Cut the Rope 2: Om Noms neuestes Abenteuer im ausführlichen Test

Oliver Janko 3

Om Nom ist zurück! Auch im zweiten Teil des weltbekannten Geschicklichkeitsspiels Cut the Rope macht sich das kleine grüne Alien wieder auf die Suche nach seinen Lieblingssüßigkeiten. Die zweite Auflage von Cut the Rope soll laut Herstellerangaben mit jeder Menge neuer Missionen, unbekannter Welten und spannender Charaktere aufwarten. Wir haben uns das neueste Abenteuer von Om Nom und seinen Freunden genauer angesehen und verraten, ob das Game an den überragenden Erfolg des ersten Teils anschließen können wird.

Cut the Rope 2: Om Noms neuestes Abenteuer im ausführlichen Test

Gleichbleibendes Spielprinzip…

Das Spiel richtet sich an jüngere und ältere Android-Fans gleichermaßen, wie bereits an der sehr lobenswerten Einleitung zu erkennen ist: Die Entwickler von ZeptoLab warnen gleich zu Beginn den Besitzer des Smartphones vor etwaigen versehentlichen In App-Käufen – ein Problem, mit dem sich vor allem Eltern konfrontiert sehen. Um derartige Probleme im Vorhinein aus der Welt schaffen zu können, lassen sich In App-Angebote in den Einstellungen der Anwendung deaktivieren – ein unüblicher Schritt, lobenswert und damit definitiv eine Erwähnung wert.

…mit jeder Menge neuer Herausforderungen

„Om Noms unerwartetes Abenteuer“ lautet der Titel des zweiten Teils der Serie – das Intro verrät, warum: Das grüne Mini-Alien will sich eigentlich nur an seinen im Vorgänger gesammelten Süßigkeiten erfreuen, als ihm diebische Bösewichte seine Bonbons stehlen und in einen Heißluftballon verfrachten. Der mutige Hauptprotagonist verheddert sich allerdings in einem Seil des Ballons und stürzt anschließend vom Korb – und damit mitten in ein neues, fesselndes Abenteuer. Der Terminus „fesselnd“ darf hier wörtlich verstanden werden, die Entwickler setzen auf die Stärken des Vorgängers: Ein grundsätzlich einfaches Spielprinzip, mit einer sukzessiven Steigerung des Schwierigkeitsgrades von Level zu Level. Muss der Nutzer zu Beginn nur einige wenige Seile durchtrennen, um die Bonbons in Om Noms Maul fallen zu lassen, kommen von Spielstufe zu Spielstufe neue Gegenstände und Hindernisse hinzu, die die Hirnwindungen geradezu glühen lassen. Die Seile werden übrigens – ganz wie beim Vorgänger – durch eine einfache Wischbewegung getrennt.

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Nach dem ersten Level fordert das Spiel – wie mittlerweile üblich – noch die Anmeldung zu Google Play Games. Damit können andere Spieler die Fortschritte des Nutzers mitverfolgen, außerdem gibt es so einige Goodies abzustauben.

Zahlreiche neue Charaktere

Mit der Zeit werden die Aufgaben wie bereits erwähnt fordernder: Ist es zu Beginn noch ein Leichtes, alle drei Sterne pro Level abzustauben, wird der Schwierigkeitsgrad schon bald erheblich schwieriger. Vor allem die neuen Hindernisse und Welten erschweren die Aufgabe: Baumstämme, Luftpumpen oder Ballons wollen taktisch klug eingesetzt werden, um das Ziel zu erreichen – und Om Nom seine Süßigkeiten zu spendieren. Dafür stehen dem Spieler einige Freunde des kleinen Aliens zur Verfügung: Manche stellen Sprungfedern zur Verfügung, andere fungieren als eine Art Helikopter, um Om Nom über unüberwindbare Hindernisse zu bringen. Die breite Auswahl an verschiedenen neuen Charakteren bringt eine völlig neue Komponente ins Spiel, die für jede Menge Abwechslung sorgt.

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Lästiges In App-System

Wo Licht ist, ist bekanntlich aber immer auch Schatten: Damit Om Nom alle Levels abschließen kann, braucht er im neuen Teil jede Menge Energie. Die wird dem Spieler zwar laufend gutgeschrieben, längere Spielsession sind mit der kostenlosen Menge aber nicht möglich – ein ziemlicher Widerspruch zum süchtig machenden Spielprinzip. Wer nicht warten möchte, bis die Sonnenenergie wieder vollständig aufgeladen ist, muss Goldmünzen investieren – die allerdings relativ rasch zur Neige gehen. Als Alternative steht noch der Einsatz der Kreditkarte zur Auswahl, 1500 Münzen kosten 1,80 Euro. Damit erhält man dann rund fünf Sonnenstunden, also fünf reale Spielstunden.

Im Play Store gehen ob dieses Umstandes die Wogen hoch, auch wir schließen uns der Kritik an: ZeptoLab überzeugte bislang durch ein grundsätzlich kostenloses Spielprinzip ohne Einschränkungen, in der neuen Version stimmt das nicht mehr zu einhundert Prozent. Ein weiteres Manko gibt es zudem auch noch: Egal, wie viel der Spieler an realem Geld investiert, die Werbung lässt sich nie gänzlich ausstellen – und die hat es in sich: Anstatt auf einfache, kurze Einblendungen zu setzen, startet alle paar Levels ein nerviger Vollbild-Werbespot, der den Spielfluss trübt und dem ein oder anderen Spieler sicherlich die Zornesröte ins Gesicht treiben wird.

Viele Fans wünschen sich hier eine kostenpflichtige Version zu einem Fixpreis, wie es auch beim Vorgänger der Fall war. Der Einsatz von realem Geld ist also nicht zwingend notwendig, ZeptoLabs macht sich mit dem aufdringlichen Monetarisierungs-System aber sicherlich kaum Freunde – außer vielleicht bei der Herrschaften aus der eigenen Finanzabteilung.

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Fazit

Om Noms Rückkehr wäre triumphal – wäre da nicht die lästige Werbung beziehungsweise das aufdringliche In App-System. Das Spiel selbst überzeugt auf voller Breite: Om Nom ist süß wie eh und je, die Aufgaben sind fordernd, das Spielprinzip ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Dass ein Entwicklerstudio in letzter Instanz auch auf die Finanzen sehen muss, ist verständlich – man kann es aber auch übertreiben. So lobenswert Om Noms neues Abenteuer also auch ist, durch einige Fehlentscheidungen nimmt sich ZeptoLabs ein wenig selbst den Wind aus den Segeln. Einen Versuch ist Cut the Rope 2 aber auf jeden Fall wert.

Cut the Rope 2
Entwickler:
Disney
Preis: Kostenlos

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