Hallo, Schicksal: Eindrücke meiner ersten Tour durch Destiny

Kristin Knillmann 16

Ende letzter Woche trudelte eine Mail mit dem Betreff „Willkommen bei der First-Look-Alpha von Destiny“ bei mir ein. Hurra! Seit Monaten war ich gespannt darauf, was der Weltraum-Shooter von Bungie wirklich zu bieten hat. Endlich konnte ich mich selbst überzeugen! Welche meiner Lieblingsspiele und -serien ich wiedererkannte, lest ihr in diesem Artikel.

Destiny_Alpha

Video zum Text? Mats und Tom spielen die Alpha-Version von Destiny im GIGA Gameplay!

Hallo, Mass Effect: Der Style

Wer sich das Bild hier oben drüber mal kurz anschaut, wird vermutlich nach einem kurzen Moment schon sagen „Hey, das sieht irgendwie ein bisschen aus wie Mass Effect.“ Ein Gefühl, das ich nicht nur in dieser Szene hatte, sondern sich durch die komplette Destiny-Alpha schlich.

Gleich zu Beginn: Der Charakter-Editor. Ähnlich wie in BioWares Weltraum-Saga, wähle ich auch in Bungies Weltraum-Saga zwischen drei verfügbaren Klassen - hier Hunter, Titan und Warlock. Ich entscheide mich für eine weibliche Hunterin. Ähnlich der Profil-Rekonstruktion in Mass Effect wähle ich bei Destiny anschließend meine Spezies: Zwischen Menschen, den roboterartigen Exo und den an dunkle Elfen erinnernden Awoken, suche ich mir Letztere aus. Die Awoken haben eine lila-bläuliche Hautfarbe und mir gefällt besonders gut, wie detailreich ihr Design ausgefallen ist: unter der leicht transparenten Kopfhaut sehe ich etwas wabern - so als würde leuchtender Rauch durch ihren Kopf fliegen.

Destiny_Character_Creation_

Den für Charakter-Editoren typischen Kram hat auch Destiny: Kopf, Farbe und Gesichtsbemalung wählen ist nicht unbedingt neu. Statt der üblichen Farb-Palette hat Destiny seine ganz eigene Farbgebung: von Grün über Gelb und Rot bis zu zig unterschiedlichen Lila-Tönen, die farblich perfekt zum Nachthimmel passen, kann ich meine Figur absurd bunt oder gediegen und eintönig gestalten. Egal, wofür ich mich denn nun entscheide: Meine Awoken sieht zu keinem Punkt wie eine aus Saints Row entsprungene Witzfigur aus. Noch muss ich wie bei vielen anderen Spielen bei irgendeiner Kombi mit einem totalen Matschgesicht rechnen. Mein Destiny-Charakter sieht IMMER echt, lebendig und verdammt gut aus. (Na gut, da kann Mass Effect nun nicht mithalten.)

Verdammt gut sieht auch die Welt von Destiny aus, in die ich direkt nach dem Charakter-Editor geschmissen werde. Die Farbgebung der diversen Schauplätze zwischen nächtlichem Blau-Lila-Grün und dem wüstenartigen Orange in meiner ersten Mission ist knallig. Die Gegenden könnten dank ihres Stils locker auch alle aus einem neuen Mass Effect stammen, jedenfalls fühle ich mich bei den ersten Schauplätzen von Destiny ständig an eine Mischung aus Eden Prime und Ilos erinnert. Am liebsten wäre ich dauernd stehen geblieben und hätte einfach nur die hervorragende Lichtstimmung des Spiels beobachtet.

Destiny_Mission

Der Tower wiederum funktioniert als lokaler Hub, in dem ich Equipment upgraden, shoppen, Mails checken und meinen Charakter ohne Helm sehen kann. Und fühlte sich kaum anders an als meine Besuche in der Citadel oder dem glamourösen Illium, in denen ich ebenfalls alles volllaberte, was mir über den Weg lief und gute Waren oder wichtige Nachrichten zu verteilen hatte.

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Hallo, Game of Thrones und LOST: Die Sprecher

Das Erste was mir nach dem Charakter-Editor auffällt, ist aber eigentlich gar nicht die schön anzusehende Welt, nein. Stattdessen höre ich eine mich anweisende Stimme, die mir ziemlich bekannt vorkommt: Peter Dinklage, den meisten Leuten bekannt als Tyrion Lannister aus Game of Thrones.  Im Verlauf der Alpha lerne ich, dass er die Stimme von „Ghost“ spricht. „Ghost“ ist ein kleiner robotischer Begleiter, der mir durch Betätigung des DualShock-Touchpads zuvor verschlossene Türen öffnet oder in Nebenmissionen dabei hilft, in einem Flugzeug-Wrack gefundene Daten zu analysieren. Oder mir einfach nur erzählt, was um mich herum passiert.

Destiny_Dinklage_Ghost

Dank Dinklage fühlt es sich stellenweise an, als würde ich hier meine ganz private Folge Game of Thrones erzählt bekommen - nur ohne Sex und mit nicht ganz so bildlicher Gewalt. Dass es nun eben doch nicht Game of Thrones ist, fällt dann allerdings an der Performance von unserem geliebten Emmy-Gewinner auf: Klar, er spricht einen Roboter. Und klar, er kann bei einem Voice-Over keinen vollen Körpereinsatz zeigen. Wenn ich mich besonders drauf konzentriere, klingt seine Stimme hin und wieder etwas hölzern und so, als würde er direkt vom Blatt ablesen.

Da es zumindest in der Alpha nicht so wirkt, als sei die Geschichte der zentrale und beste Punkt an Destiny - ich glaub ja nicht dran - kann ich Peters „Ghost“ verzeihen. Denn auch ein halbherziger Lannister ist immer noch ein echt guter Lannister - und seine gewohnte Stimme fühlt sich bei einer solch abenteuerlichen Reise und den noch unbekannten Gefahren ein Stückchen an wie Zuhause.

Noch etwas besser spricht Lance Reddick, den ich vor allem als Abbadon aus LOST kenne. Wer sich an seine Rolle in der Mystery-Serie erinnert, weiß warum es mir dann auch bei Destiny einen kalten Schauer über den Rücken jagt, wenn ich ihn in den Nebenmissionen zu mir sprechen höre.

Auf der zweiten Seite geht es weiter mit: Fähigkeiten, Loot, Kämpfe und Freunde! Und einem Fazit!

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