Dissidia Final Fantasy NT in der Vorschau: Charmantes Chaos

Lisa Fleischer

Dissidia Final Fantasy NT verbindet das beliebte JRPG mit hektischem Prügler-Gameplay. Wir haben das Spiel sowohl auf der gamescom 2017 als auch in der geschlossenen Beta genauer unter die Lupe genommen und wissen, ob das Konzept aufgeht oder die eigenwillige Mischung zu viel des Guten ist.

Dissidia Final Fantasy NT – Ankündigungstrailer.

22 Charaktere aus den bislang 15 Final-Fantasy-Teilen, gute wie böse, treffen in Dissidia Final Fantasy NT aufeinander. Sie alle haben ihre eigene Geschichte, ihre eigene Welt, die es zu retten beziehungsweise anzugreifen gilt. Auf Maps, die sich ebenfalls in den schon erschienen Final-Fantasy-Teilen finden lassen, treten sie in Matches gegeneinander an, immer drei gegen drei.

Dein Ziel: Die Gegner insgesamt drei Mal ausknocken, dann ist das Spiel vorbei. Das ist aber gar nicht so einfach, ist Dissida Final Fantasy NT doch vor allem eins: Kompliziert zu überblicken, schwer zu lernen und noch schwerer zu meistern!

Gameplay-Overkill

In Dissida Final Fantasy NT treffen Welten aufeinander. Nein, nicht nur die Charaktere aus den unterschiedlichsten Teilen der Serie, vor allem die Genre-Mischung ist eine ganz besondere. Natürlich baut das neue Dissidia auf das aus Final Fantasy bekannte JRPG-Gameplay auf, es gibt verschiedene Charaktertypen wie Vanguard (Nahkampf), Assassin (Schurke), Marksman (Magier) und Specialist (Mix aus den drei Klassen), die alle über eigene Attacken und Fähigkeiten verfügen.

Square Enix hat das Spiel aber nicht alleine entwickelt, sondern sich Hilfe von Musou-Experte Koei Tecmo und dem dazugehörigen Prügler-Entwickler Team Ninja geholt. Das merkst du vor allem am Kampfsystem, das nur noch wenig mit Final Fantasy zu tun hat. Vielmehr erinnert es an Dragon-Ball-Prügler. Schließlich dasht oder gleitest du hier auch über das Spielfeld, visierst Gegner an und gibst ihnen durch gezieltest Button-Mashing eins auf die Nuss.

Gleichzeitig haben sich die Entwickler offenbar auch etwas bei MOBAs abgeschaut, gibt es im Spiel doch sieben Summons, aus denen du einen wählst, der dein Team beschützt. Er verleiht dir nicht nur spezielle Boni, sondern hat auch eine mächtige Attacke, die du freischaltest, indem du Kristalle einsammelst, die immer wieder auf dem Spielfeld erscheinen.

Absolutes Chaos auf dem Schlachtfeld

Was in der Theorie schon nicht einfach klingt, wird in der Praxis noch viel schwerer. Denn anders als in gewöhnlichen Prüglern liegen auf den verschiedenen Tasten nicht unterschiedlich schwere Attacken, die im Grunde aber alle Schaden machen. Vielmehr traktierst du deinen anvisierten Gegner erst mit normalen Angriffen, die aber keine Lebenspunkte abziehen, sondern bei dir die sogenannten Bravery Points aufbauen.

Hast du genügend davon gesammelt, kannst du eine mächtige HP-Attacke platzieren, die mit etwas Glück sogar das gesamte Leben deines Gegners vernichtet. Aber Vorsicht: Gegnerische Angriffe machen nicht nur deine Bravery-Points zunichte, sondern können dir genauso gut das Leben kosten, bist du unvorsichtig. Bis du das verstanden hast, kann einige Zeit ins Land gehen, gibt es doch kein Tutorial. Gerade zu Anfang habe ich echte Probleme gehabt, zu verstehen, was da auf dem Bildschirm abgeht und was eigentlich meine Aufgabe sein soll.

Ein Trainings-Modus, in dem auf alle Fähigkeiten und Aufgaben im Spiel eingegangen wird, hätte da sicherlich Abhilfe geschaffen. Stattdessen wird dir lediglich ein Video mit Erklärungen angeboten, das den Einstieg ins Spiel allerdings nicht wirklich erleichtert. Im finalen Spiel soll es laut der Entwickler ebenfalls kein Tutorial geben, wie dir die Entwickler stattdessen das Gameplay näher bringen, ist nicht bekannt.

Online-Spiel mit Server-Problemen

Trotz des schweren Einstiegs habe ich mich früher oder später mit dem Gameplay arrangieren und dann erstaunlich viel Spaß mit Dissidia haben können. Denn kannst du endlich deinen Blick öffnen, ohne Gefahr zu laufen, im nächsten Moment zu sterben, fällt dir auf, wie viel Liebe die Entwickler ins Spiel gesteckt haben.

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Hadouken! Das sind laut Metacritic die 6 besten Beat-'em-Ups.

Final-Fantasy-Fans erkennen nicht nur die Stages wieder, auch der Soundtrack ist aus den alten Teilen entlehnt. Und auch, wenn das Gameplay trotz der Komplexität recht repetitiv ist, soll das Spiel durch freischaltbare Objekte und die Story, die sich erst nach und nach entfaltet, motivierend bleiben.

Einen Kritik-Punkt habe ich dann aber doch noch: Dissidia Final Fantasy NT verfügt zwar über einen Offline-Modus, in dem du gegen NPCs kämpfst. Ausgelegt ist das Spiel aber vor allem auf Online-Kämpfe, solltest du dich mit deinen Mitspielern doch absprechen können, um siegreich hervor zu gehen. Leider hatte zumindest die Beta von Dissidia so stark mit Server-Problemen zu kämpfen, dass ich nur einmal in ein solches Online-Match gerutscht bin.

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Zu hoffen bleibt, dass die Probleme bis zum Release beseitigt werden. Die Entwickler haben ja aber noch ein bisschen Zeit: Dissidia Final Fantasy NT erscheint erst am 30.01.2018 exklusiv für die PlayStation 4.

Warst du auch Teil der geschlossenen Beta von Dissidia Final Fantasy NT? Was ist dein erster Eindruck von dem Prügler im Final-Fantasy-Universum?

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