurem Geld abhauen, hätten wir keine Gründe euch mit neuen Updates und Kommentaren zu versorgen. Ihr habt uns euer Vertrauen geschenkt, ohne jemals ein funktionierendes Produkt zu sehen. Wir respektieren das und werden das Produkt, egal wie viel es kostet, fertigstellen. Wir werden es bald fertigstellen, wartet auf das nächste Update.“

Diese Stellungnahme scheint zwar zu beruhigen, aufgrund der immer wieder verschobenen Auslieferungstermine des Smarty Rings (begonnen vor einem halben Jahr) und den spärlichen Aktualisierungen lässt dies die Unterstützer jedoch wenig hoffen. Das lässt sich ebenfalls in den Kommentaren des Projekts bei Indiegogo sowie auf Facebook sehr gut ablesen.

Aufgrund der Sachlage ist es schwer abschließend zu klären, ob es sich hierbei tatsächlich um einen „Fake“ handelt oder tatsächlich einige Schwierigkeiten bei der Produktion vorliegen.

Quelle: Indiegogo

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