Dark Souls 2 - Crown of the Old Iron King Test: Gut, aber ohne Funken

Thomas Goik 7

Herunterladbare Zusatzinhalte für ein Spiel wie „Dark Souls 2“ können nicht funktionieren. Dachte ich zumindest, bis mich From Software mit „Crown of the Sunken King“ bereits zum zweiten Mal eines Besseren belehrte. Zwar erreichte der DLC nicht die Qualität eines „Artorias of the Abyss“, dem einzigen DLC für das erste „Dark Souls“, trotzdem hatte ich eine Menge Spaß in der von einem mächtigen Drachen bewohnten Ruine. „Crown of the Old Iron King“ läutet nun Runde 2 der DLC-Trilogie für das dritte Souls-Spiel ein – lohnt sich der Aufstieg zum Iron Keep?

Wie schon beim „Sunken King“ erhaltet ihr direkt beim Spielstart den Schlüssel zum neuen Gebiet, die Tafel in Majula und die Beschreibung des Schlüssels verraten euch zudem, wo sich der DLC befindet. Ihr müsst zurück zum Iron Keep, hinter dem Bonfire des Old Iron King befindet sich der Altar, der euch zum DLC-Gebiet bringen wird.

Dark Souls 2 DLC Trailer.

Dort angekommen werdet ihr mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt, riesige, zerfallen Türme stehen am Horizont, verbunden durch uralte, schwere Eisenketten. Über eine dieser Ketten gelangt ihr zum ersten Bonfire und damit zum Startpunkt des neuen „Dark Souls 2“-Gebiets. Der DLC besteht größtenteils aus mehreren Türmen, die ihr auf und abgehen werdet. Nach und nach offenbaren sich neue Wege, schalten sich Abkürzungen frei, bis ihr die Struktur dieses unbekannten Orts verinnerlicht habt.

Der vertikale Aufbau des Gebiets fühlt sich dabei sehr frisch an, leider wird ästethisch wenig Neues geboten. Denn nach dem eingangs erwähnten Panorama habt ihr bereits das Spektakulärste gesehen, das euch „Crown of the Old Iron King“ zu bieten hat. Hier und da gibt es noch ein paar sehenswerte Ausblicke, ansonsten folgt ein dunkler Korridor dem nächsten, allesamt geschmückt mit altbekannten Mauertexturen.

Auch die neuen Gegner sind nicht durchweg gelungen. Ihr werdet hauptsächlich Skelett-Kriegern begegnen, die mal mit Schild und Schwert, mal mit zwei Äxten auf euch zuspringen werden. Die Klapper-Kollegen sind nur in der Masse wirklich gefährlich. Eine größere Herausforderung bieten die Geister-Krieger, die euch mit Pfeil und Bogen oder Flammenschwert attackieren und reanimiert werden, solltet ihr noch nicht einen bestimmten anderen Gegner im Umfeld besiegt haben – was es damit auf sich hat, will ich an dieser Stelle nicht verraten. Highlight unter den Standard-Gegnern sind die kopflosen Giganten, die mit riesigen Keulen oder Schwertern nach euch schwingen, und die heiße Glut zu bluten scheinen – werdet ihr davon erwischt, nehmt ihr Schaden.

Die Level-Struktur bietet dank einer später freigeschalteten Fahrstuhl-Mechanik ein paar nette Aha-Momente, wirklich kompliziert wird es aber nie. Als besonders enttäuschend empfand ich dieses Mal das Bossgegner-Angebot. Insgesamt erwarten euch drei große Kämpfe, einer davon ist eine direkte Kopie aus dem Hauptspiel – da wurde ein Boss einfach nur mit einer anderen Farbe neu angestrichen und das war’s. Der zweite Bossgegner hat nahezu das gleiche Move-Set wie der erste, lediglich der dritte Kampf ist wirklich eindrucksvoll und dank schicker Kampf-Arena auch gut in Szene gesetzt.

Bilderstrecke starten
17 Bilder
15 Gegner in Videospielen, die einfach nur eklig sind.

Fazit:

„Crown of the Old Iron King“ konnte leider keinen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Zwei uninspirierte Bosskämpfe, wenig neue Kampf-Situationen und eine zwar ausgeklügelte, aber nicht sonderlich überraschende Level-Struktur machen aus dem zweiten DLC für „Dark Souls 2“ lediglich einen netten Zeitvertreib. Die coole Szenerie und der dritte große Bosskampf machen „Crown of the Old Iron King“ durchaus sehenswert, ein Must-Have ist es aber nicht.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA GAMES

* Werbung