Enttäuscht von No Man's Sky? Dual Universe könnte dich darüber hinweg trösten

Lisa Fleischer 3

Unendliche Weiten erkunden, neue Zivilisationen schaffen und seiner Kreativität vollen Lauf lassen: Was No Man’s Sky in dieser Tragweite nicht bieten konnte, möchte euch Dual Universe ermöglichen. Das Konzept des Titels klingt dabei wie der feuchte Traum eines Mining- und Crafting-Fans. Doch kann der wirklich wahr sein?

Dual Universe: Kickstarter Launch-Trailer.

Obwohl No Man’s Sky sehnlichst erwartet wurde und der Hype gar nicht mehr zu stoppen schien, konnte das Indie-Weltraum-Abenteuer doch recht wenige von seinem Endergebnis überzeugen. Zu nervig waren die Patrouillen-Bots, die Dich selbst für das Abbauen geringer Mengen an Ressourcen bestraften, zu repetitiv das Erkunden der Welten.

Deine Hoffnung, das perfekte Open-World-Weltraum-Abenteuer spielen zu können, solltest Du dennoch nicht begraben. Denn mit Dual Universe steht schon das nächste ambitionierte Spiel mit Sandbox-Universum vor der Tür. Und zumindest von den Ideen her scheint Dual Universe zu dem Spiel zu werden, das No Man’s Sky nicht bieten konnte.

Lohnt sich No Man's Sky?

Dual Universe: Eine Kopie von No Man’s Sky?

Dabei klingt Dual Universe, überfliegt man das Konzept, erst einmal gar nicht so anders als No Man’s Sky: Ein riesiges, prozedural generiertes Universum. Raumschiffe, die dich an unbekannte Orte bringen, die es zu erkunden gilt. Und massig Ressourcen, die Dir auf Deiner Reise nützlich sein sollen. Sogar der Stil scheint an No Man’s Sky angelehnt; der Soundtrack, den man sich auf Soundcloud anhören kann, wirkt ebenso futuristisch.

Dual Universe sieht an manchen Stellen zwar aus wie No Man's Sky, will euch aber ein viel abwechslungsreicheres Gameplay bieten.

Hier kannst Du Dir den Soundtrack von Dual Universe anhören *

Das macht Dual Universe besser als No Man’s Sky

Trotzdem ist Dual Universe keine einfache Kopie des Konzepts von No Man’s Sky – und gerade darum besonders vielversprechend. Das Spiel vom französischen Indie-Studio Novaquark soll Dir laut den Entwicklern den Traum erfüllen, in einem riesigen Universum (so gut) wie all das zu tun, was Du schon immer tun wolltest. Und das geht weit über das Erkunden der vielzähligen Welten hinaus.

Bei Dual Universe liegt der Fokus nämlich vielmehr auf dem Erschaffen: Wie bei Minecraft suchst Du die Umgebung nach brauchbaren Materialien ab. Daraus baust Du Dir dann Dein eigenes Raumschiff, eine ganze Stadt oder sogar riesige Raumstationen. Zu Verfügung stehen Dir dafür einfache Klötzchen, aber auch fertige Bauteile, die Du Dir entweder aus diversen Materialien erschaffst oder aber von schon bestehenden Bauten abträgst und anderweitig verwendest.

Deine Schöpfungen siehst aber nicht nur Du, sondern alle Spieler von Dual Universe. Denn Novaquark setzt bei dem neuen Weltraum-Abenteuer auf einen sogenannten „Single-Shard-Cluster“. Durch diesen läuft alles im Spiel über einen einzigen Server. Du spielst also mit Millionen von anderen Spielern gleichzeitig, die sich alle jederzeit Deinem Territorium nähern können.

Dual Universe: Entwickler-Tagebuch – Gameplay: So baut ihr Raumschiffe.

Natürlich birgt das die Gefahr, dass jemand Deine eben noch in mühevoller Kleinarbeit aus dem Boden gestampfte Stadt im nächsten Moment niederreißt. Und das kann richtig frustrieren, steckt in den Bauten, die in Dual Universe möglich sind, doch nicht nur viel Liebe zum Detail, sondern im Regelfall auch sehr viel Spielzeit. Hoffentlich beugen die Entwickler vor und Du kannst Dir Verteidigungen bauen, die Deine Schöpfungen vor feindlichen Angriffen schützen.

Der Vorteil des „Single-Shard-Cluster“ ist, dass Du Deine Mitspieler nicht nur sehen kannst, sondern auch ganz einfach mit ihnen interagierst. Ziel des Projektes von Novaquark ist es, dass ihr gemeinsam ein zusammenhängendes Universum erschafft. Es gibt also keine Vorgeschichte, die Story schreibt ihr vielmehr durch eure eigenen Taten. Gemeinsam schafft ihr euch eure eigenen wirtschaftlichen und politischen Systeme, tut euch zusammen oder kämpft gegeneinander. Im Verlauf der Zeit baut ihr eigene Zivilisationen auf, erschafft und bewohnt eure eigenen Bauten und spezialisiert euch in Bereichen Bau, Politik, Sicherheit, Erkundung, Besiedlung und Herstellung.

Darum lohnt sich ein Blick auf Dual Universe

Auch wenn die Idee hinter Dual Universe zugegebenermaßen wirklich fantastisch klingt, ist derzeit noch zurückhaltende Vorfreude geboten. Vergiss nicht, dass auch hinter diesem Spiel ein kleines Indie-Studio steckt, das trotz ambitionierter Ideen nur über überschaubare Mittel verfügt. Und so besteht auch hier die Gefahr, dass nur wenige der im Voraus versprochenen Features auch wirklich umgesetzt werden.

Außerdem bleibt Dual Universe ein Weltraum-Spiel, das sicherlich viel Kreativität Einarbeitungszeit erfordert, um darin auch große Projekte erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Bist Du an komplexe Universen gewöhnt und liebst Crafting-Spiele wie Minecraft, könnte Dual Universe aber genau das sein, was Dir No Man’s Sky Dir schuldig geblieben ist.

Dual_Universe_building_Screenshot

Das Sandbox-MMO hat noch kein genaues Release-Datum, soll aber nicht vor 2018 erscheinen. Du musst Dich also noch bis zum finalen Release gedulden. In der Beta, die 2017 kommen soll, wirst Du aber schon einen ersten Eindruck davon bekommen, welche Versprechungen Dual Universe halten kann – und welche eben nicht.

Dual Universe soll für den PC erscheinen. Gefällt Dir das Konzept des Spiels, kannst Du die Entwickler ab sofort finanziell auf Kickstarter unterstützen.

In diesen Videos werden weitere Features in Dual Universe vorgestellt:

Dual Universe: Entwickler-Tagebuch – Die Technologie hinter dem Multiplayer-Server.
Dual Universe: Pre-Alpha-Gameplay.

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