Dragon Ball Xenoverse 2 im Test: Ein Kamehameha durch die Zeit

Lukas Flad

Dragon Ball Xenoverse 2 erlaubt es Dir abermals, mit dem ein oder anderen Kamehameha um Dich zu schießen. Für Fans ist das Spiel ein Hochgenuss, alle anderen sollten sich den Kauf lieber mehr als 9.000 Mal überlegen. Warum das der Fall ist, erkläre ich Dir im Test.

Dragon Ball Xenoverse 2: Die ersten 15 Minuten.

Adieu Son Goku, Piccolo und Freezer, in Xenoverse 2 werdet ihr wieder nicht gebraucht. Wie bereits in Dragon Ball Xenoverse, schlüpfst Du auch im zweiten Ableger der Reihe erneut in einen selbst erstellten Charakter. Schön ist dabei, dass die Erstellung im Vergleich zum ersten Teil deutlich üppiger ausfällt.

Anfangs musst Du Dich zwischen Menschen, Saiyajin, Namekianer, Majin und dem Freezer-Clan entscheiden, um anschließend das Geschlecht (wenn verfügbar), das Aussehen, die Stimme und den Namen festzulegen. Das ist toll, da Du das folgende Abenteuer dadurch mit Deiner ganz eigenen Spielfigur bestreiten darfst; wenn du den Vorgänger gespielt hast, kannst Du deinen alten Charakter auch einfach importieren.

Mit Schmackes durch die Zeitgeschichte

Das eben erwähnte Abenteuer setzt sich aus den bereits bekannten Zeit-Intermezzos des ersten Teils zusammen, denn Bösewichte treiben in der Vergangenheit ihr Unwesen und wollen auf diese Weise den Lauf der Dinge durcheinander bringen. So kann Son Goku nur durch Deine Hilfe Radditz besiegen – wobei das letzte Wort, wie Fans von Dragon Ball wissen, Auslegungssache ist. So gesehen übernimmst Du eher die Rolle eines Zeit-Polizisten.

Apropos „Fans der Serie“. Jene werden mit Dragon Ball Xenoverse 2 definitiv ihren Spaß haben. Das beginnt allein schon damit, dass Dir rund 70 Charaktere aus dem Universum der bekannten Marke zur Verfügung stehen, um mit ihnen online oder offline in Kämpfen anzutreten. Außerdem kannst Du etliche Schauplätze aus dem Manga sowie Anime aufsuchen, um deine kämpferischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die verlangen anfangs noch etwas Einarbeitungszeit, legen aber mit jeder Runde mehr an Geschwindigkeit zu, und erlauben es Dir am Ende, eine Kombination nach der anderen mit dem Körper des Gegners zu produzieren. Egal ob einfache Schläge, schnelle Energiesalven oder die toll inszenierten Spezialattacken – hier sollte für jeden Spieler etwas dabei sein.

Auch auf das Aufwerten deiner Statuswerte musst Du nicht verzichten. Entweder steckst Du nach Erreichen eines neuen Levels Punkte in bestimmte Attribute oder Du gibst Dein hart verdientes Geld aus und kaufst Dir neue Kleidungsstücke, welche denselben Effekt haben. Angenehm zu sehen ist, dass dieses System nicht wie ein bloßes Beiwerk wirkt, sondern tatsächlich Auswirkungen im Spiel mit sich bringt.

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19 Games, die die Geschichte der Dragon Ball-Spiele geprägt haben.

Wunderschön trifft auf Detailarm

Dass die Kämpfe soviel Spaß machen, liegt nicht zuletzt an der hübschen Optik des Spiels. Dragon Ball Xenoverse 2 sieht im Vordergrund einfach schön aus: Die 3D-Modelle der bekannten Figuren fügen sich toll in das Gesamtbild ein, und wenn man dann beispielsweise direkt vor dem aus der Serie bekannten Weraffe steht, ist das schon beeindruckend. Besonders schade ist es deswegen, dass die Hintergründe im direkten Vergleich so lieblos wirken. Kleine Details sucht man quasi vergebens, denn im Prinzip beschränkt sich die Umgebung auf das Notwendigste. Das nimmt dem Spiel eine Menge an potentiellem Charme; der einzige Wermutstropfen ist, dass man während den schnellen Kämpfen ohnehin relativ wenig von der virtuellen Landschaft mitbekommt. Dafür darfst Du Dich aber über flüssige Animationen und eine hervorragende Synchronisation, sowohl im Englischen als auch im Japanischen, freuen.

Im Vorgänger war es noch Toki Toki City, jetzt erkundest Du Conton City, welche gleichzeitig als Hub dient. Dieser war im ersten Teil der Serie noch relativ klein, trumpft mittlerweile aber mit einer beachtlichen Größe auf. Neben Läden, um die erwähnten Kleidungsstücke zu kaufen, oder Auftragsgebern, welche mit Missionen aufwarten, kannst Du in der Stadt auch Offline- sowie Online-Kämpfe starten. Nervig ist hierbei aber, dass Du dafür stets zu einem ganz bestimmten Gebäude musst und nicht einfach via des Menüs eine neue Partie starten kannst – das kostet Zeit.

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Mein Test-Fazit zu Dragon Ball Xenoverse 2

Als Fan des Animes und Mangas wird mir Dragon Ball Xenoverse 2 auf einem Silbertablett serviert. Es ist einfach motivierend, die Gegner mit wuchtig wirkenden Tritten über den Bildschirm zu befördern, sofort hinterher zu rasen, und dann den Körper des Widersachers mit einem erneuten Tritt in die andere Richtung umzulenken. Dragon Ball Xenoverse 2 macht verdammt viel Spaß, bietet aber im Vergleich zum Vorgänger keine allzu großen Neuerungen. Du könntest es vielmehr als verbessertes großes Update betrachten, welches zu einem Vollpreis allerdings wirklich nur für wahre Liebhaber der Marke zu empfehlen ist. Neben detailarmen Levels könnte höchstens die nicht wirklich motivierende Geschichte das Erlebnis etwas trüben.

Wer erwartet, dass ihn das Spiel als einen Neuankömmling im Universum von Dragon Ball an die Hand nimmt, sollte entweder schnell die gesamte Hintergrundgeschichte des Mangas sowie Animes nachlesen oder einen Bogen um das Prügelspiel machen. Denn wenn Xenoverse 2 eine Sache nicht hat, dann ist das eine gewisse Einsteigerfreundlichkeit gegenüber Neulingen.

Dragon Ball Xenoverse 2 erscheint am 28. Oktober für Windows PC, PlayStation 4 und Xbox One.

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So spielt sich das Tutorial von Dragon Ball Xenoverse 2

Dragon Ball Xenoverse 2: Das Tutorial.

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