Dead or Alive 6 im Test: Angezogener und doch reizvoll

Franziska Behner

Schon wieder ein Prügelspiel? Oh ja! Ich habe mir Dead or Alive 6 von Koei Tecmo ein bisschen genauer angesehen und verrate dir, ob sich die angezogeneren und doch sexy Kämpfe lohnen.

Dead or Alive stand schon immer für sexy Charaktere, großen Busen und kräftige Schläge. Eines der drei Dinge ist nicht mehr vorhanden. Zum Glück hat sich Team Ninja hier für den richtigen Punkt entschieden: die Nacktheit. Im neuesten Prügler im DOA-Universum sind die Figuren alle noch immer hübsch anzusehen und attraktiv – nur das Brüstewackeln und übertriebene Darstellen von nackter Haut hat abgenommen. Damit hat es in meinen Augen aber absolut nichts von seinem Charme verloren.

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Da der Geschichts-Modus sich, wie in einem Beat ‚em up üblich, nicht über 30 Stunden erstreckt und die Story rasant vonstatten geht, will ich dir an dieser Stelle nicht zu viel darüber verraten. So viel sei aber gesagt: Obwohl die Geschichte nicht immer ganz logisch aufgebaut ist, macht es Spaß, sie zu verfolgen. Koei Tecmo lässt dich die Geschehnisse immer aus den Augen des aktuell im Vordergrund stehenden Charakters erleben, was eine Menge Abwechslung bringt.

Verschiedene Erzählstränge laufen dann schließlich zu einer gemeinsamen Geschichte zusammen, die durch die einzelnen Figuren verbunden wird. Ein bisschen enttäuschend fand ich die Story-Schnipsel, die wie ein neuer Kampf im Ladebildschirm anmuteten haben, aber schließlich nur eine Minute Gequatsche beinhalteten, bevor es zurück zum Auswahlbildschirm ging. Klar, so wird die Story vorangetrieben – aber einen kleinen Kampf oder andere Interaktionsmöglichkeiten wären wirklich nett gewesen.

Let’s Fight – auf drei oder vier Wegen!

Gekämpft wird wie im Vorgänger nach einem einfachen Stein-Schere-Papier-Prinzip. Das bedeutet, du musst zwischen hohen, mittleren und tiefen Schlägen unterscheiden, die du entweder mit den Fäusten oder deinen Beinen ausführen kannst. Der Gegner lässt sich durch einen gezielten Griff und darauffolgenden Wurf sehr gut durch die Arena werfen.

Konter gehören zum festen Bestandteil von Dead or Alive und dürfen auch im sechsten Ableger des Franchises nicht fehlen. Du hast sogar die Wahl, nach welchem System du greifen möchtest. Entscheidest du dich für das 3-Wege-Modell, das jetzt erstmals zurückkommt und um einiges leichter ist, bist du auf der sicheren Seite. Eine echte Herausforderung bringt das 4-Wege-System, bei dem du aktiv mitarbeiten musst und verschiedene Tasten je nach Situation verwendest.

Appropos Tasten: Du kommst mit der Belegung der einzelnen Knöpfe nicht zurecht? Dann schau‘ doch einfach mal in die Optionen des Games. Hier kannst du nicht nur eine andere Steuerung aussuchen, sondern dir auch eine eigene Tastenbelegung zusammenstellen. Lege dir die einzelnen Angriffe so, wie du es am angenehmsten beim Zocken findest und stelle dich dem nächsten Herausforderer. Davon gibt es in Dead or Alive online sowie offline einige.

Ein bisschen weniger begeistert war ich aber von dem Fatal-Rush-System. Ich kann verstehen, dass es das Spiel vor allem für Einsteiger ein wenig zugänglicher macht. Schließlich muss nur noch wiederholt die R1-Taste auf dem Controller der PS4 gedrückt werden, um richtig coole Kombos aus dem Charakter herauszuholen. Das macht die Story noch leichter, als sie sowieso schon ist. Bei echten Spielern hilft dir dieses Verhalten aber überhaupt nicht. Wagst du dich gegen Freunde oder völlig Fremde im Online-Modus in die Arena, brauchst du gar nicht erst wiederholt eine Taste drücken. Der Gegner blockt einmal und schon ist dein Plan nicht mehr so fruchtbar.

Mehr Zerstörung bringt auch Blut und Kratzer

Interessant sind die Gefahrenzonen im Gameplay. Sie haben weniger mit dem Charakter an sich, sondern der Umgebung zutun. Oft findest du auf den Karten gewisse Elemente, die einfach hervorstechen. Dein Ziel sollte es sein, den Gegner regelrecht in die jeweilige Ecke zu drängen, um eine Sequenz auszulösen. Pulverfässer explodieren zum Beispiel gern und wirbeln den Kontrahenten umher. Auch interessant ist der riesige Tentakel, der plötzlich neben einem Boot erscheint und kräftig zupackt.

Die kreativen Köpfe hinter Dead or Alive haben sich Gedanken darüber gemacht, wie sie das Spiel auf die nächste Ebene heben könnten. Am Kampfsystem selbst haben sie nicht viel verändert, dafür aber an der Darstellung. Das gilt sowohl für die Optik der Figuren, wie auch die Interaktionen mit der Umgebung und den Arenen an sich.

Schon nach wenigen Matches ist mir aufgefallen, dass sich die Charaktere verändern. Stecken sie Treffer ein, so wird es auf dem Bildschirm ganz schön blutig. Die Haare der Figuren zerzausen und die Frisur ist nach einem K.O. meist nicht mehr so ansehnlich.

Wie Dead or Alive 6 aussieht, zeigt dir der Launch-Trailer:

Dead or Alive 6: Offizieller Launch-Trailer.

Mehr als nur einfache Prügeleien

Neben Kämpfen gegen die KI und echte Gegner, der verzweigten Story und den Tutorial-Einheiten, bietet Dead or Alive eine ausgedehnte Kategorie mit dem Namen „DOA Central“. Hier erwartet dich ein buntes Sammelsurium unterschiedlicher Informationen zum Spiel.

Mit diesen Charakteren kannst du in die Arena treten:

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Dead or Alive 6: Charaktere und Kämpferliste.

In der Datenbank erfährst du das Wichtigste über deine Ergebnisse. Schaue dir Statistiken zu den einzelnen Charakteren ein und welche Rekorde du mit ihnen erreicht hast. Das ist vor allem etwas für Spieler, die tief in das Abenteuer eintauchen wollen. In dieser Kategorie kannst du nämlich genau nachverfolgen, wie hoch (in Prozent) die erfolgreiche Abwehrrate von dir ist und andere Rekorde im Spiel.

Du bist neu bei Dead or Alive? Dann legen wir dir die Bibliothek ans Herz, denn sie hält zahlreiche Infos zur Welt von DOA für dich bereit. Das Kino zeigt Wiederholungen von verschiedenen Kämpfen und wenn dir die Hintergrundmusik nicht gefällt, lässt sie sich hier ändern.

Mach‘ dich hübsch

Für viele Spieler besonders wichtig: die Garderobe. Schließlich soll die Lieblingskämpferin (oder der Lieblingskämpfer) nicht aussehen wie ein 0-8-15-Com! Bis zu sieben verschiedene Outfits lassen sich hier zusammenstellen und abspeichern, damit sie im nächsten Match bereits fertig zur Auswahl stehen.

Um neue Kostüme und Accessoires zu erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Während du in verschiedenen Kämpfen Geld sammelst, das sich im Shop gegen Items eintauschen lässt, ist das bei Outfits ein wenig schwieriger. Das ist allerdings ein großer Pluspunkt in Dead or Alive 6, denn in einem separaten Menüpunkt mit dem Namen „DOA-Quest“ kannst du verschiedene Missionen erfüllen, um Musterteile zu erspielen. Hast du einige gesammelt, lassen sie sich wie Währung im Shop verwenden.

Wird Dir gefallen, wenn du Spaß an Beat ‚em ups hast und dabei nicht nur auf große Oberweite achtest.

Wird Dir nicht gefallen, wenn du ein bockschweres Spiel erwartest, das nichts für Anfänger ist.

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