Yogventures: Umsonst gespendet! Erfolgreich finanziertes Kickstarter-Projekt wird eingestellt

Richard Nold 7

Die Crowdfunding-Website Kickstarter hat sich in den vergangenen Jahren als beliebte Anlaufstelle für kleine Entwicklerstudios bewiesen. Wird kein Publisher gefunden, wendet man sich einfach an die Fans, die dann unter Umständen die Rolle des Geldgebers übernehmen. Was oft sehr gut funktionierte, ging bei den Machern von Yogventures leider schief. Das erfolgreiche Kickstarter-Projekt wird nun sogar eingestellt.

Yogventures: Umsonst gespendet! Erfolgreich finanziertes Kickstarter-Projekt wird eingestellt

In vielen Köpfen der Indie-Entwickler schlummern oftmals sehr gute Ideen, die zu tollen Spielen führen könnten. Leider sind nicht alle Publisher dazu bereit, dieses Risiko einzugehen und einem kleinen Team mit dem benötigten Geld unter die Arme zu greifen.

Das unabhängige Entwicklerteam Winterkewl Games hat sich 2012 auch an die barmherzigen Spendern von Kickstarter gewendet. Benötigt wurden 250.000$ für die Entwicklung des Open-World-Titels „Yogventures“. Darin sollten Spieler nach dem Minecraft-Prinzip eigene Welten kreieren und diese mit ihren Freunden teilen können.

Die Vision gefiel den Spielern und man erreichte mit 567.665$ sogar mehr als doppelt so viel Geld, wie anfangs erwartet. Bekannt wurde das Projekt erst durch den YouTube-Partner Yogscast, die für ordentlich Werbung auf ihrem Channel sorgten. Nachdem das Entwicklerteam einige Meilensteine nicht erreichen konnte und das Spiel nicht mehr den Erwartungen entsprach, fand der Partner es für unnötig weiter die Werbetrommel zu rühren. Die insgesamt 13647 Geldgeber wurden heute informiert, dass man die Entwicklung des Spiels eingestellt habe und das Team sich auflösen wird.

Jeder Spender soll nun anstelle des erwarteten Spiels, einen Steam-Code für das PC-Spiel „TUG“ erhalten. Schlimmer trifft es allerdings diejenigen, die wirklich viel gespendet haben. Mehr als 200 Leute haben nämlich über 300$ abgegeben, um neben dem Spiel auch Extras wie z.B. T-Shirts, Figuren und andere materielle Dinge zu erhalten. Fünf davon sollen sogar mehr als 10.000$ gespendet haben, um ein gemeinsames Mittagessen mit den Entwicklern unternehmen zu können.

Diese Prämien kann Winterkewl Games den Fans nicht mehr anbieten, da das Spiel nicht fertiggestellt wurde und die finanziellen Mittel wahrscheinlich ausgegangen sind. Laut Angaben des Teams soll das Projekt zu umfangreich gewesen sein. Die Entwickler hätten sich zu viel vorgenommen und stießen nach einiger Zeit auf Probleme in der Planung und dem Management.

Winterkewl Games versucht nun für die versprochenen Prämien Ersatz zu finden, um den Spendern das Gefühl zu vermitteln, nicht umsonst Geld ausgegeben zu haben. Apropos Geld, dieses wird das Studio den Fans nämlich nicht mehr zurückzahlen können.

Laut dem FAQ von Kickstarter garantiert die Website leider nicht, dass die Projekte nach der Finanzierung fertiggestellt werden.

Quelle: Eurogamer

 

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