Dawn of War II - Retribution

Tobias Heidemann

Mit Dawn of War 2 und dem Erweiterungspaket „Chaos Rising“ hat Entwickler Relic seinerzeit eindrucksvoll bewiesen, dass die Echtzeit-Strategie noch lange nicht an ihren Genregrenzen angekommen ist. Im Gegensatz zu Blizzard (StarCraft 2)  war Relic gewillt die verbliebenen Innovationspotentiale des altgedienten RTS-Spielprinzips auszuloten. Das Ergebnis war eine grandiose Mixtur aus schneller Echtzeit-Taktik und Rollenspiel. Nun erscheint mit Dawn of War 2 Retribution das zweite offizielle Erweiterungspaket als eigenständiges Spiel zum kleinen Add-on Preis.

Das Standalone-Spiel „Dawn of War 2 – Retribution“ führt erstmals den Einheitenbau in das „Warhammer 40k“ Universum ein. Stand „Dawn of War 2“ noch für eine Fokussierung auf wenige, sehr unterschiedliche Heldeneinheiten, so wird sich dies nun grundlegend ändern.

Zur Erinnerung: im Vorgänger gab es weder Einheiten-, noch Gebäudebau. „Dawn of War 2″ bestand vor allem aus sehr schnellem und zugänglichem Micro-Management und setzte dabei wenige, aber dafür sehr effektive Heldenfähigkeiten. Im Laufe der Kampagne des Hauptspiels standen dem Spieler nur sechs Einheiten zur Verfügung, die man aber dank eines rudimentären Charakterentwicklungssystems und unzähligen – von Gegnern fallengelassenen – Ausrüstungsgegenständen, den eigenen Wünschen entsprechend, auslegen konnte.

In „Dawn of War 2 – Retribution“ erhält man nun durch Eroberung Punkte, welche sodann Bauoptionen für weitere Truppen und Fertigkeiten freischalten. Eine radikale Änderung an der Spielmechanik , die sich sichtbar auf das Gameplay auswirkt und ein ganz neues Spielgefühl erzeugt. Bis zu acht Einheitentypen, mit jeweils drei Upgrades, hat Relic für sein neues Einheitensystem vorgesehen.

Im Mittelpunkt des eingeführten Einheitensytems und natürlich auch der Handlung, steht die neue Fraktion der „Imperial Guard“, die im Gegensatz zu den „Space Mariens“ aus dem Hauptspiel, keine kybernetisch hochgerüsteten Kampfmaschinen darstellen, sondern ganz „normale“ Menschen sind. Um in der harten Sci-Fi Welt des „Warhammer“ Universums überleben zu können, hat Relic den normalsterblichen Jungs starke Fahrzeuge und einige spezielle Helden zur Seite gestellt. Der „Inquisitor“ füllt die Rolle des offensiven Fernkämpfers aus, während der „Lord Commissar“ sich als Nahkämpfer ins Getümmel stürzt und der „Lord General“ als Heileinheit den Schaden kompensiert.

Alle sechs Fraktionen werden in der Einzelspielkampagne spielbar sein. Auch das ist neu; war die Kampagne doch bisher den „Space Marines“ vorbehalten. Allerdings handelt es sich um nur eine Kampagne, die von den Fraktionen, mit jeweils abweichenden, Details durchgespielt werden kann. Dennoch; was Entwickler Relic und Publisher THQ den Fans hier bieten, ist in Sachen Umfang und Innovation vorbildlich.

„Dawn of War 2 – Retribution“ erscheint im März für den PC und ist für 29,99 ohne das Hauptprogramm spielbar.

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