EA wollte einen Spielejournalisten feuern lassen, weil er ein Spiel schlecht bewertete

Constantin Krüger

Im Jahr 2007 schrieb der Spielejournalist Steve Hogarty einen Test zum Sims 2-Erweiterungspack „H&M Fashion Accessoires“. Aufgrund der schlechten Bewertung übte EA sogar Druck auf das Magazin aus und wollte den Journalisten feuern lassen.

The Sims™ 2 H&M Fashion Stuff Official Trailer.

In seiner Review, die er 2007 für das Magazin PC Zone schrieb, bewertete Hogarty die damals neueste Erweiterung für Die Sims 2 mit ganzen 5 Punkten … von 100. Der Journalist kritisierte den DLC scharf und bezeichnete ihn als reine Geldmacherei von EA und H&M. Das Pack kostete damals rund 10 Dollar. Es brachte 60 neue Outfits von H&M ins Spiel und ermöglichte es den Spielern, einen eigenen H&M Store zu entwerfen und Outfits auf einem Laufsteg zu präsentieren.

Nach der Veröffentlichung dieser Review wurde Hogarty von EA auf die schwarze Liste gesetzt. Dadurch erhielt er keine Testexemplare mehr von dem Publisher. Auf Twitter machte er seinem Ärger Luft und verriet, dass ein EA-Manager sogar versuchte, ihn von seiner damaligen Firma feuern zu lassen.

„Das ist der Test, der mich bei EA auf die schwarze Liste brachte. Irgend so ein leitender Drecksack wollte mich sogar feuern lassen.“

Auf die Nachfrage eines Fans, wie die niedrige Wertung denn zustande gekommen wäre, antwortete der Journalist:

„+1 Die Box hat gut gerochen
+1  (Das Spiel) kam unversehrt an
+1 Es wurde nicht gelogen
+1 Eines der Shirts sah ganz gut aus
+1 Die CD drehte sich ganz normal“

Was denkst du über die Geschichte? Hat Hogarty richtig gehandelt, indem er sich nicht von EA einschüchtern ließ? Sollte es Publishern verboten werden, Einfluss auf den Bewertungsprozess von Spieleredaktionen zu nehmen? Lass uns deine Meinung wissen!

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