Doom in der Closed-Beta-Vorschau: Die Pforten der Hölle

Markus Grundmann 5

Doom, der Inbegriff der Ego-Shooter, bekommt einen neuen Teil. Diesmal ganz ohne Nummer dahinter. Einfach Doom: Ehrlich und brutal. Ob das Gemetzel in der Multiplayer-Beta vom letzten Wochenende Spaß gemacht hat, erfahrt ihr in der Vorschau.

DOOM - Closed-Beta-Vorschau.
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Doom in der Vorschau

Oh, Doom, wie hab ich dich vermisst. Deine Big Fucking Gun, deine Dämonengegner, deine Waffen, deine Space Marines. Endlich bist du wieder da. Wenn vorerst auch nur in Form einer Multiplayer-Beta-Version. Vom ersten bis zum vierten April durfte ich selbige anspielen und konnte mich von der PS4 kaum noch losreißen. Mein Raketenwerfer wurde zu meiner dritten Hand.

Tatsächlich fühlte sich diese Beta nur bedingt an wie eine Beta. Bugs und Glitches begegneten mir nicht, lediglich ein paar Balancing-Probleme gab es. Als ich das Spiel zum ersten Mal startete, fiel mir vor allem die etwas gemächliche Geschwindigkeit auf. Nach den ersten Trailern hätte man durchaus denken können, dass Doom im Multiplayer-Modus ein extrem schnelles Schlachtfest ist, ein Rennen um Kills. Genau das ist es aber zumindest im Moment nicht. Doom erlaubt deutlich vielfältigere Strategie: auch für Fernkämpfer. Das Vortexgewehr macht es möglich, Gegnern in sicherem Abstand aufzulauern. Natürlich kommen aber auch Nahkämpfer auf ihre Kosten , am besten mit der Shotgun, die in keiner Doom-Inkarnation fehlen darf. Wer sich nicht entscheiden kann, nimmt aber einfach den Raketenwerfer.

Neben diesen drei Werkzeugen haben die Entwickler noch weitere Waffen ins Spiel integriert – ein Maschinengewehr beispielsweise, und die Stasiskanone. In der Beta waren die aber kaum nützlich – sie machen einfach zu wenig Schaden.

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Die Qual der Waffenwahl

Welche Waffen ihr verwendet, ist übrigens nicht davon abhängig, welche ihr aufsammelt. Viel mehr legt ihr vorher fest, welche ihr verwenden wollt. Gleichzeitig tragen könnt ihr jeweils zwei, zur Verfügung stehen mehrere Waffenslots, von denen in der Beta drei frei konfigurierbar waren. Nach jedem Ableben war es möglich, eine andere Kombination zu wählen, wobei sich schnell eine Lieblingswaffe herauskristallisiert. In meinem Fall war das der Raketenwerfer.

Aber egal, was ihr wählt – ihr müsst abdrücken. Dauernd. Doom kennt trotz seiner relativ langsamen Laufgeschwindigkeit keine Leerlaufphasen. Wer nicht schießt, stirbt. Am schönsten schießt es sich übrigens nicht mit den voreingestellten Waffen, sondern mit den im Level verteilten Superkanonen – beispielsweise mit der Gauss-Kanone, die eine Art explodierenden Blitz verschießt und jeden Gegenspieler so in einen Haufen Blutstaub verwandelt.

Make your own shotgun

Neben der Vaporisierung von Gegnern macht auch das Waffen-Personalisieren eine Menge Freude. Ihr wollt eine Schrotflinte mit lila Zick-Zack-Muster? Kein Problem, könnt ihr machen. Ihr tragt das Ding dann halt nur vor euch her. Neben diesen Statusobjekten ist bei Doom auch die Rüstung des Space Marines individualisierbar – auf Wunsch färbt ihr euch Blau, Rot, Grün oder Rosa. Obwohl ich mehr Spiele verloren als gewonnen habe, bin ich relativ schnell in der Stufe aufgestiegen und habe so zwei zusätzliche Waffen freigeschaltet – die ich allerdings gar nicht gebraucht habe.

Neben den Waffen habe ich zumindest in der Beta sogenannte Hack-Module freigeschaltet. Die konnte ich bei jedem Respawn aktivieren und so ein paar Goodies freischalten – eine stärkere Panzerung etwa oder eine Anzeige für die Lebensenergie meiner Gegner.

Während der Beta standen zwei Maps zur Verfügung. Beide waren nicht allzu auslaufend, sondern auf die schnelle Ballerei angepasst, hatten Teleporter, Lava, mehrere Ebenen und Bonus-Items. Munition beispielswese. Die ist bei Doom universal und liegt eigentlich überall herum, wer aber seine kompletten Raketen in einen Dämon pumpt, kann schon mal welche brauchen.

In einen Dämon könnt ihr euch immer dann verwandeln, wenn ihr eine sogenannte Dämonen-Rune aufsammelt. Die taucht regelmäßig auf und wenn ihr sie euch krallt werdet ihr zu einem Höllenmonstrum mit Raketenwerfern auf den Schultern.

Es besteht nie die Gefahr, dass ich nicht weiß, was ich gerade tun soll – denn Doom informiert mich mit einer Stimme. Am Anfang wusste ich nicht, woher sie mir bekannt vorkommt, aber inzwischen ist es mir klar: Commander Data aus Star Trek spricht zu mir. Die deutsche Doom-Stimme ist Michael Pan. Das klassische Ego-Shooter-Gerede vom Multikill kommt bei Doom von ihm – er informiert mich auch, wenn gerade einen Dämonen-Rune aufgetaucht ist.

Welcome to hell

Ein wenig habe ich an Doom ja vermisst, dass es sich anfühlt wie die Hölle. Doom ist nicht der zweidimensionale Shooter-Spaß, der es einmal war. Doom ist wie Quake. Es wird gesprungen, geballert und ausgewichen. Raketen rauschen an meinem Kopf vorbei, das Maschinengewehr rattert, überall tödliche Kugeln. Gleichzeitig gibt es in jeder Ecke Items. Munition aufladen, Lebensenergie erhöhen, solche Dinge passieren bei Doom über Gegenstände, die die Entwickler großzügig über die Karte verteilt haben.

Ja, das könnte die neue Referenz im Bereich des Ego-Shooter-Genres werden. Doom ist eben gerade nicht wie Call of Duty. Es hat nur eine, langsame, Laufgeschwindigkeit und vorab einstellbare Waffen. So ein Space Marine zu sein, das fühlt sich anders an als ein Soldat zu sein. Die Pforten der Hölle, sie sind sperrangelweit offen. Und ich bin mitten darin.

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