Detroit - Become Human: Alle Enden und wie ihr sie freischaltet

Christopher Bahner

In Detroit: Become Human gibt es unzählige Entscheidungen, die die Enden des Spiels beeinflussen. So kann man von einem guten und schlechten Ende sprechen. Jedoch gibt es auch viele Abstufungen zwischen diesen. Zudem könnt ihr auch das Schicksal vieler Charaktere beeinflussen. Wir zeigen euch, wie ihr alle Enden freischalten könnt.

Die Enden in Detroit: Become Human drehen sich in erster Linie um die Hauptcharaktere Connor, Markus und Kara. Je nachdem, wie ihr euch mit ihnen verhaltet, hat dies auch Einfluss auf die Charaktere, denen sie nahe stehen. Zudem bestimmt ihr, wie der generelle Konflikt zwischen Menschen und Androiden ausgeht. Gibt es eine friedliche bzw. gewalttätige Rebellion oder stellt ihr euch in den Dienst der Menschen und weist die Abweichler in ihre Schranken?

Detroit: Become Human – Launch-Trailer.
Spoilerwarnung! Im Folgenden verraten wir euch entscheidende Details der Geschichte. Wenn ihr das Spiel noch nicht beendet habt, solltet ihr nicht weiterlesen.

So seht ihr das beste Ende

Das gute Ende in Detroit: Become Human tritt bei folgenden Geschehnissen ein:

  • Markus führt eine friedliche Revolution an und geht mit North eine Romanze ein.
  • Kara, Alice und im besten Fall auch Luther entkommen ihren Verfolgern und schaffen es, die Grenze nach Kanada zu überqueren.
  • Connor schließt sich Markus und den Abweichlern an, verbessert seine Beziehung zu Hank und hilft bei der Befreiung der Androiden.

Wollt ihr dieses Ende erleben, müsst ihr genauer folgende Entscheidungen im Spielverlauf treffen:

  1. Connor, Markus und Kara müssen in jedem Kapitel überleben. Sollte jemand von ihnen sterben, ladet den letzten Spielstand erneut.
  2. Connor stellt sich gut mit den Abweichlern, tötet nicht die Tracis im Eden Club und verschont Chloe beim Treffen mit Kamski.
  3. Bei seiner Rede am Stratford Tower darf Markus niemanden töten und sollte nur die gemäßigten Gesprächsoptionen nutzen.
  4. Bei der Flucht aus Zlatkos Anwesen sollte sich Luther Kara anschließen.
  5. Connor verbessert seine Beziehung zu Hank. Wählt immer freundliche Dialogoptionen und sprecht nur gut über Androiden. Rettet Hank zudem immer, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt (z.B. in den Kapiteln „Das Nest“ und „Staatsfeind“). Im CyberLife Tower müsst ihr ihn vor dem falschen Connor retten, der ihm eine Pistole an den Kopf hält.
  6. Im Capitol Park setzt sich Markus weiter für eine friedliche Revolution ein. Zudem dürfen die Polizisten am Ende nicht getötet werden.
  7. Kara muss im Kapitel „Mitternachtszug“ den Polizisten erfolgreich abwimmeln.
  8. Kara und Alice entkommen ihren Verfolgern im Kapitel „Scheideweg“, indem sie sich totstellen und nicht bewegen. So kommen sie nicht ins Rückrufzentrum, sondern bahnen sich ihren Weg zur Grenze. Kara behält zudem das Busticket.
  9. Connor entschließt sich bei der Konfrontation mit Markus im Kapitel „Scheideweg“ dafür, ein Abweichler zu werden.
  10. Markus opfert sich während des Kapitels „Freiheitsmarsch“ nicht und entscheidet sich für die friedliche Demonstration im letzten Kapitel. Hierbei darf er nicht auf den Deal mit der Polizei eingehen und muss bis hier in einer romantischen Beziehung mit North sein, damit sie sich küssen können und die Demonstration erfolgreich endet.

Weitere Details und genaue Beschreibungen zu den einzelnen Entscheidungen lest ihr in den Trophäen von Detroit: Become Human. Wie das beste Ende genau aussieht, seht ihr im folgenden Video des YouTube-Kanals PowerPyx.

So seht ihr das schlechte Ende

Das schlechte Ende in Detroit: Become Human tritt bei folgenden Geschehnisse ein:

  • Markus führt eine gewalttätige Revolution der Androiden gegen die Menschen an.
  • Kara schafft es nicht, Alice zu beschützen und kann ihren Verfolgern nicht entkommen.
  • Connor schließt sich nicht den Abweichlern an und verfolgt weiter seine Mission im Namen von CyberLife. Zudem verschlechtert er seine Beziehung zu Hank, was schließlich zu dessen Selbstmord führt.

Das schlechte Ende lässt sich vergleichsweise schnell erreichen. So könnt ihr beispielsweise Kara und Alice im Kapitel „Auf der Flucht“ sterben lassen, indem ihr bei allen Quicktime Events auf dem Highway versagt. Genauso könnt ihr Markus beim Freiheitsmarsch opfern und spielt dann nur noch die Kapitel mit Connor bis zum Ende.

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Ansonsten solltet ihr für das böse Ende folgende Dinge beachten:

  1. Markus hält eine entschlossene Rede ohne Rücksicht auf Verluste im Kapitel „Stratford Tower“.
  2. Alice stirbt bei Karas Flucht aus Todds Haus.
  3. Connor tötet die Tracis im Eden Club und auch Chloe beim Kamski-Test.
  4. Markus zettelt einen gewalttätigen Aufstand im Capitol Park an und tötet die Polizisten am Ende.
  5. Connor verschlechtert seine Beziehung zu Hank, was zum Selbstmord von Hank im Kapitel „Nacht der Seele“ führt. Lehnt euch immer gegen Hank auf und sprecht schlecht über Androiden. Rettet ihn zudem nicht in den Kapiteln „Das Nest“, „Stratford Tower“ und „Kampf um Detroit“.
  6. Kara schafft es nicht aus Zlatkos Anwesen zu entkommen.
  7. Markus lehnt sich im Kapitel „Freiheitsmarsch“ gegen die Polizei auf. Dabei kann Markus entweder sterben oder er löscht die Polizeikräfte aus.
  8. Connor bleibt eine Maschine und loyal gegenüber CyberLife. Sofern Markus bis zum Schluss überlebt, lasst euch im letzten Kapitel hacken und eliminiert Markus.
  9. Sofern Kara und Alice bis zum Kapitel „Scheideweg“ überleben, ergebt euch der Polizei. Daraufhin werdet ihr ins Rückrufzentrum gebracht. Sofern ihr hier nichts unternehmt, werden beide „entsorgt“.

Da Connor nach einem Tod immer wieder durch ein Duplikat ersetzt wird, ist er bis zum Ende spielbar. Allerdings geht es dann auch für ihn böse aus, da er bei erfüllter Mission durch ein neueres Modell ersetzt wird. Er wird dann ebenfalls im Rückrufzentrum „entsorgt“.

Verdammte Entscheidungen in Videospielen! Wir zeigen euch die kniffligsten Momente, in denen wir uns nicht entscheiden konnten.

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Das schlechte Ende seht ihr ebenfalls im folgenden Video:

Die gezeigten Enden sind natürlich nur die Extrembeispiele in die positive bzw. negative Richtung. Dazwischen gibt es mehrere Grauzonen, in denen eure ganz persönliche Geschichte liegen kann. So schafft ihr beispielsweise vielleicht die friedliche Revolution mit Markus, aber Kara und Alice scheitern bei ihrer Flucht ins Ausland.

In den Statistiken und Ablaufplänen der Kapitel könnt ihr verpasste Storyzweige bei erneutem Spielen des Kapitels nachholen und alternative Entscheidungen treffen.

Geheimes Ende lüftet Geheimnis der Androiden

Ein paar Stunden vor dem Ende von Detroit: Become Human trefft ihr mit Connor auf Elijah Kamski. Dieser ist der Gründer von Cyberlife, hat sich aber schon vor einigen Jahren aus dem Business zurückgezogen. Aus dem Treffen mit Connor lässt sich schließen, dass er für die Abweichler verantwortlich ist und mehr in den Androiden sieht als nur Maschinen. Spielt ihr Detroit: Become Human wie vorgesehen durch, war das auch schon alles, was ihr zu Kamski erfahrt, er tritt im weiteren Verlauf nicht noch einmal auf.

Allerdings gibt es auch noch ein anderes mögliches Ende, in dem Kamski zum zweiten Mal auftritt: Wie unter anderem YouTuber Cheng Teoh herausgefunden hat, begegnet ihr Kamski noch einmal, wenn Kara und Markus noch vor dem Kapitel „Letzte Chance, Connor sterben und Connor abgeschalten wird. Tritt dies ein, wird Kamski anschließend zu einem Fernsehinterview eingeladen, in dem offenbart wird, dass er nach den Vorfällen in Detroit erneut CEO von Cyberlife ist.

In dieser Funktion erklärt er, dass künstliche Intelligenzen nur dann eine wundervolle Technik seien, wird sichergestellt, dass sie kontrolliert werden können. Als neuer CEO garantiert er, dass solche Ereignisse wie in Detroit nie wieder passieren werden – und die Androiden trotz allem dennoch im Einsatz bleiben. In Zukunft sollen die Androiden wieder genau das sein, was sie schon immer waren: „Gehorsame und effiziente Maschinen.“

Das ist aber noch nicht alles: Er bestätigt zudem, dass die Androiden von Cyberlife das menschliche Leben in Perfektion nachahmen. Auch, wenn sicherlich einige Menschen ihr Verhalten als menschlich oder lebendig interpretierten, waren sie doch nie am Leben, sondern nur ein Abbild von lebendigen Menschen. Damit gibt Kamski dem gesamten Spiel eine neue Wendung: Haben sich nicht nur Menschen im Spiel, sondern auch wir uns von den drei Protagonisten täuschen lassen? Wird es so etwas wie künstliche Intelligenz als Lebensform niemals geben, auch wenn wir es uns erträumen?

Eine definitive Antwort liefert Detroit: Become Human darauf zwar nicht, dafür verleiht das Spiel einen kurzen Einblick darauf, was in Hinblick auf künstliche Intelligenzen möglich ist – und was nicht. Wenn auch nur in einer einzigen, versteckten Szene sagt das Spiel damit aus, was viele Wissenschaftler schon heute vermuten:

Dass Androiden gar keine wirkliche Emotionen brauchen, damit wir mit ihnen mitfühlen. Habt ihr den interaktiven Film schon durchgespielt? Wie hat euch die Geschichte und Botschaft des Spiels gefallen?

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