Cyberpunk 2077: Unser Eindruck nach einer Stunde Gameplay

Alexander Gehlsdorf 1

Nach Jahren der Spekulation wurde auf der E3 2018 nicht nur endlich ein neuer Trailer zu Cyberpunk 2077 gezeigt, sondern wir durften uns hinter verschlossenen Türen auch eine ganze Stunde Gameplay ansehen. Wir verraten dir die wichtigsten Details.

Cyberpunk 2077 – Offizieller E3 2018 Trailer.

Als vor einigen Tagen endlich der lang erwartete Trailer zu Cyberpunk 2077 gezeigt wurde, konnte die allgemeine Begeisterung nicht von allen Zuschauern geteilt werden. Wie ein GTA im generischen achtziger Jahre Retro-Zukunfts-Look sähe das Spiel aus, twitterte etwa William Gibson, der das Cyberpunk-Genre mit seinem Roman Neuroamncer praktisch erfunden hat. Wird das Spiel ein echtes Rollenspiel und würdiger Nachfolger der Witcher-Reihe oder doch nur ein GTA-Klon?

Inzwischen hatten wir die Möglichkeit, uns das Spiel für eine ganze Stunde selbst anzusehen und können entwarnen: In Cyberpunk steckt die gleiche Rollenspiel-DNA, die bereits The Witcher zu einem Meisterwerk gemacht hat. Dennoch gibt es einige markante Unterschiede, die über das neuartige Setting hinausgehen.

Das beginnt bereits mit der Charaktererstellung, denn anders als in The Witcher bestimmst du selbst, mit wem du dein Abenteuer starten willst. Du wählst das Geschlecht, Aussehen, Stärken, Schwächen und die Hintergrundgeschichte deines Charakters, die sich alle mal mehr, mal weniger auf den Handlunsverlauf auswirken können. Nur ein Detail ist konstant: Dein Charakter heißt V.

Was V alles kann, das bestimmt du dank des fließenden Klassensystems ebenfalls. Das System ist nicht vordefiniert, stattdessen kannst du Skills und Fähigkeiten aus den drei Spezialisierungen Netrunner, Techie und Solo auswählen. Diese erlauben es dir, allerhand Cyber-Unsinn anzustellen, etwa Türen zu Hacken, als Ingenieur tätig zu werden oder sogar Kugeln um die Ecke zu lenken.

Außerdem kannst du dich mit allerlei Implantaten augmentieren lassen, die dir etwa Nachtsicht oder eine gepanzerte Haut verschaffen. Spannend ist die Frage, ob diese Implantate an die Klassenfähigkeiten gebunden sind oder für Ingame-Währung gekauft werden, die du dir mit Quests verdient. Hat ein reicher Spieler mehr Möglichkeiten zur Augmentierung?

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Die Stadt Night City ist in sechs Distrikte aufteilt, die du in der Ego-Perspektive erkundest. Der Verzicht auf die Third Person-Sicht macht die Erfahrung augenblicklich noch einen Tick immersiver als noch in The Witcher – zumal die gesamte Spielwelt ohne Ladebildschirme auskommt, jedenfalls während des Demo-Levels.

Allerdings ist die Stadt nicht von Anfang an komplett frei begehbar. Stattdessen musst du dir Ansehen — Street Cred — verdienen, indem du Quests löst oder auch passende Klamotten trägst. Kommst du mit anderen Charakteren ins Gespräch, erwarten dich Rollenspiel-typische Dialoge, in denen du jede Menge Entscheidungen treffen kannst und wirst.

Cyberpunk 2077 - Unser Eindruck nach einer Stunde Gameplay.

So sollen all deine Entscheidungen, deine Quests, Nebenaufträge, aber eben auch dein Geschlecht und deine Hintergrundgeschichte Auswirkungen auf die Spielwelt und die Story haben. Das versprechen jedenfalls die Entwickler.

Wie große Auswirkungen unsere Entscheidungen wirklich haben werden, lässt sich anhand der aktuellen Gameplay-Präsentation noch nicht absehen. Wann wir es endlich selbst herausfinden können, ist ebenfalls unbekannt, denn bislang ist für Cyberpunk 2077 noch kein Release-Datum bekannt. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Das Warten wird sich lohnen.

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