Activision Blizzard äußert sich zur Trennung von Bungie - und es ist unangenehm

Franziska Behner

Activision Blizzard hat sich zu den Gründen geäußert, wieso sie sich von Bungie und damit auch von der Marke Destiny getrennt haben.

Activision feuert 800 Mitarbeiter, obwohl die Zahlen ziemlich gut waren – eine News, die gestern viele Menschen geschockt hat. Dass die Krankenversicherung trotzdem noch eine Weile von der nun Ex-Firma gezahlt wird, ist wahrscheinlich kein besonders großer Trost.

Drei Gründe für die Trennung

Jetzt ist vor allem noch eine Frage offen: Warum? COO Coddy Johnson hat laut Mein-MMO während einer Fragerunde mit Analysten zu den Zahlen des Geschäftsjahres einige Informationen dazu gegeben. Insgesamt sollen drei Gründe schließlich zur Entlassung der vielen Mitarbeiter geführt haben.

Als wichtiger Punkt werden die erhofften Verkaufszahlen angesehen, die Destiny 2 erreicht hat. So kam das Game bei den Kritikern durchaus gut an, verkaufte sich auch nicht unbedingt schlecht, aber deutlich weniger, als die Führungsriege erwartet hatte. Zusammengefasst und in Relation gesetzt, bedeute das, dass Destiny 2 für 2019 nicht lukrativ sein wird, wie VG24/7 schreibt. Das gab der COO auch gerade heraus zu:

„Destiny ist ein qualitativ hochwertiges Spiel. Es hat unsere finanziellen Erwartungen allerdings nicht erfüllt. Destiny 2 wäre kein beitragender Faktor für das Jahr 2019 gewesen.“

Anmerkung des Autors: Wenn ein Game nicht die gewünschten Absatzzahlen erreicht, ist das die eine Sache. Aber wenn man solche Worte aus dem Mund des Chefs hört, ist das sicher ein Schlag ins Gesicht für viele Ex-Mitarbeiter, die Monate bzw. Jahre an Destiny gearbeitet und dort ihr Herzblut investiert haben. Nicht nur der verlorene Job, sondern auch solche Aussagen tun weh. Als sei ihre Arbeit nichts wert gewesen – traurig.

Keine eigene Marke

Außerdem sei Destiny keine Marke, die Activision direkt gehört. Die meisten großen Brands sind hauseigen, bei Destiny ist das nicht der Fall. Deshalb können sie auch nicht alle Veränderungen daran durchführen, um neue Kunden dafür zu gewinnen. Dass eine Marke aus eigener Feder insgesamt auch mehr Geld einbringt, spielt wohl auch eine Rolle.

Entwickler waren zu stark eingespannt

Um Bungie zu unterstützen, hat Activision außerdem viel Zeit investiert. Die Zeit der Entwickler gehört zu den knappsten Ressourcen eines Unternehmens. Diese waren bisher durch die Hilfe gut ausgelastet und können sich jetzt auf eigene Projekte konzentrieren.

Jetzt ist Destiny 2 irgendwie doch gut – wir verraten dir, wieso.

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Destiny 2 – Forsaken: Darum lohnt sich die Rückkehr.

Lang gedauert hat der ganze Trennungsprozess nicht. Nachdem klar wurde, dass Bungie Destiny gern als eigene Marke erwerben würde, begannen zeitnah die Gespräche. Etwa einen Monat später war die Sache dann schon klar und laut Johnson auch einvernehmlich.

Durch die Trennung von Bungie und die für 2019 vorhergesagten schlechten Einnahmen für Destiny werden Fans der Marke noch etwas länger auf einen dritten Teil warten müssen.

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