Dark Souls Remastered: Das Sterben geht weiter

Daniel Kirschey

Dark Souls in neuem Gewand? Bandai Namco will vorbeikommen und uns die neue Version des Meisterwerks Dark Souls vorstellen – mit neuer Grafik und vielen kleinen Änderungen. Da sagen wir nicht Nein.

Dark Souls Remastered - Pre-Order Trailer - German Version.

Und plötzlich geht die Tür auf. Marco Süß und Annika Bartels von Bandai Namco stehen davor und wollen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Eigentlich wollen sie, dass wir sterben. Um dann daraus zu lernen – Dark Souls eben. Na ja, außerdem wollen sie uns natürlich auch noch die Vorzüge der aufpolierten Version des Spiels nahebringen. Schnell ist ein Raum mit Couch und großem Fernseher gefunden.

Auf der Spielercouch nehmen drei Redakteure Platz: Marvin von spieletipps und Dark Souls-Veteran, Marina von gamona, die Dark Souls-Jungfrau und meine Wenigkeit, ebenfalls Veteran. Sobald wir herausgefunden haben, dass Marina Dark Souls noch nie richtig gespielt hat, ist die Sache für Marvin und mich klar: Marina muss spielen. Auf schwarzem Bildschirm erscheint das Logo. Start gedrückt und das Intro beginnt. Marvin bekommt Gänsehaut und wischt sich eine Träne aus dem Augenwinkel. Marina schaut etwas irritiert drein. Doch die Verwirrung verschwindet, als der Charakter erschaffen werden muss. Den taufen wir kurzerhand auf den Namen „Noob“.

Noob wacht in einer Zelle auf. Bekommt einen Schlüssel per Leichenexpress in diese geworfen. Alles bekannt soweit. Doch was erspähen die Äuglein? Die „Gegenstandsflamme“, die über der Leiche thront, leuchtet gar bläulich und ein Ring kringelt sich um sie. Überhaupt fällt sofort auf, dass die Farben ein Quäntchen satter sind – ohne dabei zu bunt zu sein. Der melancholische Grundanstrich ist trotzdem vorhanden. Marina läuft übrigens gerade in die Eisenkugelfalle. Niemand von uns hat sie gewarnt. Doch auf den Ritter hinter der geborstenen Mauer machen wir sie aufmerksam. Ohne Estus-Flaschen wäre das Spiel einfach unnötig schwer.

Was als Nächstes sofort auffällt: Alles läuft in 60fps und ist dementsprechend flüssig. Ja, PC-Spieler kommen schon seit einiger Zeit in den Genuss der 60fps – jetzt gib es sie auch endlich für Konsole. Ohne Bugs, ohne dabei durch den Boden zu glitchen. Die Grafikoptimierungen holen aus Dark Souls einiges heraus. Es ist jedoch ein Remaster und kein Remake. Es sieht noch immer genauso aus wie zuvor, nur einen Ticken schöner.

Marina ist inzwischen am Feuerbandschrein angekommen. Vor dem Leuchtfeuer, das in der aufpolierten Version neue Flammen spendiert bekommen hat, stellt sie sich hin und „ploppt“ kleine Seelen. Was für ein Glück! Die Remaster-Entwickler von QLOC spendieren Dark Souls die Komfortfunktionen aus den späteren Teilen. Statt eine nach dem anderen platzen zu lassen, stopft sich Marina direkt mit vier kleinen Seelen voll. Die strömen dann in Geschicklichkeit, schließlich wollen wir noch den Händler in der Burg der Untoten plätten und uns das Uchigatana holen.

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Was ist noch überarbeitet worden? Hauptsächlich der Multiplayer-Modus. Der wurde fast komplett an den dritten Teil mit all seinen Vorzügen angeglichen. Mit bis zu sechs Spielern tummelst du dich im Spiel; durch Passwort-Matchmaking ist nun alles noch einfacher geworden. Inzwischen ist Marina beim Taurus Dämon angekommen. Nach viel Geschrei – „Mann, hat die einen Suff“ – beißt der endlich ins Gras. Marina ist angefixt, Marvin und ich wollen gleich weitermachen. Doch das muss vorerst warten. Sobald das Spiel draußen ist, das haben wir schon beschlossen, wird in gleicher Runde weitergespielt.

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Übrigens: Auch wenn Konsolen-Spieler wohl am meisten von der Remaster-Version profitieren, kommen PC-Zocker auch auf ihre kosten. Besitzer der Prepare to Die-Edition können sich die Remaster-Version für den halben Preis schnappen. Auch nicht schlecht, oder?

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