Valve und Blizzard ziehen aktuell vor Gericht. Doch dieses Mal stehen die beiden Unternehmen auf derselben Seite. Zusammen gehen sie gegen Mobile-Entwickler vor, die Dota-2-Figuren in ihren Spielen genutzt haben. Doch diese behaupten nun, dass die großen Publisher keine Rechte an der Marke besitzen. Befindet sich Dota in Gefahr?

 

Defense of the Ancients 2

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Defense of the Ancients 2
DotA 2: Gamescom-Trailer - GIGA

Markenrechtsstreitigkeiten sind heutzutage in der Gaming-Welt keine Seltenheit mehr. Jeder Publisher und alle Entwickler wollen ihre Ideen schützen und gehen allen Vergehen vehement nach. Nun stehen auch Valve und Blizzard vor Gericht. Doch dieses Mal gehen sie gemeinsam gegen zwei Mobile-Entwickler vor. Grund: Sie sollen Figuren und Maps aus Dota für ihre Spiele genutzt haben, ohne die Rechte daran zu besitzen. Doch die Mobile-Entwickler drehen den Spieß nun um.

Dota 2 bekommt eine Koop-Kampagne

Die Entwickler von „Dota Legends“ und „Heroes Charge“, Lilith Games und uCool, geben nun vor Gericht an, dass Valve die Rechte an Dota ebenfalls nicht besitzen würde. Grund dafür wäre eine Regelung in der Endbenutzer-Lizenzvereinbarung von Warcraft 3, auf dem die damalige Mod „Defense of the Ancients“ basiert. Darin steht, dass der World Editor des Spiels nicht für kommerzielle Zwecke gebraucht werden darf. Bei dem Verkauf der Lizenzrechte von Dota an Valve und Riot Games sei dies aber geschehen.

Tipps und Tricks für Dota 2

Zweiter Punkt auf der Agenda der Entwickler ist eine Aussage des damaligen Map-Erstellers von Dota. Dieser schrieb vor mehr als 13 Jahren in einem Forum, dass Dota nun zu einem Open-Source-Projekt werden würde, da er keine Zeit mehr habe, Maps zu erstellen. Nun muss das Gericht feststellen, ob er damit alle Rechte aufgegeben hat oder nur die Map in die Hände aller User gelangen sollte. Zudem wird geprüft, ob die Rechte an Dota nun bei Valve liegen oder für alle Entwickler offen sind. Bislang ist das Gericht noch nicht zu einer Einigung gekommen. Allerdings ist dies schon der zweite Anlauf der Entwickler, einer Strafe zu entgehen. Beim ersten Mal wurde ihre Argumentation, ihr Spiel wäre ein kollektives Werk, da es Helden nimmt und sie neu arrangiert, abgeschmettert.