Disney Interactive will künftig keine Konsolenspiele mehr machen und stellt auch die Entwicklung an Disney Infinity ein. Damit ist auch das Schicksal des Entwicklerstudios Avalanche Software besiegelt, die ihre Pforten schließen müssen.

 

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Disney Infinity 3.0 Das Erwachen der Macht-PlaySet

Noch nicht einmal die Hälfte dieses Jahres ist vorüber und wir mussten uns bereits von einigen namhaften Entwicklerstudios trennen. Erst vor wenigen Tagen hat das britische Lionhead Studio endgültig seine Pforten schließen müssen, nachdem kurz vorher Evolution Studios erst geschlossen und dann an Codemasters verkauft wurde. Wie es jetzt heißt, ist die Entwicklerschmiede Avalanche Software ebenfalls geschlossen worden. 21 Jahre nach der Gründung und 11 Jahre, nachdem das Unternehmen von Disney aufgekauft wurde, werden die aktuell knapp 300 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt.

Disney Infinity nicht erfolgreich genug

Dies gab Disney Interactive im Rahmen der jüngsten Geschäftsberichte bekannt. Mit Avalanche Software (die nicht mit den Just Cause-Entwicklern der Avalanche Studios verwechselt werden sollten) wird auch das Toy-to-Life-Franchise Disney Infinity eingestellt. Zuletzt wurde bereits verkündet, dass das Spiel mit den Disney-Sammelfiguren in diesem Jahr eine Pause einlegt. Zudem hieß es, dass Disney Interactive in diesem Jahr nicht auf der E3 vertreten sein wird. Der Grund ist jetzt auch bekannt: Der Mutterkonzern stampft auch den Publisher ein un will künftig keine Konsolenspiele mehr herstellen. 147 Millionen US-Dollar muss Disney für diesen Schlusstrich zahlen. Als Grund für diesen drastischen Schritt wurde der ausbleibende Erfolg angegeben, der die Erwartungen nicht erfüllt habe.

Avalanche Software wird allerdings nicht von heute auf morgen dem Erdboden gleichgemacht. Wie deren Manager John Blackburn in einem Blogpost zu verstehen gab, wird es noch zwei letzte Retail-Veröffentlichungen für Disney Infinity geben. Dabei handelt es sich um drei neue Charaktere aus dem Film „Alice Through the Looking Glass“, welches bereits in diesem Monat erscheinen soll, und ein neues Playset zu „Finding Dory“, welches für den kommenden Monat angesetzt ist. Zuletzt dankt er den Entwicklern, den Unterstützern und natürlich den Fans für ihre Begeisterung und ihren Support.

Disney wird auch weiterhin Videospiele in Auftrag geben. Diese werdenb aber, ähnlich wie Star Wars, in Form einer Lizenz an andere Entwickler und Publisher vergeben. Auf diese Weise senkt der Konzern das eigene Risiko und natürlich die eigenen Kosten. Arbeitsangebote haben die Entwickler unter anderem bereits von Sledgehammer Games, den Machern von Call of Duty Advanced Warfare und Ready at Dawn (The Order 1886) erhalten.

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